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2017 - Umweltpolitischer Jahresrückblick: Mensch, Natur und Umwelt (nicht nur) in Südbaden, Elsass und am Oberrhein

05.11.2017

2017 - Umweltpolitischer Jahresrückblick: Mensch, Natur und Umwelt (nicht nur) in Südbaden, Elsass und am Oberrhein

Hier entsteht seit dem 1.1.17 ein umweltpolitischer Jahresrückblick. Er ist bis zum Jahresende eine "Baustelle" und unfertige, "fählärhafte" Text- und Ideensammlung...


Das Jahr 2017 war ein schwieriges Jahr
und alte Gewissheiten wurden durch Verunsicherung abgelöst. Die letzten Jahrzehnte hat es (erkämpfte) große Fortschritte im Umweltbereich gegeben, die Gesellschaft wurde offener und toleranter. Jetzt nehmen Umweltprobleme, Ungleichheit, Verunsicherung, Hass und Intoleranz zu und die Demokratie ist nicht nur Ungarn, Tschechien und der Türkei gefährdet. Diese Entwicklung ist auch problematisch, weil es uns "noch gut geht" und die zu erwartenden systembedingten Krisen und Zusammenbrüche erst noch vor uns liegen. In Zeiten in denen klimawandelbedingte Extremwetterereignisse zunehmen regiert in den USA ein industriegelenkter Klimawandelleugner und die Menschen wählen Milliardäre zu Staatsoberhäuptern, obwohl die wachsende Ungleichheit die zentrale Ursache für die Unzufriedenheit vieler Menschen ist.

Vor über einem Jahr kam ein BUND-Naturschützer,
in unser Freiburger Büro und sagte, wir sollten unbedingt das stille Insektensterben "zum Thema machen". Da wir auch viele Anrufe besorgter Menschen zu diesem Phänomen bekamen, machten wir uns an die Arbeit. Unser regionaler Flyer zum Schmetterlingssterben, den wir dem letzten Jahresrundbrief beigelegt hatten, wurde zwischenzeitlich 125.000(!) mal gedruckt und verteilt. Auch die Pressearbeit haben wir intensiviert. In Zeiten in denen eine gigantische Flut von Internetpetitionen das Land überflutet, haben wir mit dem guten, alten, handunterschriebenen Brief alle Mitglieder des Landtags, des Bundestages und die deutschen Mitglieder des Europaparlaments angeschrieben und auf das Insekten-Problem aufmerksam gemacht. Jetzt im Jahr 2017 ist das vorher unbekannte Thema Insektensterben in aller Munde. Jetzt liegt unsere Aufmerksamkeit bei den PR-Kampagnen der Insektensterbenleugner die behaupten "Naturschützer hätten das Insektensterben erfunden". Mit Neonicotinoiden, Glyphosat und anderen Giften die auch für das große Sterben verantwortlich sind, machen Konzerne wie Bayer, Monsanto und Syngenta satte Gewinne und die Debatte um das Insektensterben gefährdet diese Gewinne massiv und darum laufen jetzt auch die Desinformationskampagnen an. Das Insektensterben lässt sich nicht mehr leugnen. Die jetzigen Kampagnen versuchen einfach nur von den tatsächlichen Ursachen abzulenken. Sie dienen der Gefahrzeitverlängerung von Neonicotinoiden und Glyphosat. Die neue Dimension des Insektensterben, die Fernvergiftung über weite Strecken, die Bedrohung von Insekten in großen Naturschutzgebieten, ist in der öffentlichen Debatte noch nicht angekommen. Ackerrandstreifen, wie sie von der GRÜN-Schwarzen Landesregierung jetzt gefördert werden, sind vergiftete Todesstreifen für Insekten und lenken vom Grundproblem des großen Sterbens ab.

Auf großes bundesweites Interesse
ist unsere Analyse zu den Ursachen des Vogelsterbens gestoßen. Über 100.000 Vögel die an Windrädern getötet werden, wurde bisher interessengeleitet viel diskutiert. 18 Millionen Vögel, die jährlich in Deutschland an Glas und Glasscheiben sterben sind kein öffentliches Thema. Auch zu den wesentlich massiveren Schäden durch Vogelschlag im Straßenverkehr und entlang von Bahn- und Hochspannungstrassen gibt es keine Debatte. Wir haben aufgezeigt welches Interesse die Braunkohlelobby, Klimawandelleugner und die für das Insektensterben mitverantwortlichen Produzenten von Agrargiften daran haben, dass die Vogelschutz-Debatte nur in der Nische der Windenergie geführt wird.

In Bonn wurden bei der Weltklimakonferenz
die drängendsten Zukunftsfragen diskutiert und gleichzeitig behinderten Kohle-Lobbyisten und Jamaika-Flüsterer die Energiewende und die zukunftsfähigen Energien. Die Braunkohlelobby ist verhängnisvoll einflussreich in Deutschland.

Der Friedensnobelpreis 2017 für die "Internationale Kampagne zur atomaren Abrüstung" (Ican)
erfüllt auch den BUND am Oberrhein mit Stolz, denn grenzüberschreitend gemeinsam haben wir schon 1995 gegen die französischen Atomwaffentests auf dem Mururoa-Atoll protestiert. 2017 stellen wir die Frage, warum sonnenreiche Staaten wie die Türkei, Saudi-Arabien, Jordanien, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate extrem teure, neue AKW bauen wollen. Geht es tatsächlich um den teuren Atomstrom oder um einen Machtzuwachs nach nordkoreanischem Vorbild? Die wiederbelebte Idee der Verbreitung von vielen kleinen und großen AKW auf der Welt ist ein globales Selbstmordprogramm und ein atomarer Alptraum. Atomkraftwerke sind Diktators und Terrorists Liebling. Der aktuelle Alptraum der nordkoreanischen Atombewaffnung würde durch den weltweiten Export von neuen AKW in Spannungsgebiete und von "schönen, kleinen Thoriumreaktoren" in's Unendliche vergrößert.


Der erste Schwarzwald - Wolf wurde erschossen.
Es gibt Menschen, die bedrohte Tiere besonders dann lieben, wenn diese weit genug von Deutschland entfernt leben (Rettet die Wale & Nashörner). Doch unser badisches Nashorn ist der Wolf. Für ihn tragen wir Verantwortung.
Der erschossene Wolf zeigt eines deutlich: Die Wiederkehr und das Erstarken steinzeitlichen Denkens in einer Gesellschaft, in der alle scheinbaren "Fraßfeinde" gnadenlos bekämpft werden. Doch im Gegensatz zum Märchen frisst heute nicht der Wolf die "sieben Geißlein", sondern der Straßenverkehr, der Feinstaub, der Klimawandel, die Neonicotinoide und die Atomkraft.

Auch die alten, gefährlichen Atomkraftwerke in Fessenheim, Beznau und Leibstadt
haben uns intensiv beschäftigt und mit Öffentlichkeitsarbeit, Flyern, Internetkritik, Demos, Newslettern und frechen Kleinanzeigen erhöhen wir den Abschaltdruck.



Die alte "Mona Lisa" mit Anti-Atom-Anstecker wurde zum Motiv für unser schönes neues Plakat, das Sie im BUND-Büro oder im Shop erhalten. Wir hoffen irgendwann mal keine Fessenheim-Plakate mehr drucken zu müssen. Aber wir hoffen nicht nur, wir tun auch etwas.

Das Wetter der letzten Jahrzehnte
brachte eine Vorahnung des Klimawandels am Oberrhein in Südbaden & Freiburg und war geprägt von vielen Extremwetterereignissen. Große Hitze, drückende Schwüle, heftige Gewitter, Starkregen, lange Trockenphasen, Temperaturschwankungen... brachten Mensch und Natur in Stress und Einbußen in der Landwirtschaft. Das Zwei-Grad-Ziel ist der verzweifelte Versuch, die globale Erwärmung auf weniger als zwei Grad Celsius gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung zu begrenzen. Am Oberrhein wurde diese Zwei-Grad-Marke schon überschritten. Es besteht also durchaus die Möglichkeit, dass aus zukünftigen globalen zwei Grad mehr, vier Grad zusätzlich am Oberrhein werden. In der schwül-heißen Rheinebene hat sich die Anzahl der Sommertage, also der Tage mit über 25 Grad, etwa in Karlsruhe von rund 30 auf heute 60 verdoppelt und wird weiter ansteigen.
Wissenschaftler wie Eberhard Parlow, Klimaexperte der Universität Basel, gehen davon aus, dass in den nächsten 80 Jahren die Jahresdurchschnittstemperatur im Oberrheingraben im Vergleich zu heute noch mal um 3,5 bis vier in den Städten sogar um bis zu fünf Grad Celsius steigen wird. Diese schlechten Aussichten waren Grund genug zur "Klima-Krisen-Region Oberrhein" eine Internetseite und einen Flyer zu erstellen.

Erfreuliche grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Alsace Nature
Der BUND und die Umweltbewegung am Oberrhein standen und stehen für einen trinationalen, toleranten, weltoffenen Heimatbegriff in der Tradition von Rene Schickelé, Albert Schweitzer und Walter Mossmann und wir arbeiten gut mit der schweizer und der französischen Umweltbewegung zusammen. Besonders intensiv ist die BUND-Zusammenarbeit mit unserer elsässischen Schwesterorganisation Alsace Nature. Die Vorstände haben sich 2017 zweimal zum intensiven Austausch getroffen und es gibt eine jährliche gemeinsame Naturschutz-Exkursion. Eines von vielen Beispielen für die gute Zusammenarbeit war die gemeinsame französisch-deutsche Presseerklärung zu den Umweltplaketten. Beide Verbände begrüßen diesen Fortschritt bei der Luftreinhaltung. Dennoch fordern wir die schnelle Einführung von europäischen Lösungen und von europaweit einheitlichen Plaketten. Angesichts einer zunehmenden Zahl von unterschiedlichen Plaketten und Regelungen wird es gerade für die Menschen im Grenzgebiet immer schwieriger und komplizierter, Städte und Gemeinden im Nachbarland zu besuchen. Sinnvoller Umweltschutz darf nicht zu Insellösungen und zu einer neuen europäischen Kleinstaaterei führen.

Erfolg: Elz-Renaturierung
Seit über zwei Jahrzehnten gibt es beim BUND am südlichen Oberrhein einen Traum. Am Anfang stand der jahrzehntelange, erfolgreiche Kampf um eine bessere Wasserqualität der Gewässer am Oberrhein. Danach konnten wir die Renaturierung der zu gerade gestreckten Kanälen geronnenen Bäche am Oberrhein, von Elz, Dreisam, Kinzig, Glotter angehen... Wir hatten den frühen Traum von naturnahen Bächen und grünen, naturverbindenden Bändern von den Rheinauen zum Schwarzwald.

Wenn jetzt an der Elz
zwischen Köndringen und Riegel wieder Dämme zurückverlegt wurden , wenn aus den "Bach-Autobahnen Elz und Dreisam" auf ersten Teilstücken mäandernde Bäche mit Kiesbänken und Auen geworden sind, wenn der Lachs zurückkehren kann, dann hat das auch damit zu tun, dass aus dem Traum auch eine ständig wiederholte BUND-Forderung an die politisch Verantwortlichen wurde. Die neuen Natur-Flächen sind schön und wertvoll und dennoch immer auch erkennbar "Reparatur" und wir wissen, dass gerade jetzt mit europäischen Geldern in Südosteuropa die letzten frei fließenden Flusssysteme zerstört und die alten Fehler der Vergangenheit wiederholt werden. So ist das Glas halb voll und halb leer, aber ohne den Druck des BUND wäre es ganz leer...

Eines der ganz großen, regionalen, europäischen Natur- und Umweltprobleme
sind die fehlenden Fischtreppen an den alten, längst abgeschriebenen drei Rheinkraftwerken im Elsass. Das SWR-Fernsehen berichtete über die Aktivitäten von uns und Alsace Nature, den Rhein wieder durchlässig zu machen. Wir erhöhen den Druck, damit der Rhein für den Lachs wieder passierbar gemacht wird und fordern Fischtreppen bei Rhinau, Marckolsheim und Vogelgrün.

Wir freuen uns, dass 2017 das Biosphärengebiet Schwarzwald
von der UNESCO anerkannt wurde. Doch uns ist aufgefallen, dass bei den Feierlichkeiten und den offiziellen Reden das Wort "Natur" fast nicht vorkam. Dem BUND geht es um die bedrohte Natur und nicht um ein "Biosphärengebiet Schwarzwald" bei dem nur Zuschüsse und Wachstum im Vordergrund stehen.

Auch die nur scheinbar „kleinen“ Themen greifen wir auf.
In Endingen wird ein Biotop der bedrohten Großen Teichmuschel durch die Trockenlegung eines Sees gefährdet und der BUND wurde von Anwohnern informiert. Wir haben das Landratsamt eingeschaltet und die stark bedrohte Art wurde umgesiedelt.

Trotz aller wichtigen und manchmal auch bedrohlichen, regionalen Umwelt- und Naturschutzproblemen
müssen wir immer wieder daran erinnern, dass die größte menschengemachte Umweltkatastrophe der Hunger ist. Nach Angaben der Vereinten Nationen ist die Zahl der Hungernden erstmals seit Jahren wieder gestiegen; um 38 Millionen auf 815 Millionen.

Gemeinsam mit unseren Aktiven in den regionalen BUND-Gruppen arbeiten wir an unseren örtlichen Umwelt- und Naturschutz-Themen und verlieren dabei aber niemals den Blick auf die großen weltweiten Probleme.

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer




Unsere BUND-Kleinanzeigen im Wahlkampf 2017



Ungeordnete Materialsammlung 2017:






Demokratie, Freiheit & AfD


Mit 12,6 % ist die AfD, die rechtsradikale Partei der wirtschaftsliberalen Egoisten, AKW-Befürworter und Klimawandelleugner in den Bundestag gewählt worden. Und das in einer Zeit, in der es Deutschland wirtschaftlich (noch) gut geht und in der die AfD noch keinen populären "Führer" hat. Wohin steuert unser Land, wenn die absehbaren Krisen eines dauerhaft nicht nachhaltigen, zutiefst zerstörerischen Wirtschaftssystems tatsächlich Realität werden? Die globale Zunahme von Nationalismen erhöht die Krisen und Kriegsgefahr. Umweltschutz & Nachhaltigkeit gibt es immer nur zusammen mit Demokratie, Toleranz und Freiheit.
Aufklärung wäre der Ausgang des Menschen aus der selbst verschuldeten Unmündigkeit gewesen.

Infos zur :AfD: Atompartei, Kohle- und Pro-Klimawandelpartei

  • Herzlichen Glückwunsch aus dem "großen" Kanton in die Schweiz!
    58,2 Prozent der SchweizerInnen stimmten am 21.5.17 für das neue Energiegesetz!
    Nur 41,8 Prozent der Stimmbevölkerung lehnt ein AKW-Verbot, erneuerbare Energien und mehr Energieffizienz ab.
    Ein vorsichtiger, richtiger Schritt in die richtige Richtung! Jetzt sollten nur noch die Uralt-AKW schnell abgestellt werden.

  • "Das Jahr 2016 war global das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im 19. Jahrhundert. Darin stimmen sämtliche Datensätze der Oberflächentemperaturen überein.[...] Die globale Erwärmung schreitet also immer weiter voran – wer sich Hoffnungen auf eine Verlangsamung gemacht hat, ist Wunschdenken erlegen. Drei Rekordjahre in Folge (2014, 2015 und 2016) hat es noch nie gegeben. Laut NASA hat unser Planet 16 seiner 17 wärmsten Jahre seit 2001 erlebt."
    Quelle: Stefan Rahmstorf, 20. Januar 2017

  • Am 20.5.17 war mal wieder ein lesenswerter Beitrag zum Vogelsterben in der Zeitung " Der Sonntag".
    Leider endete der Beitrag mit dem folgenden liebenswerten Rat gegen das große Sterben aktiv zu werden:
    "Gärten vogelfreundlicher gestalten– und auf Umweltchemikalien verzichten."
    Das ist gut & hübsch & lokal auch sinnvoll, aber es wird das Insektensterben & das Vogelsterben nicht beenden.
    Wir müssen, wie damals bei DDT, den Konzernen massiv auf die Finger schlagen.
    Insektensterben - Bayer, Monsanto & Syngenta: Eine Rede beim „March against Monsanto & Syngenta“ am 20. Mai 2017 in Basel



  • Unsere Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will mehr Geld für die Rüstung, auch weil der Rüstungslobbyist und US-Präsident Trump es so will. Der deutsche Verteidigungshaushalt soll massiv aufgestockt werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel bekannte sich nach den deutsch-polnischen Regierungskonsultationen ausdrücklich zu dem Nato-Ziel, zwei Prozent für das Militär auszugeben. Deutschland liegt zurzeit bei 1,2 Prozent - bis 2020 soll der Verteidigungsetat von 34,3 auf 39,2 Milliarden Euro steigen. Um das Zwei-Prozent-Ziel zu erreichen, müsste Deutschland aber mehr als 60 Milliarden Euro für das Militär ausgeben.
    Friedenssicherung erreichen wir nicht durch Aufrüstung, sondern durch mehr Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Gerechtigkeit. Investitionen in den Klimaschutz sind Friedenssicherung.

    Mehr Infos zu Krieg & Frieden

  • Das große aktuelle Naturschutz-Problem, nicht nur in Südbaden
    Wir erleben es zur Zeit auch in Südbaden immer öfter, dass Einzelpersonen, Naturnutzer und Gruppen in den großen Topf der Ökologie hineingreifen, sich eine einzelne Art herausholen und darauf ihre Argumentation aufbauen. Doch Ökologie ist mehr, Ökologie ist immer auch die Lehre von den Zusammenhängen.

  • Leserbrief TENNENBACHER TAL


    Zum Artikel „Verbote über Bord geworfen“in der Ausgabe vom 19.Februar im "Sonntag"

    Eine „Niemann-Trasse“ im Wald lehnen wir ab
    In dem Beitrag sagte Ex-Bürgermeister Niemann, dass der BUND „zum Befürworter des jetzt geplanten Ausbaus mutiert“ sei. Diese Aussage bietet eine gute Möglichkeit, einmal die unterschiedlichen Positionen in diesem Konflikt um eines der schönsten Täler im Landkreis zu verdeutlichen. Die Vorstände des BUND auf Kreis- und regionaler Ebene beschäftigen sich
    schon lange mit der Bedrohung durch die ursprünglich sehr technokratischen Planungen. Gemeinsam mit vielen anderen Umweltverbänden haben wir uns des Themas angenommen, und der kontinuierliche Druck hat tatsächlich auch schon kleine Fortschritte gebracht. Die Forderung von Herrn Niemann, die alte Tal-Straße ganz zu entfernen und durch eine neue Straße im Wald zu ersetzen, wollen wir allerdings aus Naturschutzgründen nicht mittragen. Diese Maximalforderung und der menschliche Umgang haben nicht nur die ehemalige Sprecherin der Bürgerinitiative zum Rückzug aus der BI bewogen. Herr Niemann hat in den letzten Jahren leider immer mehr Gleichgesinnte vor den Kopf gestoßen. Eine lokale BI darf selbstverständlich auch die Forderung nach einem generellen Wegfall der Leitplanken im Wasserschutzgebiet stellen. Doch der BUND ist für Denkmalschutz und gleichzeitig auch für Grundwasserschutz. Wenn sich die hässlichen Leitplanken aus Gründen des Trinkwasserschutzes tatsächlich nicht verhindern lassen, dann sollten sie nach unserer Ansicht zumindest durch „leitplankenhohe“ kleine Hecken versteckt werden. Das wäre zwar „nur“ ein Kompromiss, aber Trinkwasserschutz ist uns wichtig. Als BUND sind wir es gewohnt, gut mit anderen Gruppen zusammen zu arbeiten, auch wenn die Wege zum Ziel manchmal unterschiedlich sind. Wenn unterschiedliche Wege zum Ziel aber sofort zu einem „Verrat“ umgedeutet werden, dann ist das nicht unser Stil. In Sachen Tennenbacher Tal stehen wir für kluge Kompromisse, die neben dem Schutz der Kapelle, des Grundwassers und der Landschaft auch die Interessen der Menschen in Freiamt berücksichtigen. Eine ganz neue Niemann-Trasse oben im Wald lehnen wir ab.

    RENATE HUND, BUND-KREIS-VORSTAND EMMENDINGEN,
    MARTIN BAYER, BUND-ORTSVEREIN VÖRSTETTEN


  • Ab dem 1.1.2017: Gigaliner - Verkehrspolitisch dumm, umweltpolitisch schädlich & ein Kniefall vor der mächtigen PKW - LKW Lobby

    Ein Verkehrsminister, der glaubt, mit Riesen-LKW etwas für die Umwelt und das Klima zu tun, der löscht sein Lagerfeuer auch mit Benzin.
    Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer

    Gigaliner: Verkehrspolitisch dumm, umweltpolitisch schädlich & ein Kniefall vor der mächtigen PKW LKW- Lobby
    Die in Berlin immer mitregierende Automobillobby will die neuen, schweren und langen LKW auf die Straße bringen und der Cheflobbyist, mautpolitische Kleinstaatler, Autobahn-Privatisierer und Verkehrsminister Dobrindt setzt dies zum Jahreswechsel 2016/2017 durch. Ab dem 1.1.2017 dürfen 25,25 Meter lange und (vorläufig noch) bis zu 44 Tonnen Gesamtgewicht schwere Lastwagen auf einem 11.600 Kilometer langen, festgelegten Straßennetz fahren. Der "Probebetrieb" diente nur der Durchsetzung des fest geplanten "Normalbetriebes". Die Anhebung der Gewichtsbeschränkung nach dem Prinzip der Salamitaktik ist absehbar. Ein Spediteur kauft keinen teuren Giga-Lkw, der 60 Tonnen laden kann, um sich auf die erlaubten 44 Tonnen zu beschränken. Info



  • Der Multimillionär, Umweltzerstörer und Klimawandelleugner Donald Trump wurde am 20. Januar 2017 als US-Präsident vereidigt. Gibt es "eine bessere Wahl" die den herrschenden Zeitgeist und den höchsten der westlichen Werte, die GIER, perfekter verkörpert?


  • Auch in diesem Jahr versuchen wir wieder mit unseren frechen Kleinanzeigen in der BZ, regionale Umwelt- und Naturschutzthemen aufzugreifen.
  • Jeden Tag werden 3 bis 4000 Internetseiten unserer regionalen BUND-Homepage aufgerufen und unglaublich viele Menschen informieren sich.






"Wer trägt die Verantwortung für den Tod Hunderttausender Menschen in dem seit Jahren tobenden Bürgerkrieg?", fragt die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG: "Ja, Syriens Diktator hat viel Blut an den Händen. Keine Frage. Jedoch dürfen westliche Führer wie US-Präsident Barack Obama nicht ihre Hände in Unschuld waschen. Fakt ist: Weder Assad noch Russlands Präsident Putin oder der schiitische Gottesstaat Iran waren die Hauptaggressoren in der syrischen Tragödie. Es sind sunnitische Rebellengruppen gewesen, die dem Regime in Damaskus den Krieg erklärt hatten, darunter vielfach Extremisten und Terroristen vom Schlage der Al-Kaida. Doch wer hat aus ihnen demokratische Freiheitskämpfer gemacht? Sie ermutigt, den Krieg gegen Assad zu führen? Und sie mit Waffen beliefert? Es waren Präsident Obama, etliche europäische Regierungschefs und die Despoten der Golfstaaten, die den Sturz des Regimes gefordert haben", merkt die N.O.Z. an.
Quelle: Presseschau Deutschlandfunk vom 15.12.16



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Dieser Artikel wurde 400 mal gelesen und am 19.11.2017 zuletzt geändert.