Diese Seite ausdrucken

2018 Umweltpolitischer Rückblick auf das Jahr (Südbaden, Elsass, Oberrhein & Rest der Welt)

01.01.2018

2018 Umweltpolitischer Rückblick auf das Jahr (Südbaden, Elsass, Oberrhein & Rest der Welt)


Hier entsteht nach und nach ein umweltpolitischer Rückblick auf das Jahr 2018. Noch ist das Ganze eine "fählärhafte" Textbaustelle und Ideensammlung.

Hier geht´s zu aktuelleren Umweltpolitischen Jahresrückblick 2017: Mensch, Natur und Umwelt


Bitcoin: Energieverbrauch, Stromverbrauch & Umweltzerstörung


Der Bitcoin ist eine digitale Mode-Währung, die Einzelnen satte Profite, aktuell aber auch massive Verluste gebracht hat. Bitcoins "entstehen" durch Mining. Dieses Mining ist ein Vorgang bei dem große Computer ein kompliziertes mathematisch kryptographisches Rätsel lösen müssen, das hohen Einsatz von Rechenleistung und somit extrem viel Strom braucht. Die notwendige Technik in Verbindung mit maximaler Gier führen dazu, dass der Energieverbrauch explodiert. Die Bitcoin-Blase hat erstaunliche Parallelen zur Tulpenzwiebel-Hysterie im Jahr 1636, allerdings mit negativeren Folgen für die Umwelt.
Mehr Infos: Bitcoin: Energieverbrauch, Stromverbrauch & Umweltzerstörung




Die Schwalben & Zugvögel


die es über die „Kochtöpfe des Südens“ zu uns geschafft haben, leiden unter Nahrungsmangel. Gerade jetzt in der Brutzeit brauchen fast alle Kleinvögel Insekten und Raupen. Vogelsterben ist Vogelverhungern und Insektensterben ist Insektenvergiftung. Mehr Infos zu den vielfältigen Ursachen des Vogelsterbens





Aufrüstung stoppen - Den Frieden bewahren!


Nichts gefährdet Mensch, Natur & Umwelt mehr als der Krieg. Aktuell erleben wir gerade wie ein neuer, zweiter Kalter Krieg organisiert wird und wir vergessen, dass wir und alles Leben auf diesem Planeten, den letzten Kalten Krieg nur durch einige glückliche Zufälle lebend überstanden haben...
Mehr Infos: Aufrüstung beim Nato-Gipfel: Deutschland, Nato, Russland, USA, China - Rüstungsausgaben im Vergleich



Hitzerekord!


2017 hat einen Rekord aufgestellt: Es war das wärmste Jahr seit Beginn der Industrialisierung. Auch am Oberrhein wird viel über Klimawandel diskutiert und in winzigen Nischen gibt es auch Fortschritte bei der Bekämpfung von CO2. Gleichzeitig wird der sechsspurige Ausbau der Autobahn A5 von Lobbyisten massiv vorangetrieben. In Zeiten des Klimawandels werden Strukturen geschaffen, die dauerhaft mehr CO2, Feinstaub und Lärm bringen und den Oberrhein zum unwohnlichen Transitland machen. Und die Umweltbewegung hält am Earth-Day Händchen mit den PolitikerInnen die den Klimawandel voran treiben.

2018
Das Jahr ist geprägt von wachsender globaler Kriegsgefahr und einer perfekt organisierten Kampagne für mehr Aufrüstung in Deutschland.

27.4.2018
Am 27.4.2018 hat die EU eine der zentralen Ursachen des Insektensterbens, die Neonicotinoide, leider nur zum Teil verboten. Fortan sind also zumindest Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid auf Äckern untersagt. Der Teil-Erfolg des BUND und der Umweltbewegung gegen das Insektensterben hat auch mit der 10 Jahre zurückliegenden Bienenvergiftung am Oberrhein zu tun.

Die Niederlage von Dieter Salomon bei der Oberbürgermeisterwahl im Mai 2018 und der Sieg von Martin Horn bei der OB-Wahl haben weit über Freiburg hinaus für Aufsehen gesorgt.
Die Stuttgarter Zeitung schrieb: "Aber das Desaster ausschließlich mit dem herben Charme des Amtsinhabers zu erklären, greift dann doch zu kurz. Es scheint so, als ob die Transformation der Grünen in eine CDU mit Faible für den Insektenschutz ihre Grenzen erreicht hat."


Der unberechenbare US-Präsident Donald Trump hat am 8.5.18 den Austritt seines Landes aus dem Atomabkommen mit dem Iran erklärt. Sanktionen, Drohungen, wechselseitige Drohgebärden, weltweite Anschläge auf jüdische Einrichtungen, die amerikanischen Kriege für Öl, der türkische Angriff auf Kurdistan, die perverse "Unterscheidung" von guten und bösen Diktaturen, der neue Kalte Krieg und der immer wieder eskalierende Konflikt um den Gazastreifen und Palästina - immer schneller dreht sich im Nahen Osten die Eskalationsspirale, die schon lange kein Kalter Krieg mehr ist. Militärschläge gegen iranische Atomanlagen und militärische Ziele, ja sogar ein "großer" Krieg gegen den Iran scheint angesichts der wechselseitigen Drohgebärden unausweichlich.


Der Rüstungsanteil am Bruttoinlandsprodukt in Deutschland liegt zurzeit bei 1,2 Prozent – bis 2020 soll der Verteidigungsetat weiter steigen und die perfekt gemachten PR-Kampagnen für mehr Aufrüstung laufen (fast) unwidersprochen.
Um das von Trump geforderte Zwei-Prozent-Ziel zu erreichen, müsste Deutschland aber mehr als 60 Milliarden Euro (60.000.000.000) für das Militär ausgeben. Es passt in die zeitgemäßen Durchsetzungsstrategien, dass Parteien und Rüstungslobby lieber von 2% reden, als von jährlich zusätzlichen über 25 Milliarden Euro (25.000.000.000).


Aktueller Einschub 22.3.18:

Das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn der Welt ist tot.


Es ist gut und wichtig, dass sich Medien und Öffentlichkeit verstärkt mit Themen wie der Ausrottung der Nashörner in Afrika und Asien beschäftigen. Doch unsere "badischen Nashörner" sind Wolf, Luchs, Wildkatze und Schmetterlinge. Für sie tragen wir Verantwortung.

Fünf Mal gab es in den vergangenen 540 Millionen Jahren gewaltige Artensterben, so zeigen Fossilienfunde. Forscher sehen eine aktuelle, menschengemachte, sechste Welle in vollem Gange. Allein seit dem Jahr 1500 seien mehr als 320 terrestrische Wirbeltiere ausgestorben, die Bestände der verbliebenen seien im Schnitt um ein Viertel geschrumpft, schreiben Wissenschaftler um Rodolfo Dirzo von der Stanford University in der Zeitschrift "Science". Nach einem Bericht der Vereinten Nationen zur Artenvielfalt sterben bis zu 130 Tier- und Pflanzenarten täglich aus.
Der Mensch im Anthropozän hat auf die Artenvielfalt also langfristig eine "ähnlich verheerende" Wirkung wie der große Meteor-Einschlag vor 65 Millionen Jahren.

Verheerende Nachrichten zum Vogelsterben kommen gerade auch aus Frankreich:

"Unser ländlicher Raum wird zu einer Wüste." Mit diesen drastischen Worten kommentierte der französische Biologe Benoit Fontaine vom Nationalen Museum für Naturgeschichte zwei Studien, die einen brutalen Rückgang von Vögeln der Agrarlandschaft beschreiben.

Ihre Zahl ist demnach in den letzten 15 Jahren durchschnittlich um ein Drittel zurückgegangen, bei manchen Arten sind die Verluste sogar noch gravierender: So verschwanden 70 Prozent der Wiesenpieper und zwei Drittel der Ortolane während dieser Zeit, bei den Rebhühnern beträgt der Rückgang sogar 80 Prozent (über einen Zeitraum von 23 Jahren). "Das hat ein Ausmaß erreicht, dass man bald von einer ökologischen Katastrophe sprechen kann", so Fontaine weiter.

Hier weiter lesen


Wegen massiver technischer Mängel war Block 1 des AKW Beznau seit 2015 abgeschaltet. Nach einem Entschied des ENSI wurde der Betrieb am 21.3.18 wieder aufgenommen.

Für diesen Entscheid sprechen drei Gründe:

  • Verantwortungslosigkeit
  • Dummheit
  • Gier


Mehr Infos: hier


Das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn der Welt ist tot.
Es ist gut und wichtig, dass sich Medien und Öffentlichkeit verstärkt mit Themen wie der Ausrottung der Nashörner in Afrika und Asien beschäftigen. Doch unsere "badischen Nashörner" sind Wolf, Luchs, Wildkatze und Schmetterlinge. Für sie tragen wir Verantwortung.

Fünf Mal gab es in den vergangenen 540 Millionen Jahren gewaltige Artensterben, so zeigen Fossilienfunde. Forscher sehen eine aktuelle, menschengemachte, sechste Welle in vollem Gange. Allein seit dem Jahr 1500 seien mehr als 320 terrestrische Wirbeltiere ausgestorben, die Bestände der verbliebenen seien im Schnitt um ein Viertel geschrumpft, schreiben Wissenschaftler um Rodolfo Dirzo von der Stanford University in der Zeitschrift "Science". Nach einem Bericht der Vereinten Nationen zur Artenvielfalt sterben bis zu 130 Tier- und Pflanzenarten täglich aus.
Der Mensch im Anthropozän hat auf die Artenvielfalt also langfristig eine "ähnlich verheerende" Wirkung wie der große Meteor-Einschlag vor 65 Millionen Jahren.


Verheerende Nachrichten zum Vogelsterben kommen gerade auch aus Frankreich:
"Unser ländlicher Raum wird zu einer Wüste." Mit diesen drastischen Worten kommentierte der französische Biologe Benoit Fontaine vom Nationalen Museum für Naturgeschichte zwei Studien, die einen brutalen Rückgang von Vögeln der Agrarlandschaft beschreiben.

Ihre Zahl ist demnach in den letzten 15 Jahren durchschnittlich um ein Drittel zurückgegangen, bei manchen Arten sind die Verluste sogar noch gravierender: So verschwanden 70 Prozent der Wiesenpieper und zwei Drittel der Ortolane während dieser Zeit, bei den Rebhühnern beträgt der Rückgang sogar 80 Prozent (über einen Zeitraum von 23 Jahren). "Das hat ein Ausmaß erreicht, dass man bald von einer ökologischen Katastrophe sprechen kann", so Fontaine weiter.

Hier weiter lesen: Spektrum



Den größte aktuelle Naturschutz-Konflikt am Oberrhein gibt´s gerade um das IRP
Er erinnert teilweise an den großen Konflikt um den Nationalpark Nordschwarzwald mit ähnlichen "Fronten".
Von Montag, 19., bis Samstag, 24. März, findet in der Lazarus-von-Schwendi-Halle in Burkheim der Erörterungstermin für den geplanten Hochwasserrückhalteraum Breisach/Burkheim statt.

Zu diesem wichtigen Thema gibt es sehr unterschiedliche Sichtweisen:
  • hier: Alsace Nature, AK-Wasser, BUND, NABU, Aueninstitut und Bundesverwaltungsgericht
  • hier Bürgerinitiativen, CDU, FDP, Bauernverband und (immer still aber mächtig im Hintergrund) die Kiesindustrie
  • hier Hier Ein kurzer, sehenswerter Film des Regierungspräsidiums Freiburg zum IRP auf Youtube


Warum wird Reaktor 2 in Fessenheim trotz hohem Risiko für die Bevölkerung wieder „hochgefahren“?
Im ältesten Atomkraftwerk Frankreichs, in Fessenheim, stand Reaktor 2 wegen massiver technischer Mängel aus Sicherheitsgründen 21 Monate still.
Der Hochrisikoreaktor darf jetzt wieder hochgefahren werden. Ein Grund für die Entscheidung ist ein Bericht der Firma Framatome, die als Anbieter von Atomtechnik zur EdF-Gruppe gehört. Leider ist die "Kontrollbehörde" ASN nicht neutral.

Nach Ansicht von BUND-Geschäftsführer Axel Mayer gibt es einen zentralen Grund für die dieses riskante Manöver:
Beide Fessenheimer Reaktoren müssen (auch) aus technisch-politischen Gründen abgestellt werden. Jetzt wird um mögliche Entschädigungen gepokert. Für einen dauerhaft abgestellten Reaktor können die Betreiber keine so hohen Entschädigungen fordern, wie für ein „klapprig laufendes“ Atomkraftwerk.
Um langfristig höhere Entschädigungen zu bekommen, wird jetzt sehenden Auges dieses Risiko für die Bevölkerung in Kauf genommen.
Für die riskante Wiederinbetriebnahme spricht eigentlich nur die Gier der Betreiber.



Toll!


Das Jahr 2018 hat gerade erst begonnen, doch schon hat Herr Trump das Zitat des Jahres geliefert:
Sein "Atomknopf", ließ der Präsident den nordkoreanischen Diktator und die Welt wissen, sei "much bigger & more powerful", viel größer und wirkmächtiger als der von Kim...



Union und SPD haben nach Presseberichten das deutsche Klimaschutzziel gleich zu Beginn der Koalitionsgespräche gekippt. Eine Verringerung des CO2-Ausstoßes um 40 Prozent bis 2020 sei unerreichbar... Die Macht der Kohlelobby ist ungebrochen.




Am 04. Februar 2018 findet bei Fessenheim ein Protestkonzert statt. Weitere Infos Hier

Fessenheim-Abschaltung am Sankt-Nimmerleinstag?


Das unglaubliche hin & her der Abschaltdebatte ist unerträglich und verstärkt die Politikverdrossenheit. Wir glauben dann an die Abschaltung von Fessenheim, wenn abgeschaltet ist! Bis zu diesem Tag wird sich der BUND engagieren.
  • Fessenheim - Banner, Aufkleber, Plakate, Flyer, Anstecker, Fahnen & Infos gibt´s hier
  • Eine Einschätzung zur Abschalt-Debatte von BUND-Geschäftsführer Axel Mayer gibt´s hier







Das Hochwasser im Schwarzwald und an der Elz und Dreisam in der ersten Woche im Januar 2018, zeigte auch den wichtigen zweiten Aspekt der Renaturierung unserer Flüße, den Hochwasserschutz. Zumindest ein kleiner Teil des Hochwassers wird zurückgehalten und gebremst. Angesichts der sichtbaren Erfolge für Mensch und Natur ist der Widerstand gegen die Renaturierung anderer Flußabschnitte und gegen die ökologischen Aspekte des Integrierten Reinprogramms immer unverständlicher.


Hitzerekord!


Das vergangene Jahr 2017 hat einen Rekord aufgestellt: Es war das wärmste Jahr seit Beginn der Industrialisierung ohne El-Niño-Phänomen - dieses sorgt alle paar Jahre für einen Wärmeschub aus dem Meer. Zugleich war 2017 das zweitwärmste Jahr seither überhaupt.
Das berichtet das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage ECMWF, das als erstes Institut die meteorologischen Daten des vergangenen Jahres ausgewertet hat.


Die "klügeren und geschickteren" deutschen Klimawandelleugner
(z.Bsp. die Wildtierstiftung) in Deutschland beginnen gerade ihre Argumentation zu ändern.
Der Klimawandel lässt sich eigentlich nicht mehr leugnen. Die jetzigen Kampagnen versuchen einfach nur von den tatsächlichen Ursachen abzulenken und stellen den Klimawandel als etwas "Positives" dar. Die Kampagnen dienen der Gefahrzeitverlängerung von Kohleverstromung und Ölverschwendung. Das Ziel der Lobby ist der Kampf gegen die Energiewende und gegen zukunftsfähige Energieerzeugungsanlagen.

"Die Kernfrage ist […] nicht, wie Protest zu vermeiden ist, sondern wie wir Protest managen können“. So formulierte Dr. Sebastian Schwark von der PR-Agentur Hill & Knowlton die Aufgabe für Unternehmen der Energiewirtschaft.


Richtig wichtig! Ihnen gefällt diese Seite? Legen Sie doch einen Link:
<a href="http://www.bund-rvso.de/2018-umweltpolitischer-jahres-rueckblick.html">2018 Umweltpolitischer Rückblick auf das Jahr (Südbaden, Elsass, Oberrhein & Rest der Welt)</a>

Weitersagen
Twitter Facebook

Dieser Artikel wurde 244 mal gelesen und am 9.7.2018 zuletzt geändert.