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2018 Umweltpolitischer Rückblick auf das Jahr (Südbaden, Elsass, Oberrhein & Rest der Welt)

01.01.2018

2018 Umweltpolitischer Rückblick auf das Jahr (Südbaden, Elsass, Oberrhein & Rest der Welt)


Hier entsteht nach und nach ein umweltpolitischer Rückblick auf das Jahr 2018. Noch ist das Ganze eine "fählärhafte" Textbaustelle und Ideensammlung.

Hier geht´s zu aktuelleren Umweltpolitischen Jahresrückblick 2017: Mensch, Natur und Umwelt[/link]
Aktueller Einschub 22.3.18:

Das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn der Welt ist tot.


Es ist gut und wichtig, dass sich Medien und Öffentlichkeit verstärkt mit Themen wie der Ausrottung der Nashörner in Afrika und Asien beschäftigen. Doch unsere "badischen Nashörner" sind Wolf, Luchs, Wildkatze und Schmetterlinge. Für sie tragen wir Verantwortung.

Fünf Mal gab es in den vergangenen 540 Millionen Jahren gewaltige Artensterben, so zeigen Fossilienfunde. Forscher sehen eine aktuelle, menschengemachte, sechste Welle in vollem Gange. Allein seit dem Jahr 1500 seien mehr als 320 terrestrische Wirbeltiere ausgestorben, die Bestände der verbliebenen seien im Schnitt um ein Viertel geschrumpft, schreiben Wissenschaftler um Rodolfo Dirzo von der Stanford University in der Zeitschrift "Science". Nach einem Bericht der Vereinten Nationen zur Artenvielfalt sterben bis zu 130 Tier- und Pflanzenarten täglich aus.
Der Mensch im Anthropozän hat auf die Artenvielfalt also langfristig eine "ähnlich verheerende" Wirkung wie der große Meteor-Einschlag vor 65 Millionen Jahren.

Verheerende Nachrichten zum Vogelsterben kommen gerade auch aus Frankreich:

"Unser ländlicher Raum wird zu einer Wüste." Mit diesen drastischen Worten kommentierte der französische Biologe Benoit Fontaine vom Nationalen Museum für Naturgeschichte
zwei Studien, die einen brutalen Rückgang von Vögeln der Agrarlandschaft beschreiben.

Ihre Zahl ist demnach in den letzten 15 Jahren durchschnittlich um ein Drittel zurückgegangen, bei manchen Arten sind die Verluste sogar noch gravierender: So verschwanden 70 Prozent der Wiesenpieper und zwei Drittel der Ortolane während dieser Zeit, bei den Rebhühnern beträgt der Rückgang sogar 80 Prozent (über einen Zeitraum von 23 Jahren). "Das hat ein Ausmaß erreicht, dass man bald von einer ökologischen Katastrophe sprechen kann", so Fontaine weiter.

Hier weiter lesen


Wegen massiver technischer Mängel war Block 1 des AKW Beznau seit 2015 abgeschaltet. Nach einem Entschied des ENSI wurde der Betrieb am 21.3.18 wieder aufgenommen.

Für diesen Entscheid sprechen drei Gründe:

  • Verantwortungslosigkeit
  • Dummheit
  • Gier


Mehr Infos: hier


Das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn der Welt ist tot.
Es ist gut und wichtig, dass sich Medien und Öffentlichkeit verstärkt mit Themen wie der Ausrottung der Nashörner in Afrika und Asien beschäftigen. Doch unsere "badischen Nashörner" sind Wolf, Luchs, Wildkatze und Schmetterlinge. Für sie tragen wir Verantwortung.

Fünf Mal gab es in den vergangenen 540 Millionen Jahren gewaltige Artensterben, so zeigen Fossilienfunde. Forscher sehen eine aktuelle, menschengemachte, sechste Welle in vollem Gange. Allein seit dem Jahr 1500 seien mehr als 320 terrestrische Wirbeltiere ausgestorben, die Bestände der verbliebenen seien im Schnitt um ein Viertel geschrumpft, schreiben Wissenschaftler um Rodolfo Dirzo von der Stanford University in der Zeitschrift "Science". Nach einem Bericht der Vereinten Nationen zur Artenvielfalt sterben bis zu 130 Tier- und Pflanzenarten täglich aus.
Der Mensch im Anthropozän hat auf die Artenvielfalt also langfristig eine "ähnlich verheerende" Wirkung wie der große Meteor-Einschlag vor 65 Millionen Jahren.


Verheerende Nachrichten zum Vogelsterben kommen gerade auch aus Frankreich:
"Unser ländlicher Raum wird zu einer Wüste." Mit diesen drastischen Worten kommentierte der französische Biologe Benoit Fontaine vom Nationalen Museum für Naturgeschichte zwei Studien, die einen brutalen Rückgang von Vögeln der Agrarlandschaft beschreiben.

Ihre Zahl ist demnach in den letzten 15 Jahren durchschnittlich um ein Drittel zurückgegangen, bei manchen Arten sind die Verluste sogar noch gravierender: So verschwanden 70 Prozent der Wiesenpieper und zwei Drittel der Ortolane während dieser Zeit, bei den Rebhühnern beträgt der Rückgang sogar 80 Prozent (über einen Zeitraum von 23 Jahren). "Das hat ein Ausmaß erreicht, dass man bald von einer ökologischen Katastrophe sprechen kann", so Fontaine weiter.

Hier weiter lesen: Spektrum



Den größte aktuelle Naturschutz-Konflikt am Oberrhein gibt´s gerade um das IRP
Er erinnert teilweise an den großen Konflikt um den Nationalpark Nordschwarzwald mit ähnlichen "Fronten".
Von Montag, 19., bis Samstag, 24. März, findet in der Lazarus-von-Schwendi-Halle in Burkheim der Erörterungstermin für den geplanten Hochwasserrückhalteraum Breisach/Burkheim statt.

Zu diesem wichtigen Thema gibt es sehr unterschiedliche Sichtweisen:
  • hier: Alsace Nature, AK-Wasser, BUND, NABU, Aueninstitut und Bundesverwaltungsgericht
  • hier Bürgerinitiativen, CDU, FDP, Bauernverband und (immer still aber mächtig im Hintergrund) die Kiesindustrie
  • hier Hier Ein kurzer, sehenswerter Film des Regierungspräsidiums Freiburg zum IRP auf Youtube


Warum wird Reaktor 2 in Fessenheim trotz hohem Risiko für die Bevölkerung wieder „hochgefahren“?
Im ältesten Atomkraftwerk Frankreichs, in Fessenheim, stand Reaktor 2 wegen massiver technischer Mängel aus Sicherheitsgründen 21 Monate still.
Der Hochrisikoreaktor darf jetzt wieder hochgefahren werden. Ein Grund für die Entscheidung ist ein Bericht der Firma Framatome, die als Anbieter von Atomtechnik zur EdF-Gruppe gehört. Leider ist die "Kontrollbehörde" ASN nicht neutral.

Nach Ansicht von BUND-Geschäftsführer Axel Mayer gibt es einen zentralen Grund für die dieses riskante Manöver:
Beide Fessenheimer Reaktoren müssen (auch) aus technisch-politischen Gründen abgestellt werden. Jetzt wird um mögliche Entschädigungen gepokert. Für einen dauerhaft abgestellten Reaktor können die Betreiber keine so hohen Entschädigungen fordern, wie für ein „klapprig laufendes“ Atomkraftwerk.
Um langfristig höhere Entschädigungen zu bekommen, wird jetzt sehenden Auges dieses Risiko für die Bevölkerung in Kauf genommen.
Für die riskante Wiederinbetriebnahme spricht eigentlich nur die Gier der Betreiber.



Toll!


Das Jahr 2018 hat gerade erst begonnen, doch schon hat Herr Trump das Zitat des Jahres geliefert:
Sein "Atomknopf", ließ der Präsident den nordkoreanischen Diktator und die Welt wissen, sei "much bigger & more powerful", viel größer und wirkmächtiger als der von Kim...



Union und SPD haben nach Presseberichten das deutsche Klimaschutzziel gleich zu Beginn der Koalitionsgespräche gekippt. Eine Verringerung des CO2-Ausstoßes um 40 Prozent bis 2020 sei unerreichbar... Die Macht der Kohlelobby ist ungebrochen.




Am 04. Februar 2018 findet bei Fessenheim ein Protestkonzert statt. Weitere Infos Hier

Fessenheim-Abschaltung am Sankt-Nimmerleinstag?


Das unglaubliche hin & her der Abschaltdebatte ist unerträglich und verstärkt die Politikverdrossenheit. Wir glauben dann an die Abschaltung von Fessenheim, wenn abgeschaltet ist! Bis zu diesem Tag wird sich der BUND engagieren.
  • Fessenheim - Banner, Aufkleber, Plakate, Flyer, Anstecker, Fahnen & Infos gibt´s hier
  • Eine Einschätzung zur Abschalt-Debatte von BUND-Geschäftsführer Axel Mayer gibt´s hier







Das Hochwasser im Schwarzwald und an der Elz und Dreisam in der ersten Woche im Januar 2018, zeigte auch den wichtigen zweiten Aspekt der Renaturierung unserer Flüße, den Hochwasserschutz. Zumindest ein kleiner Teil des Hochwassers wird zurückgehalten und gebremst. Angesichts der sichtbaren Erfolge für Mensch und Natur ist der Widerstand gegen die Renaturierung anderer Flußabschnitte und gegen die ökologischen Aspekte des Integrierten Reinprogramms immer unverständlicher.


Hitzerekord!


Das vergangene Jahr 2017 hat einen Rekord aufgestellt: Es war das wärmste Jahr seit Beginn der Industrialisierung ohne El-Niño-Phänomen - dieses sorgt alle paar Jahre für einen Wärmeschub aus dem Meer. Zugleich war 2017 das zweitwärmste Jahr seither überhaupt.
Das berichtet das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage ECMWF, das als erstes Institut die meteorologischen Daten des vergangenen Jahres ausgewertet hat.


Die "klügeren und geschickteren" deutschen Klimawandelleugner
(z.Bsp. die Wildtierstiftung) in Deutschland beginnen gerade ihre Argumentation zu ändern.
Der Klimawandel lässt sich eigentlich nicht mehr leugnen. Die jetzigen Kampagnen versuchen einfach nur von den tatsächlichen Ursachen abzulenken und stellen den Klimawandel als etwas "Positives" dar. Die Kampagnen dienen der Gefahrzeitverlängerung von Kohleverstromung und Ölverschwendung. Das Ziel der Lobby ist der Kampf gegen die Energiewende und gegen zukunftsfähige Energieerzeugungsanlagen.

"Die Kernfrage ist […] nicht, wie Protest zu vermeiden ist, sondern wie wir Protest managen können“. So formulierte Dr. Sebastian Schwark von der PR-Agentur Hill & Knowlton die Aufgabe für Unternehmen der Energiewirtschaft.


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Dieser Artikel wurde 207 mal gelesen und am 15.4.2018 zuletzt geändert.