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2018 Umweltpolitischer Rückblick auf das Jahr (Südbaden, Elsass, Oberrhein & Rest der Welt)

01.01.2018

2018 Umweltpolitischer Rückblick auf das Jahr (Südbaden, Elsass, Oberrhein & Rest der Welt)


Hier entsteht nach und nach ein umweltpolitischer Rückblick auf das Jahr 2018. Noch ist das Ganze eine "fählärhafte" Textbaustelle und Ideensammlung.

Hier geht´s zum letzten Umweltpolitischen Jahresrückblick 2017: Mensch, Natur und Umwelt

Das Jahr 2018 war für den BUND am Oberrhein ein Jahr mit Erfolgen und Niederlagen
Es war erneut ein schwieriges Jahr

Wir leben in Zeiten, in denen Demokratie, Freiheit und Frieden in der Welt, in Europa aber auch bei uns zunehmend gefährdet sind. Gerade in solchen Zeiten muss sich auch die Zivilgesellschaft zu Wort melden und sich für Demokratie, Freiheit, Frieden, Nachhaltigkeit, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Pressefreiheit, soziale Gerechtigkeit und die Werte der Aufklärung einsetzen. Der BUND am südlichen Oberrhein ist Teil dieser wertebewahrenden Zivilgesellschaft. Naturschutz, Umweltschutz & Nachhaltigkeit brauchen einen demokratischen Rahmen. Der unglaubliche Dieselskandal zeigte die demokratiegefährdende Macht einiger Konzerne. Wir haben auf das Ende des der bisher vorletzten Weltkriegs vor hundert Jahren zurückgeschaut und denken an vergangene und kommende Kriege für Öl, an amerikanische Atomwaffen in Büchel und an einen verhaltensoriginellen amerikanischen Präsidenten am roten Knopf... Das Jahr war geprägt von einer perfekt inszenierten Aufrüstungskampagne. Um das "Zwei-Prozent-Ziel" zu erreichen, müsste Deutschland in Friedenszeiten die Rüstungsausgaben verdoppeln und insgesamt mehr als 80 Milliarden Euro (80.000.000.000) für das Militär ausgeben. Es passt in die zeitgemäßen Durchsetzungsstrategien, dass Parteien und Rüstungslobby lieber von 2% reden, als von jährlich 80 Milliarden Euro.

Der Sommer 2018 war extrem heiß und trocken,
ein "Jahrhundertsommer", wie wir ihn zwischenzeitlich auf Grund des Klimawandels in immer kürzeren Abständen erleben.
Der Schwerpunkt der Hitze-Berichterstattung in den deutschen Medien im Juli 2018 waren die Forderungen der Landwirtschaftsverbände nach Entschädigung. Doch der BUND am Oberrhein erinnerte auch an die anderen Folgen der Hitze und Trockenheit. Auch wenn die Hitze und ihre Auswirkungen in Deutschland nicht ganz an das Jahr 2003 heranreichten, so starben auch im Jahr 2018, auf Grund der Hitze, Menschen (nicht nur) in Alten- und Pflegeheimen und doch ist das menschliche Leid bisher (fast) kein Thema für die Medien. Kleinwüchsige Maispflanzen und tote Fische lassen sich einfach besser fotografieren als das stille Sterben in den Altersheimen.

Klimawandel bringt Waldsterben
Noch zwei, drei solche Hitzesommer und Trockenjahre wie im Jahr 2018 und wir werden den Schwarzwald nicht wieder erkennen.
Wer heute mit offenen Augen (nicht nur) durch den Schwarzwald fährt und geht, erkennt massive, akute Waldschäden, die stark an die Schadbilder der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts erinnern. Es gibt mit zunehmender Tendenz immer mehr abgestorbene Einzelbäume und Baumgruppen, schüttere Wipfel von Laubbäumen, Fichten und Tannen mit starken Nadelverlusten. Die aktuellen massiven Waldschäden sind insbesondere auf den Klimawandel und seine Begleiterscheinungen (extrem trockene Jahre, Hitze, Zunahme von Schadinsekten ...) zurückzuführen. Gerade der Hitze- und Trockensommer 2018 hat zu einer Schwächung der Bäume und zur massiven Zunahme von Schadinsekten geführt. Der zunehmende Klimawandel wird die Situation der Wälder verschlechtern. Lange, trockene Sommer wie in diesem Jahr werden wahrscheinlicher. Der Ausstieg aus dem atomar- fossilen Energien und der Wechsel zu umweltfreundlichen Energiequellen könnte die Probleme lösen. Doch industriegelenkte und industrienahe Klimawandelleugner, Bürgerinitiativen gegen Windkraft und die Wildtierstiftung bekämpfen mit vorgeschobenen Naturschutzargumenten überall in Deutschland die umweltfreundlichen, zukunftsfähigen Energien. Wir erleben wie immer mehr Gruppen und Bürgerinitiativen mit vorgeschobenen Naturschutzargumenten vollkommen andere Ziele verfolgen.

Vor zwei Jahren haben wir bundesweit mit als Erste begonnen
mit Presse- und Internetarbeit und vielen kleinen Anzeigen auf das das stille Insektensterben und seine Ursachen aufmerksam zu machen. Zwei Jahre später und zehn Jahre nach der großen Bienevergiftung haben wir endlich auch erfreuliche Teilerfolge erzielt. Gegen den heftigsten Widerstand der Agrochemielobby ist es endlich gelungen zumindest drei besonders gefährliche Neonicotinoide zu verbieten. Der wichtige Streit um Neonics hat den kleinen BUND am Oberrhein im Jahr 2013 in einem massiven juristischen Konflikt mit dem Chemiegiganten Bayer viel Geld gekostet. Umso mehr freuen wir uns über den Erfolg für die Natur. Aber noch sind manche Neonics erlaubt und der BUND muss darauf achten, dass die Folgegifte nicht ähnlich problematisch sind. Wir freuen uns über den Teilerfolg, wissen aber genau, dass das alles noch lange nicht reicht um das regionale und globale Artensterben auch nur zu bremsen. Und mit Sorgen sehen wir die geschickten Ablenkungsmanöver der Agrochemielobby. Wir freuen uns über jeden blühenden Ackerrandstreifen, wissen aber auch, das ein spritzmittelvergifteter Blühstreifen eine hübsch anzusehende Todesfalle für Insekten ist.

Bitcoin: Gier und Stromverbrauch
In diesem Jahr waren wir der erste Umweltverband, der auf den den unglaublichen Energieverbrauch der Bitcoin-Gier aufmerksam gemacht haben. Die neue Kryptowährung dient der Gier einiger Menschen. Die immer komplizierter werdenden Berechnungen zur Erzeugung eines Bitcoins benötigen heute schon so viel Energie wie die Schweiz (vier AKW und Wasserkraft). Drei Viertel aller Bitcoins werden in der Volksrepublik China produziert, insbesondere der Inneren Mongolei, wo überwiegend extrem umweltbelastender Kohlestrom zum Einsatz kommt. Hält der Trend an, könnte die Kryptowährung Ende nächsten Jahres so viel Energie verschlingen wie derzeit alle Solaranlagen weltweit erzeugen. Es ist unsere BUND-Aufgabe auf solche Fehlentwicklungen aufmerksam zu machen.

Riskantes Trauerspiel Fessenheim
Das alte Atomkraftwerk im elsässischen Fessenheim soll nach den Worten von Frankreichs Umweltminister François de Rugy bis spätestens 2022 vom Netz gehen. Die Ankündigung des Herrn Umweltminister François de Rugy im französischen Rundfunk ist eine große Enttäuschung für den BUND und die trinationale Umweltbewegung am Oberrhein. Solche unverbindlichen Aussagen und die unerträgliche Verzögerung des Abschalttermins erinnern doch stark an die falschen, immer wieder gebrochenen Versprechungen des früheren Staatspräsidenten Hollande. In Sachen Atomkraft hat in Frankreich leider nicht die Regierung, sondern der Atomkonzern EDF das Sagen. Der politische Druck für eine schnelle Abschaltung der französischen und schweizer Risikoreaktoren in der Grenzregion darf nicht nachlassen. Mit zunehmender Sorge schauen wir auch auf die Pläne der Schweizer Atomlobby in Grenznähe ein Atommülllager zu realisieren. Die, im internationalen Vergleich, extrem dünnen Schichten Opalinuston am Hochrhein, eignen sich nicht Atommüll eine Million Jahre sicher zu lagern.

Ein Maisfeld auf der Landesgartenschau in Lahr
löste einen Streit zwischen uns und dem Landwirtschaftsamt Ortenau aus. Auf Tafeln wurde ausgerechnet die Monokultur Mais als tolles Biotop für bedrohte Arten dargestellt. Wir bezeichneten diese Infos als fake-news und schrieben, dass sich im Mais wohl eher der Maiswurzelbohrer, der Maiszünsler und das Wildschwein wohlfühlen. Die Presse hat erfreulich kritisch über diesen Konflikt berichtet.

Versalzenes Grundwasser
Neben Nitrat, Argrargiften und Altlasten ist insbesondere das Salz eines der großen Grundwasserprobleme in der Rheinebene.
Im Elsass wird gerade für unglaublich viel Geld die marode Giftmülldeponie Stocamine – Die „kleine Asse“ am Oberrhein, saniert. Die hohen Kosten wären den SteuerzahlerInnen erspart geblieben, wenn auf die frühe Kritik von Alsace-Nature und BUND-Regionalverband gehört worden wäre.
In Buggingen versalzt seit Jahrzehnten der Abraumhügel "Kalimanscharo" das Grundwasser. Eine Anzeige unseres BUND hatte vor vielen Jahrzehnten eine große Razzia und polizeiliche Durchsuchungsaktion bei der Kali und Salz AG ausgelöst. Vor 10 Jahren bestätigte ein Gerichtsurteil, die Verantwortung der Kali und Salz AG. Aus war es mit den Plänen die Sanierungskosten weg vom Konzern auf die SteuerzahlerInnen abzuwälzen. Doch mit zunehmendem Ärger müssen wir feststellen, das sich im Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald in Sachen Sanierung wenig tut. Die Behörde sollte endlich einmal in die Gänge kommen, den Salzberg sanieren und die Rechnung an die Kali und Salz AG senden.

Erfolge
Da ist das lang erkämpfte Teilverbot für Neonicotinoide. Der BUND hat mit dem Urteil vom 5.10.18 einen vorläufigen Rodungsstopp im Hambacher Forst erreicht. Das Urteil sagt nichts über die Zukunft des Hambacher Forsts. Es ist aber ein kleiner Schritt zur Entschleunigung der globalen Zerstörungsprozesse. Die nächsten Generationen im Klimawandel werden wissen, wer in diesem Konflikt die Guten und wer die Anderen waren. Auf unserer kleinen regionalen Internetseite www.bund-rvso.de waren täglich über 6000 unterschiedliche BesucherInnen und wir haben über 3000 Nistkästen verkauft. So arbeiten wir mit Ihrer Unterstützung an den kleinen und großen Umwelt- und Naturschutzthemen in Südbaden und der Welt und sind manchmal verzagt und manchmal erfreut.


Axel Mayer, BUND Geschäftsführer
(Text im frühen, fehlerhaften Entwurfsstadium)











Hambacher Forst: Was tun?



Erfreulicher Teilerfolg
Der BUND hat mit dem Urteil vom 5.10.18 einen vorläufigen Rodungsstopp im Hambacher Forst erreicht. Das Urteil sagt nichts über die Zukunft des Hambacher Forsts. Es ist aber ein kleiner Schritt zur Entschleunigung der globalen Zerstörungsprozesse. Die nächsten Generationen im Klimawandel werden wissen, wer in diesem Konflikt die Guten und wer die Anderen waren.
Axel Mayer


Nach der Hambach-Demo
sollten wir auch um die von Kohlelobbyisten und Klimawandelleugnern bedrohte Energiewende vor unserer Tür kümmern.
Industriegelenkte und industrienahe Klimawandelleugner & Bürgerinitiativen und die Wildtierstiftung bekämpfen überall in Deutschland die umweltfreundlichen, zukunftsfähigen Energien. Wenn die RWE sich mit einer Anti-Windkraftkampagne in den hessischen Wahlkampf einmischen würde, dann würde jeder die Zusammenhänge erkennen. Dieser Propaganda-Job ist schon lange an Vorfeldorganisationen der Konzerne ausgelagert. Aktuell läuft der Werbespot "Keine Windkraft im Wald" in allen hessischen Kinos.

anbieteRWEchseln
Jede verhinderte umweltfreundliche Energieerzeugungsanlage verlängert die Gefahrzeit von Kohle- und Atomkraftwerken und vergrößert die Gewinne von RWE & Co. Das empfindlichste Körperteil der Kohlebarone ist der Geldbeutel. Wechsle zu einem Ökostromanbieter!
RWE hat alle Stromverträge - mit mehr als sechs Millionen Endkunden allein in Deutschland - in die Tochterfirma Innogy ausgelagert. Wer ein Zeichen gegen die Abholzung in Hambach setzen möchte, könnte also seinen Innogy-Stromvertrag kündigen.


  • Hier gibt´s Klimaschutzbanner für Demo & Balkon.
  • Hier gibt´s Infos zum Konflikt um den Hambacher Forst.




Maisstreit


Auf der Landesgartenschau in Lahr wurde Mais als tolles Biotop für bedrohte Arten präsentiert. Wir reagierten mit einer kritischen Presseerklärung. Ein darauf folgender kritischer Medien-Beitrag zeigte auf, dass die Schilder vom Landwirtschaftsamt stammten. In einer erneuten PE warfen wir daraufhin dem Landratsamt "fake-news" vor. Darauf reagierte auch das Landratsamt mit einem Hauch Selbstkritik. Das alles führte im Ortenaukreis zu erfreulich kritischen Medienreaktionen. Und wo bleibt der Erfolg? Ich denke, dass zukünftig keine regionale Behörde mehr ähnliche "Mais-fake-news" verbreiten wird. Doch so etwas funktioniert nur, wenn wir uns weiter engagieren und uns nicht nur ärgern, sondern auch wehren.
Mehr Infos: hier


Hitzesommer & Klimawandel 2018: Menschensterben - Fischsterben - Ausfälle in der Landwirtschaft...


Im Jahr 2018 erleiden wir erneut einen Hitzesommer, einen "Jahrhundertsommer", wie wir ihn zwischenzeitlich auf Grund des Klimawandels in immer kürzeren Abständen erleben.
70.000 Todesopfer in Europa brachte der Hitze-Sommer 2003. Er war die opferreichste Naturkatastrophe der letzten 40 Jahre weltweit und er ähnelte dem Hitzesommer 2018. Wir müssen den menschengemachten Klimawandel ernst nehmen und fragen warum CO2 & Flugbenzin nicht besteuert werden & warum mit neuen Autobahnen und dem Flugplatzausbau dauerhaft klimafeindliche Strukturen geschaffen werden. Wir müssen Druck machen, wenn die klimafeindliche Bitcoin-Gier in Kürze so viel Energie frisst, wie alle Photovoltaikanlagen weltweit erzeugen.
Mehr Infos:


http://www.bund-rvso.de/mais-propaganda-greenwash.html

Bitcoin: Energieverbrauch, Stromverbrauch & Umweltzerstörung


Der Bitcoin ist eine digitale Mode-Währung, die Einzelnen satte Profite, aktuell aber auch massive Verluste gebracht hat. Bitcoins "entstehen" durch Mining. Dieses Mining ist ein Vorgang bei dem große Computer ein kompliziertes mathematisch kryptographisches Rätsel lösen müssen, das hohen Einsatz von Rechenleistung und somit extrem viel Strom braucht. Die notwendige Technik in Verbindung mit maximaler Gier führen dazu, dass der Energieverbrauch explodiert. Die Bitcoin-Blase hat erstaunliche Parallelen zur Tulpenzwiebel-Hysterie im Jahr 1636, allerdings mit negativeren Folgen für die Umwelt.
Mehr Infos: Bitcoin: Energieverbrauch, Stromverbrauch & Umweltzerstörung




Die Schwalben & Zugvögel


die es über die „Kochtöpfe des Südens“ zu uns geschafft haben, leiden unter Nahrungsmangel. Gerade jetzt in der Brutzeit brauchen fast alle Kleinvögel Insekten und Raupen. Vogelsterben ist Vogelverhungern und Insektensterben ist Insektenvergiftung. Mehr Infos zu den vielfältigen Ursachen des Vogelsterbens





Aufrüstung stoppen - Den Frieden bewahren!


Nichts gefährdet Mensch, Natur & Umwelt mehr als der Krieg. Aktuell erleben wir gerade wie ein neuer, zweiter Kalter Krieg organisiert wird und wir vergessen, dass wir und alles Leben auf diesem Planeten, den letzten Kalten Krieg nur durch einige glückliche Zufälle lebend überstanden haben...
Mehr Infos: Aufrüstung beim Nato-Gipfel: Deutschland, Nato, Russland, USA, China - Rüstungsausgaben im Vergleich



Hitzerekord!


2017 hat einen Rekord aufgestellt: Es war das wärmste Jahr seit Beginn der Industrialisierung. Auch am Oberrhein wird viel über Klimawandel diskutiert und in winzigen Nischen gibt es auch Fortschritte bei der Bekämpfung von CO2. Gleichzeitig wird der sechsspurige Ausbau der Autobahn A5 von Lobbyisten massiv vorangetrieben. In Zeiten des Klimawandels werden Strukturen geschaffen, die dauerhaft mehr CO2, Feinstaub und Lärm bringen und den Oberrhein zum unwohnlichen Transitland machen. Und die Umweltbewegung hält am Earth-Day Händchen mit den PolitikerInnen die den Klimawandel voran treiben.

2018
Das Jahr ist geprägt von wachsender globaler Kriegsgefahr und einer perfekt organisierten Kampagne für mehr Aufrüstung in Deutschland.

27.4.2018
Am 27.4.2018 hat die EU eine der zentralen Ursachen des Insektensterbens, die Neonicotinoide, leider nur zum Teil verboten. Fortan sind also zumindest Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid auf Äckern untersagt. Der Teil-Erfolg des BUND und der Umweltbewegung gegen das Insektensterben hat auch mit der 10 Jahre zurückliegenden Bienenvergiftung am Oberrhein zu tun.

Die Niederlage von Dieter Salomon bei der Oberbürgermeisterwahl im Mai 2018 und der Sieg von Martin Horn bei der OB-Wahl haben weit über Freiburg hinaus für Aufsehen gesorgt.
Die Stuttgarter Zeitung schrieb: "Aber das Desaster ausschließlich mit dem herben Charme des Amtsinhabers zu erklären, greift dann doch zu kurz. Es scheint so, als ob die Transformation der Grünen in eine CDU mit Faible für den Insektenschutz ihre Grenzen erreicht hat."


Der unberechenbare US-Präsident Donald Trump hat am 8.5.18 den Austritt seines Landes aus dem Atomabkommen mit dem Iran erklärt. Sanktionen, Drohungen, wechselseitige Drohgebärden, weltweite Anschläge auf jüdische Einrichtungen, die amerikanischen Kriege für Öl, der türkische Angriff auf Kurdistan, die perverse "Unterscheidung" von guten und bösen Diktaturen, der neue Kalte Krieg und der immer wieder eskalierende Konflikt um den Gazastreifen und Palästina - immer schneller dreht sich im Nahen Osten die Eskalationsspirale, die schon lange kein Kalter Krieg mehr ist. Militärschläge gegen iranische Atomanlagen und militärische Ziele, ja sogar ein "großer" Krieg gegen den Iran scheint angesichts der wechselseitigen Drohgebärden unausweichlich.


Der Rüstungsanteil am Bruttoinlandsprodukt in Deutschland liegt zurzeit bei 1,2 Prozent – bis 2020 soll der Verteidigungsetat weiter steigen und die perfekt gemachten PR-Kampagnen für mehr Aufrüstung laufen (fast) unwidersprochen.
Um das von Trump geforderte Zwei-Prozent-Ziel zu erreichen, müsste Deutschland aber mehr als 60 Milliarden Euro (60.000.000.000) für das Militär ausgeben. Es passt in die zeitgemäßen Durchsetzungsstrategien, dass Parteien und Rüstungslobby lieber von 2% reden, als von jährlich zusätzlichen über 25 Milliarden Euro (25.000.000.000).


Aktueller Einschub 22.3.18:

Das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn der Welt ist tot.


Es ist gut und wichtig, dass sich Medien und Öffentlichkeit verstärkt mit Themen wie der Ausrottung der Nashörner in Afrika und Asien beschäftigen. Doch unsere "badischen Nashörner" sind Wolf, Luchs, Wildkatze und Schmetterlinge. Für sie tragen wir Verantwortung.

Fünf Mal gab es in den vergangenen 540 Millionen Jahren gewaltige Artensterben, so zeigen Fossilienfunde. Forscher sehen eine aktuelle, menschengemachte, sechste Welle in vollem Gange. Allein seit dem Jahr 1500 seien mehr als 320 terrestrische Wirbeltiere ausgestorben, die Bestände der verbliebenen seien im Schnitt um ein Viertel geschrumpft, schreiben Wissenschaftler um Rodolfo Dirzo von der Stanford University in der Zeitschrift "Science". Nach einem Bericht der Vereinten Nationen zur Artenvielfalt sterben bis zu 130 Tier- und Pflanzenarten täglich aus.
Der Mensch im Anthropozän hat auf die Artenvielfalt also langfristig eine "ähnlich verheerende" Wirkung wie der große Meteor-Einschlag vor 65 Millionen Jahren.

Verheerende Nachrichten zum Vogelsterben kommen gerade auch aus Frankreich:

"Unser ländlicher Raum wird zu einer Wüste." Mit diesen drastischen Worten kommentierte der französische Biologe Benoit Fontaine vom Nationalen Museum für Naturgeschichte zwei Studien, die einen brutalen Rückgang von Vögeln der Agrarlandschaft beschreiben.

Ihre Zahl ist demnach in den letzten 15 Jahren durchschnittlich um ein Drittel zurückgegangen, bei manchen Arten sind die Verluste sogar noch gravierender: So verschwanden 70 Prozent der Wiesenpieper und zwei Drittel der Ortolane während dieser Zeit, bei den Rebhühnern beträgt der Rückgang sogar 80 Prozent (über einen Zeitraum von 23 Jahren). "Das hat ein Ausmaß erreicht, dass man bald von einer ökologischen Katastrophe sprechen kann", so Fontaine weiter.

Hier weiter lesen


Wegen massiver technischer Mängel war Block 1 des AKW Beznau seit 2015 abgeschaltet. Nach einem Entschied des ENSI wurde der Betrieb am 21.3.18 wieder aufgenommen.

Für diesen Entscheid sprechen drei Gründe:

  • Verantwortungslosigkeit
  • Dummheit
  • Gier


Mehr Infos: hier


Das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn der Welt ist tot.
Es ist gut und wichtig, dass sich Medien und Öffentlichkeit verstärkt mit Themen wie der Ausrottung der Nashörner in Afrika und Asien beschäftigen. Doch unsere "badischen Nashörner" sind Wolf, Luchs, Wildkatze und Schmetterlinge. Für sie tragen wir Verantwortung.

Fünf Mal gab es in den vergangenen 540 Millionen Jahren gewaltige Artensterben, so zeigen Fossilienfunde. Forscher sehen eine aktuelle, menschengemachte, sechste Welle in vollem Gange. Allein seit dem Jahr 1500 seien mehr als 320 terrestrische Wirbeltiere ausgestorben, die Bestände der verbliebenen seien im Schnitt um ein Viertel geschrumpft, schreiben Wissenschaftler um Rodolfo Dirzo von der Stanford University in der Zeitschrift "Science". Nach einem Bericht der Vereinten Nationen zur Artenvielfalt sterben bis zu 130 Tier- und Pflanzenarten täglich aus.
Der Mensch im Anthropozän hat auf die Artenvielfalt also langfristig eine "ähnlich verheerende" Wirkung wie der große Meteor-Einschlag vor 65 Millionen Jahren.


Verheerende Nachrichten zum Vogelsterben kommen gerade auch aus Frankreich:
"Unser ländlicher Raum wird zu einer Wüste." Mit diesen drastischen Worten kommentierte der französische Biologe Benoit Fontaine vom Nationalen Museum für Naturgeschichte zwei Studien, die einen brutalen Rückgang von Vögeln der Agrarlandschaft beschreiben.

Ihre Zahl ist demnach in den letzten 15 Jahren durchschnittlich um ein Drittel zurückgegangen, bei manchen Arten sind die Verluste sogar noch gravierender: So verschwanden 70 Prozent der Wiesenpieper und zwei Drittel der Ortolane während dieser Zeit, bei den Rebhühnern beträgt der Rückgang sogar 80 Prozent (über einen Zeitraum von 23 Jahren). "Das hat ein Ausmaß erreicht, dass man bald von einer ökologischen Katastrophe sprechen kann", so Fontaine weiter.

Hier weiter lesen: Spektrum



Den größte aktuelle Naturschutz-Konflikt am Oberrhein gibt´s gerade um das IRP
Er erinnert teilweise an den großen Konflikt um den Nationalpark Nordschwarzwald mit ähnlichen "Fronten".
Von Montag, 19., bis Samstag, 24. März, findet in der Lazarus-von-Schwendi-Halle in Burkheim der Erörterungstermin für den geplanten Hochwasserrückhalteraum Breisach/Burkheim statt.

Zu diesem wichtigen Thema gibt es sehr unterschiedliche Sichtweisen:
  • hier: Alsace Nature, AK-Wasser, BUND, NABU, Aueninstitut und Bundesverwaltungsgericht
  • hier Bürgerinitiativen, CDU, FDP, Bauernverband und (immer still aber mächtig im Hintergrund) die Kiesindustrie
  • hier Hier Ein kurzer, sehenswerter Film des Regierungspräsidiums Freiburg zum IRP auf Youtube


Warum wird Reaktor 2 in Fessenheim trotz hohem Risiko für die Bevölkerung wieder „hochgefahren“?
Im ältesten Atomkraftwerk Frankreichs, in Fessenheim, stand Reaktor 2 wegen massiver technischer Mängel aus Sicherheitsgründen 21 Monate still.
Der Hochrisikoreaktor darf jetzt wieder hochgefahren werden. Ein Grund für die Entscheidung ist ein Bericht der Firma Framatome, die als Anbieter von Atomtechnik zur EdF-Gruppe gehört. Leider ist die "Kontrollbehörde" ASN nicht neutral.

Nach Ansicht von BUND-Geschäftsführer Axel Mayer gibt es einen zentralen Grund für die dieses riskante Manöver:
Beide Fessenheimer Reaktoren müssen (auch) aus technisch-politischen Gründen abgestellt werden. Jetzt wird um mögliche Entschädigungen gepokert. Für einen dauerhaft abgestellten Reaktor können die Betreiber keine so hohen Entschädigungen fordern, wie für ein „klapprig laufendes“ Atomkraftwerk.
Um langfristig höhere Entschädigungen zu bekommen, wird jetzt sehenden Auges dieses Risiko für die Bevölkerung in Kauf genommen.
Für die riskante Wiederinbetriebnahme spricht eigentlich nur die Gier der Betreiber.



Toll!


Das Jahr 2018 hat gerade erst begonnen, doch schon hat Herr Trump das Zitat des Jahres geliefert:
Sein "Atomknopf", ließ der Präsident den nordkoreanischen Diktator und die Welt wissen, sei "much bigger & more powerful", viel größer und wirkmächtiger als der von Kim...



Union und SPD haben nach Presseberichten das deutsche Klimaschutzziel gleich zu Beginn der Koalitionsgespräche gekippt. Eine Verringerung des CO2-Ausstoßes um 40 Prozent bis 2020 sei unerreichbar... Die Macht der Kohlelobby ist ungebrochen.




Am 04. Februar 2018 findet bei Fessenheim ein Protestkonzert statt. Weitere Infos Hier

Fessenheim-Abschaltung am Sankt-Nimmerleinstag?


Das unglaubliche hin & her der Abschaltdebatte ist unerträglich und verstärkt die Politikverdrossenheit. Wir glauben dann an die Abschaltung von Fessenheim, wenn abgeschaltet ist! Bis zu diesem Tag wird sich der BUND engagieren.
  • Fessenheim - Banner, Aufkleber, Plakate, Flyer, Anstecker, Fahnen & Infos gibt´s hier
  • Eine Einschätzung zur Abschalt-Debatte von BUND-Geschäftsführer Axel Mayer gibt´s hier







Das Hochwasser im Schwarzwald und an der Elz und Dreisam in der ersten Woche im Januar 2018, zeigte auch den wichtigen zweiten Aspekt der Renaturierung unserer Flüße, den Hochwasserschutz. Zumindest ein kleiner Teil des Hochwassers wird zurückgehalten und gebremst. Angesichts der sichtbaren Erfolge für Mensch und Natur ist der Widerstand gegen die Renaturierung anderer Flußabschnitte und gegen die ökologischen Aspekte des Integrierten Reinprogramms immer unverständlicher.


Hitzerekord!


Das vergangene Jahr 2017 hat einen Rekord aufgestellt: Es war das wärmste Jahr seit Beginn der Industrialisierung ohne El-Niño-Phänomen - dieses sorgt alle paar Jahre für einen Wärmeschub aus dem Meer. Zugleich war 2017 das zweitwärmste Jahr seither überhaupt.
Das berichtet das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage ECMWF, das als erstes Institut die meteorologischen Daten des vergangenen Jahres ausgewertet hat.


Die "klügeren und geschickteren" deutschen Klimawandelleugner
(z.Bsp. die Wildtierstiftung) in Deutschland beginnen gerade ihre Argumentation zu ändern.
Der Klimawandel lässt sich eigentlich nicht mehr leugnen. Die jetzigen Kampagnen versuchen einfach nur von den tatsächlichen Ursachen abzulenken und stellen den Klimawandel als etwas "Positives" dar. Die Kampagnen dienen der Gefahrzeitverlängerung von Kohleverstromung und Ölverschwendung. Das Ziel der Lobby ist der Kampf gegen die Energiewende und gegen zukunftsfähige Energieerzeugungsanlagen.

"Die Kernfrage ist […] nicht, wie Protest zu vermeiden ist, sondern wie wir Protest managen können“. So formulierte Dr. Sebastian Schwark von der PR-Agentur Hill & Knowlton die Aufgabe für Unternehmen der Energiewirtschaft.


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Dieser Artikel wurde 303 mal gelesen und am 20.10.2018 zuletzt geändert.