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AKW / KKW Leibstadt (Reaktortyp Fukushima): Eine Information zu den Gefahren / Atomkraftwerk, Kernkraftwerk

08.05.2007

AKW / KKW Leibstadt (Reaktortyp Fukushima): Eine BUND-Information zu den Gefahren / Atomkraftwerk, Kernkraftwerk



Gefahrenquelle Atomkraftwerk Leibstadt (Eine kurze Zusammenfassung)
Trotz Atomausstieg "strahlen" immer noch Atomkraftwerke in Deutschland und auch die grenznahen ausländischen AKW sind eine ständige Bedrohung. Die Nutzung der Atomenergie ist eine Gefahr für Mensch und Umwelt. Umweltbelastend, krank machend und sogar tödlich sind die Folgen des Uranabbaus, der Urananreicherung und die Herstellung der Brennelemente. Im so genannten Normalbetrieb gibt das Atomkraftwerk Leibstadt krebserzeugende Radioaktivität an die Umwelt ab. Ein jederzeit möglicher schwerer Unfall oder Terroranschlag kann das Leben und die Gesundheit von hunderttausenden Menschen in Gefahr bringen und große Gebiete dauerhaft unbewohnbar machen. Atomkraftwerke und Atomwaffen sind "siamesische Zwillinge" und die "zivile" Nutzung der Atomenergie führt zur weltweiten Weiterverbreitung von Atomkraftwaffen. Noch problematischer und unsicherer als das Kernkraftwerk Leibstadt sind die Wiederaufarbeitungsanlagen. Die Macht und der Einfluss der Schweizer Atomkonzerne Axpo und Nagra auf die Politik sind undemokratisch. Mit einer vorgeschobenen Klimapropaganda versuchen sie von ihrer Mitverantwortung für den Klimawandel abzulenken. Der heute im AKW Leibstadt produzierte Atommüll muss eine Million Jahre sicher gelagert werden und gefährdet das Leben zukünftiger Generationen auf dieser Erde.

Schlechte Sicherheitskultur – Mangelhafte Kontrollen durch die ENSI
Um Feuerlöscher zu montieren, bohrten im Jahr 2008 Handwerker 6 Löcher durch das Primärcontainment des AKW Leibstadt. Erst im Sommer 2014 wurde der peinliche Fehler entdeckt.

Aktueller Einschub



Friedensnobelpreis 2017


Die internationale Kampagne zur atomaren Abrüstung (Ican) bekommt den Friedensnobelpreis 2017. Ican hat sich bahnbrechend um ein vertragliches Verbot solcher Waffe bemüht. Der Preis geht endlich einmal an an die Richtigen und wir gratulieren.
Leider interessieren sich die Medien nicht dafür, warum neue AKW den Weg für neue Atombomben bahnen...

Die nordkoreanische Atombombe und der blinde Fleck der Wahrnehmung
Die letzten Atomwaffenversuche Nordkoreas und die Äußerungen des amerikanischen Präsidenten Trump vor der UN und seine Ansage: „Dann haben wir keine andere Wahl als die totale Zerstörung Nordkoreas“ zeigen die gefährliche Zuspitzung der Lage. Der Konflikt nimmt eine Dimension an, die nicht nur Millionen Opfer fordern kann, sondern den Weltfrieden gefährdet. Die Zuspitzung der Krise zeigt aber auch, was es bedeutet, wenn Neurotiker an der Spitze von Atomwaffenstaaten bei ihren kindisch-gefährlichen Sandkastenspielen über die schrecklichsten Vernichtungswaffen der Welt verfügen.

Die zunehmende Gefahr der Weiterverbreitung von Atomwaffen durch den Export von neuen AKW in Spannungsgebiete und durch die Entwicklung und Verbreitung neuer, kleiner Reaktoren ist der große blinde Fleck der aktuellen Berichterstattung.

Mehr Informationen: Friedensnobelpreis 2017: Von alten und zukünftigen Atomwaffen
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Atommüll Schweiz: Risiko für eine Million Jahre
Im kleinen Schweizer Dorf Benken, direkt am Rheinfall und der Grenze gelegen, könnte das Schweizer Endlager für hochradioaktiven Atommüll entstehen, denn Benken ist bisher der „beste“ aller geologisch schlechten Standorte in der Schweiz. Ebenfalls im Gespräch und Auswahlverfahren sind neben Benken im Zürcher Weinland auch die Gebiete Nördlich Lägern und Bözberg in denen das zwischenzeitlich von der Nagra bevorzugte Wirtgestein – der Opalinuston vorkommt. Der gefährliche Atommüll muss eine Million Jahre sicher gelagert werden. Der hochradioaktive schweizer Müll soll in Opalinuston gelagert werden, denn Salz und Granit kommen in der Schweiz nicht als Endlagermedium in Frage. Das verschwiegene Problem ist die Tatsache, dass die schweizer Opalinustonschichten im internationalen Vergleich extrem dünn sind. Diesen, für Sicherheitsfragen so wichtigen, internationalen Vergleich scheut die Schweizer Atomlobby und die NAGRA wie der Teufel das Weihwasser. Geschickt haben die Durchsetzungsstrategen des Atomlagers diese zentrale Sicherheitsfrage bisher aus der (veröffentlichten) Diskussion herausgehalten. Meidet die "Killing Fields" der öffentlichen Debatte nennen die PR-Agenturen der Schweizer Atomlobby (Burson Marsteller) eine solche Strategie. Info


Wie "funktioniert" das Atomkraftwerk / AKW Leibstadt? (Reaktortyp Fukushima)
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Atomkraftwerk AKW Leibstadt
Das Atomkraftwerk Leibstadt, kurz KKL, strahlt auf dem Gebiet der Gemeinde Leibstadt (Kanton Aargau, Schweiz) am Rhein nahe der Aare-Mündung und der deutschen Grenze. Es ist das letzte in der Schweiz gebaute Kernkraftwerk, ein Siedewasserreaktor. Auch die Reaktoren im japanischen AKW Fukushima sind Siedewasserreaktoren.

Der kostengünstige aber gefährliche Siedewasserreaktor ohne zweiten Wasserkreislauf der Firma General Electric mit 1'220 MW elektrischer Leistung dient der Stromgewinnung, die Kühlung erfolgt durch einen Kühlturm.

Betrieben wird das Kraftwerk von der /Kernkraftwerk Leibstadt AG/ (KKL), am der Gesellschaft sind sechs Schweizer Energieunternehmen beteiligt:

die Aare-Tessin AG für Elektrizität (Atel) mit 27 Prozent, die Nordostschweizerische Kraftwerke
AG (NOK) mit 23 Prozent, die Centralschweizerische Kraftwerke
AG (CKW) mit 14 Prozent, die Elektrizitäts-Gesellschaft Laufenburg
AG (EGL) mit 16 Prozent, die Bernische Kraftwerke
AG (BKW FMB Energie AG) mit 10 Prozent und die Aargauer Elektrizitätswerke
AG (AEW Energie AG) mit 5%. Die Geschäftsführung hatte ursprünglich die EGL inne, durch die Gründung der Axpo Holding wurden innerhalb der Axpo-Gruppe die Aufgabengebiete konsolidiert, wodurch heute die NOK die Geschäftsführung inne hat.

Nach dem Willen der Schweizer Regierung
soll das Atomkraftwerk in Leibstadt, viel zu spät, im Jahr 2034 als Letzter der fünf schweizer Meiler stillgelegt werden. Nun stellt der Leibstadt-Betreiber KKL selbst diese unverantwortliche Gefahrzeitverlängerung in Frage. KKL betont, dass statt der genehmigten 50 Jahre Laufzeit, dank der Nachbesserungen auch 60 Jahre möglich seien – und beruft sich auf eine Zusage von Umweltministerin Doris Leuthard. Auch die SVP will diese Gefahrzeitverlängerung. Das würde eine Stilllegung erst 2045 bedeuten. Diese Aussage ist zutiefst menschenverachtend und zeigt die vorherrschende Apokalypseblindheit. Wer Atomkraftwerke aus Gründen der Habgier 60 Jahre lang laufen lassen will, gefährdet auf skrupellose Weise das Leben und die Gesundheit der Menschen in der Schweiz und Südbaden. Eine Frage drängt sich auf: Die Verantwortlichen der Leibstadt-Betreiber KKL und die PolitikerInnen kennen das Risiko. Wer von diesen „Verantwortlichen“ und Politikern wandert nach dem nächsten schweren Atomunfall in Leibstadt in´s Gefängnis?

Wie die AKW-Betreiber in Leibstadt Akzeptanz, Gemeinden und Politik „kaufen“

Die Kernkraftwerk Leibstadt AG (KKL) leistet als wichtige Arbeitgeberin auch finanzielle Beiträge an die Gemeinden, bezahlt Steuern und verbilligt den Strom. Vor allem die Gemeinde Leibstadt mit 1325 Einwohnenden lässt sich ihre Standortgunst vergolden. Für die Förderung kultureller und gemeinnütziger Projekte in der Gemeinde bezahlte die KKL der «Stiftung pro Leibstadt» in den letzten drei Jahren je 338 000 Franken. Die Stiftung war 1975 gegründet worden.

Auch fünf weitere Aargauer und drei deutsche Nachbargemeinde profitieren. Sie können aus dem «Fonds für Nachbargemeinden» Geld für kulturelle, soziale und sportliche Vorhaben abrufen. In den Jahren 2009 bis 2013 steht diesen Gemeinden je 12 000 Franken zu Verfügung.

Schliesslich fliessen noch Steuern von der KKL AG in die Gemeindekasse. Leibstadts Anteil an den Kantons- und Gemeindesteuern betrug 2008 rund 1,2 Millionen Franken. Kein Wunder, liegt der Steuerfuss der kleinen Gemeinde mit 100 Prozent unter dem kantonalen Durchschnitt.

Noch besser steht das nur wenige Kilometer entfernte Döttingen da. Der Steuerfuss beträgt 60 Prozent - ein konkurrenzlos tiefer Wert. Der Grund: Die Nordostschweizerischen Kraftwerke AG (NOK) bezahlt Gewinnsteuern. Döttingen ist Standort der beiden Beznauer Reaktoren.

Quelle: 20min.ch




Das Kernkraftwerk Leibstadt ist ein altes Projekt,

die Planung begann 1964 auf der Basis einer 600-MW-Anlage mit Flusswasserkühlung. Mit dem Verbot der Flusswasserkühlung (verharmlosend für Flusswassererhitzung) durch den Bundesrat 1971 wurde eine Lösung mit Kühlturm favorisiert. Im weiteren Planungsverlauf erhöhte man die Leistung von 600 auf 900 MW. 1984 konnte die Anlage nach elfjähriger Bauzeit den Betrieb aufnehmen. Statt der budgetierten zwei Milliarden Franken kostete das Kraftwerk am Ende über fünf Milliarden.

Ein schwerer Atomunfall oder ein Anschlag auf das AKW Leibstadt könnte die Schweiz und die Region am Hochrhein unbewohnbar machen. Es ist erstaunlich, dass gerade die Atomlobbyisten in den konservativen Parteien der Schweiz, insbesondere in der SVP, vor diesen Gefahren die Augen verschließen. Ansonsten wird "Heimatschutz" ja groß geschrieben. Doch die wirtschaftlichen Interessen der Atomindustrie gehen vor Heimatschutz. Konservativ ist dies nicht.


Die im September 2012 festgestellten Risse in der Schweißnaht im Akw Leibstadt
sind laut Eidgenössischem Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) jetzt repariert und das AKW für den Betrieb freigegeben.
Leider hatten alle bisherigen Meldungen nichts zur "Entstehung, Länge, Tiefe und Qualität" der Risse gesagt und das ist beunruhigend, denn die Speisewasserstutzen gehören zum zentralen Sicherheitsbereich des altertümlichen Siedewasserreaktors. Der Begriff «tiefer, aber nicht wanddurchdringender Riss» ist angesichts der damit verbundenen Sicherheitsprobleme leider gezielt nichtssagend.
Auch wie genau in diesem schwer zugänglichen, hochradioaktiven Teil des Reaktors repariert und geschweißt wurde (Overlay-Schweißung), ist leider nicht bekannt. Hier hätte sich der BUND dringend eine umfassendere Information oder intensivere Medien-Recherchen gewünscht und Angaben die nicht vom Betreiber und der parteiischen ENSI kommen.
Die Debatte um die schlechte Qualität des Reaktor-Stahls und der Schweißnähte in Leibstadt muss nach BUND-Ansicht intensiver geführt werden. Wenn Risse in der Schweißnaht an einem Speisewasserstutzen (im Extremfall) zu einem Abriss führen, dann könnte das zu einem schweren Atomunfall führen.

Die Lebensdauer des Kernkraftwerks Leibstadt
soll mit einer "präventiven Massnahme" bis mindestens 2045 verlängert werden. Damit wollen die "Verantwortlichen" die Gefahr der Spannungsrisskorrosion verhindern. Die Aktion sei mit einer «Schutzimpfung» vergleichbar. Pro Stunde sollen zwei Kilogramm Wasserstoff sowie einmal im Jahr rund 730 Gramm des Edelmetalls Platin ins Reaktorwasser beigegeben werden. Nach Ansicht von BUND-Geschäftsführer Axel Mayer ist dies eine unverantwortliche Gefahrzeitverlängerung, gerade auch bei diesem besonders gefährlichen Reaktortyp. Es geht nicht um eine "Schutzimpfung". Das alte AKW hängt am "Tropf".


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Uranabbau tötet
Die letzten großen abbauwürdigen Uranvorkommen liegen in Australien, Russland, Nordamerika, Südafrika, in Mali und im Kongogebiet. Für jede Tonne verwertbares Uranerz fallen bis zu 2000 Tonnen strahlender, umweltbelastender Abraum an. Das beim Uranabbau verstärkt entweichende Radongas macht die Bergwerksarbeiter und AnwohnerInnen krank. Ein Beispiel ist der Uranabbau der "Wismut" in Ost-Deutschland: Auf Grund der hohen Strahlenbelastung in diesen Gebieten traten dort verstärkt Krebserkrankungen auf. Allein rund 7.000 Lungenkrebsfälle sind dokumentiert. Insgesamt gehen Schätzungen von mehr als 20.000 Opfern im deutschen Uranabbau aus. Die Sanierung der deutschen Urangruben der Wismut hat die SteuerzahlerInnen 6,5 Milliarden Euro gekostet. Die gesundheitlichen Folgen des Uranabbaus in den Ländern der Dritten Welt sind verheerend.
Und doch ist Uran endlich: Nach seriösen Schätzungen reichen die Uranvorräte nur noch wenige Jahrzehnte.

Mehr Infos: Energiereserven und Uran


Radioaktivität im so genannten Normalbetrieb
Der Krebskamin und das radioaktive Abwasser
In der Propaganda der Atomkonzerne werden Atomkraftwerke häufig als "abgasfrei" bezeichnet. Doch Atomkraftwerke geben auch im so genannten Normalbetrieb über den Kamin, das Maschinenhaus und das Abwasser radioaktive Stoffe an die Umwelt ab. Jede noch so geringe radioaktive Strahlung kann Krebs auslösen. In der Umgebung vieler Atomanlagen wurden erhöhte Krebsraten festgestellt. Die Grenzwerte für erlaubte Radioaktivitätsabgabe des Atomkraftwerks Fessenheim zum Beispiel liegen bei 925 Milliarden Becquerel/Jahr für radioaktives Material und 74.000 Milliarden Becquerel/Jahr für Tritium (laut einer dpa-Meldung). Die erlaubte "Entsorgung durch Verdünnung", die schleichende Verseuchung über den Kamin und das Abwasser ist ein Skandal. Dort wo die Atomlobby Wikipedia manipuliert, heißt der Schornstein der AKW sehr häufig verharmlosend "Abluftkamin".


AKW Leibstadt verursacht Krebs und Kinderkrebs!
Aus einer Studie, die das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) veröffentlichte, geht hervor, dass die Häufigkeit von Krebserkrankungen bei Kindern unter fünf Jahren mit der Nähe zum Reaktorstandort deutlich zunimmt. Die Studie mit Daten von über 6000 Kindern liefert die bislang deutlichsten Hinweise auf ein erhöhtes Krebsrisiko bei Kindern in der Nähe von Kernkraftwerken. Das Risiko ist demnach im 5-km-Radius für Kinder unter fünf Jahren um 60 Prozent erhöht, das Leukämierisiko um etwa 120 Prozent. Im Umkreis von fünf Kilometern um die Reaktoren wurde für den Zeitraum von 1980 bis 2003 ermittelt, dass 77 Kinder an Krebs erkrankten, davon 37 Kinder an Leukämie. Im statistischen Durchschnitt wären 48 Krebserkrankungen beziehungsweise 17 Leukämiefälle zu erwarten. Der Studie zufolge gibt es also zusätzlich 1,2 Krebs- oder 0,8 Leukämieerkrankungen pro Jahr in der näheren Umgebung von allen 16 untersuchten AKW-Standorten.

Es ist unerklärlich, warum immer noch Menschen ihren Gefahrstrom von den Atomkonzernen E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW beziehen. Diese werben zwar aktuell nicht mehr "direkt" für AKW. Sie führen mit ihren Tarnorganisationen (industrienahen Bürgerinitiativen und der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) aber einen aktiven und doch verdeckten Krieg gegen die Energiewende in BürgerInnenhand.



Süddeutsche Zeitung: Auch kleine Dosen von Radioaktivität können Krebs auslösen.
"Eine Untersuchung von gut 300000 Mitarbeitern der Atomindustrie zeigt jetzt, dass das Risiko für Leukämie schon bei kleinen Strahlungsmengen besteht und mit der Dosis linear ansteigt. Dieser Zusammenhang galt vielen Experten als plausibel, war aber schwer zu belegen.
Forscher der Internationalen Krebs-Agentur in Lyon haben nun Daten von 308000 Nukleararbeitern, darunter 40000 Frauen, aus Frankreich, Großbritannien und Amerika analysiert. Ihre Gesundheit war durchschnittlich 27 Jahre lang kontrolliert worden. Die Probanden hatten im Mittel 1,1Milligray pro Jahr abbekommen, etwa 16Milligray in ihrem Berufsleben. Das Risiko, an Leukämie zu sterben, vervierfacht sich laut der Berechnung bei Absorption von einem ganzen Gray, für die Arbeiter war es also im Mittel um knapp fünf Prozent angestiegen (Lancet Haematology, online)."

Quelle: Süddeutsche Zeitung, 23. Juni 2015, Seite 16




Tschernobyl und Fukushima: Atomunfälle und Reaktorkatastrophen – Die große Gefahr
In jedem AKW wird in einem Betriebsjahr pro Megawatt elektrischer Leistung die Radioaktivität einer Hiroshima-Bombe erzeugt. Das heißt, dass in Leibstadt mit 1220 MW Leistung im Jahr in etwa die kurz- und langlebige Radioaktivität von ca. 1220 Hiroshima-Bomben entsteht. Die Freisetzung nur eines kleinen Teils dieser Radioaktivität hat verheerende Folgen für die betroffene Region, wie der Atomunfall in Fukushima zeigt. Große Landstriche müssen für lange Zeiträume evakuiert werden. Dies ist eine menschliche und ökonomische Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes. Alternde, laufzeitverlängerte AKW vergrößern die Unfallgefahr. PolitikerInnen, die vor diesen Gefahren die Augen verschließen, sind apokalypsenblind. Die Unfälle von Tschernobyl und Fukushima werden sich so kein zweites Mal wiederholen. Die nächste Katastrophe, ob in Ost- oder Westeuropa, oder eben in Leibstadt wird neue, nicht vorhersehbare und nicht planbare Katastrophenabläufe bringen. Überall, wo Menschen arbeiten, gab und gibt es Fehler. Die Atomtechnologie verträgt keine Fehler, insbesondere nicht in einem altersschwachen AKW. Sie ist nicht menschengerecht. Dazu kommt die Gefahr durch jederzeit mögliche Terroranschläge.


Die Gefährdung des AKW Leibstadt durch Terrorismus & potentielle Anschläge
wird in der politischen Debatte gerne verdrängt und ausgeblendet. Doch die sogenannte friedliche Nutzung der Atomenergie hat die Büchse der Pandora weit geöffnet. Für Atom - Terrorismus gibt es vier denkbare Wege:

  • Aus spaltbarem Material (Plutonium-239, hochangereichertes Uran-235...) könnte ein nuklearer Sprengkörper einfachster Technologie gebaut werden
  • Verwendung einer (gestohlenen) Atombombe aus Beständen regulärer Armeen
  • Radioaktives Material kann mit Hilfe einer geeigneten technischen Vorrichtung in der Umwelt verbreitet werden, um eine radioaktive Verseuchung zu schaffen (Schmutzige Bombe)
  • Direkter Angriff auf ein Atomkraftwerk, einen Castortransport, eine Wiederaufarbeitungsanlage oder sonstige Atomanlage


Während die Punkte 1 und 2 technisch extrem aufwändig und sehr unwahrscheinlich (aber nicht ausgeschlossen) sind, müssen die letzten beiden Punkte als konkrete Bedrohungen angesehen werden. Ein Terror-Anschlag mit "modernen" panzerbrechenden Waffen auf das AKW Leibstadt hätte verheerende Auswirkungen. Panzer- und bunkerbrechende Waffen aller Art gehören leider schon lange zum gängigen Waffenarsenal im Bereich des Terrorismus. Solange das AKW Leibstadt nicht abgestellt ist, gehört es zumindest besser gesichert als bisher.
Mehr Infos - Atomterrorismus


AKW / Atomkraftwerk / Siedewasserreaktor Leibstadt / Zeitbombe

Dieses Motiv können Sie hier als Kleinanzeige oder zur Verwendung auf Ihrer Homepage herunterladen.


Flugzeugabsturz und das AKW Leibstadt
Eine geheimgehaltene Studie der deutschen "Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit" über die Terror-Anfälligkeit von Atomkraftwerken wurde vom Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht.
Wir zitieren:
Terroristen sind mit jeder Art von Passagierflugzeug in der Lage, den atomaren Super-GAU auszulösen. Wenn nur ein Triebwerk eine Reaktorgebäudewand durchdringe und einen Brand auslöse, sei die Beherrschung des atomaren Ernstfalls "fraglich". Selbst ein "Treffer des Daches des Reaktorgebäudes durch Wrackteile mit Absturz eines Dachträgers in das Brennelementbecken" führe zu einer "begrenzten Freisetzung" von Radioaktivität aus dem Brennelementlagerbecken. Wird in diesem Fall auch noch Kühlwasser verloren und entsteht ein Treibstoffbrand - wie es beim World Trade Center der Fall war - rechnen die Experten mit "erheblicher Freisetzung aus dem Brennelementlagerbecken".

Auch Leibstadt ist ein schlecht geschütztes Kernkraftwerk. Es kann nicht angehen, angesichts dieser Gefahren den Kopf in den Sand zu stecken. Nicht einmal die "nächste" Atomkraftwerksgeneration, der Europäische Druckwasserreaktor (EPR), könnte einen gezielten Anschlag überstehen. Nach einem Anschlag mit modernen Waffen oder einem Flugzeug auf das Atomkraftwerk würde das weite Umland aufhören, in der bisherigen Form zu existieren.

Wie groß die Terrorgefährdung der deutschen Atomkraftwerke ist, belegen interne Dokumente, die der taz seit Juni 2009 vorliegen: "Eine Untersuchung der Internationalen Länderkommission Kerntechnik aus dem Jahr 2002 kommt zu dem Ergebnis, dass nur 3 der damals 19 Atomkraftwerke einem Flugzeugangriff standhalten würden. "Bei allen anderen Kernkraftwerken ist bei einem Aufprall auf das Reaktorgebäude mit schweren bis katastrophalen Freisetzungen radioaktiver Stoffe zu rechnen." Eine Nachrüstung sei technisch und wirtschaftlich nicht machbar."

Mehr Infos Flugzeugabsturz Terrorgefahr und AKW

Folgen möglicher Atomunfälle dargestellt am Beispiel des AKW Fessenheim und übertragbar auch auf das AKW Leibstadt
(aus einer Studie des Ökoinstituts Darmstadt im Auftrag der Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen)
Hintergrund der Studie war ein angenommener schwerer Atomunfall im französischen EDF-/EnBW-Atomkraftwerk Fessenheim: „Bei lebhaftem Südwestwind mit Regen würde sich eine bis zu 370 km lange Schadensfahne von Fessenheim bis in den Raum Würzburg-Nürnberg erstrecken. In deren Bereich müssten alle Siedlungen auf 50 Jahre geräumt werden, sollten die Richtlinien von Tschernobyl zur Anwendung kommen. Betroffen wären u.a. die Städte Freiburg, Freudenstadt, Tübingen, Stuttgart, Heilbronn und Schwäbisch Hall.“ (Sollte der Wind am Katastrophentag in eine andere Richtung wehen, so wären natürlich andere Städte und Gemeinden betroffen.) Fast drei Jahrzehnte nach dem Atomunfall in Tschernobyl und Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima liegt der Evakuierungsradius für viele AKW laut Katastrophenschutzplan immer noch bei lächerlichen 8 Kilometern. Die großflächigen radioaktiven Verseuchungen und die Notwendigkeit weitreichender Evakuierungen bei diesen Atomunfällen haben jahrzehntelang nicht zu einer Anpassung des Menschenschutzes an die Realität großer Atomunfälle geführt.
Solange wir noch von Atomanlagen bedroht werden, darf der Druck auf die Behörden nicht nachlassen, damit aus Kataströphchenschutz endlich Katastrophenschutz wird. Info


Folgen eines schweren Unfalls oder eines Terroranschlages
auf das AKW Leibstadt für Sie:

Nehmen Sie einen Zirkel und ziehen Sie einen Kreis von ca. 300 Kilometer um das AKW Leibstadt. Wenn Sie in diesem Kreis wohnen und es zu einem schweren Unfall oder Terroranschlag kommt, zu einer Katastrophe die unwahrscheinlich ist und die dennoch morgen schon eintreten kann, wenn ein Teil des radioaktiven "Inventars" des AKW austritt und der Wind in Richtung Ihres Wohnortes weht, dann werden Sie diese Ihre Heimat, mit allem was Sie in Jahrzehnten mühevoll aufgebaut haben, schnell und endgültig verlassen müssen und froh sein, einfach nur zu überleben.


Eine Kritik am Katastrophenschutz für AKW finden Sie hier

4000 Milliarden Franken
kann ein schwerer Atomunfall mit radioaktiver Verseuchung in einem Schweizer AKW kosten. Diese Zahl stammt nicht von AKW-Gegnern, sondern vom Bundesamt für Zivilschutz. Diese Zahl stand schon häufiger in den Medien. Das Problem: Niemand kann sich eine solche Zahl "4 000 000 000 000 Franken" vorstellen. Ein schwerer Atomunfall oder ein Terroranschlag auf ein altes oder neues AKW, bedeutet schlicht das Ende der Schweiz, so wie wir sie bisher kannten. Es ist erstaunlich, dass manche Parteien, die sich ansonsten dem "Heimatschutz" verschrieben haben, dies nicht erkennen wollen. Die aktuell diskutierte minimale Erhöhung der Haftpflicht-Versicherung für Atomkraftwerke ist lächerlich und zeigt den Einfluss der Atomkonzerne auf die Politik der Schweiz.

Atom-Politik Schweiz


Atom Schweiz: Von kleinen Löchern, großen Gefahren und abspringenden Versicherungsgesellschaften

Von kleinen Löchern...
Im vergangenen Jahr gab es in vielen Medien in Sachen Atom Schweiz ein „großes“ Sicherheitsthema. Es wurde zufällig entdeckt, dass ein Arbeiter bereits im Jahr 2008 insgesamt sechs wanddurchdringende Löcher durch das Primärcontainment im AKW Leibstadt gebohrt hatte um Feuerlöscher zu befestigen. Dieser Vorgang war ein großes überregionales Medienthema. Der Vorgang zeigt zwar, dass Dummheit auch in Hochsicherheitsbereichen an der Tagesordnung ist, eine echte Gefahr ging von den Löchern aber nicht aus.

Die neueren Entwicklungen in der Schweiz, die wirklich große Gefahren für Mensch und Umwelt bringen, spielen in der regionalen und überregionalen Berichterstattung (im Gegensatz zu den Löchlein) fast keine Rolle.

Gefahr Eins: Atommüll Es zeigt sich, dass der Schweizer Atommüll in einer im internationalen Vergleich viel zu dünnen Schicht Opalinuston eingelagert werden soll. Der Atommüll muss aber eine Million Jahre sicher gelagert werden.

Gefahr Zwei: Gefahrzeitverlängerung trotz steigendem Unfallrisiko
Das Schweizer AkW Beznau, das älteste AKW der Welt, wird in diesem Jahr nachgerüstet. Der Energiekonzern Axpo tauscht die Deckel der Reaktordruckbehälter aus. Reaktor 1 ist mit mehr als 45 Jahren das älteste, kommerziell betriebene Akw der Welt und damit ein gefährliches Technikmuseum. Planung und Vorbereitungen sind fast abgeschlossen und die Reaktordeckel sind eingetroffen. Jetzt wird der technische Dinosaurier also tatsächlich noch einmal für 700 Millionen Franken aufgehübscht. Doch die wachsenden Sicherheitsprobleme der veralteten „Resttechnik“, insbesondere die extreme Gefahr alter Reaktordruckgefäße, wird mit dem teuren Deckeltausch nicht behoben. 


Im Gegenteil, das Unfallrisiko wächst. Das ist offenbar die Einschätzung der privaten Assekuranz. Keine private Versicherungsgesellschaft ist mehr bereit auch nur eine Milliarde Haftungsrisiko zu versichern. Deshalb hat der Schweizer Bundesrat die Kernenergie- Haftpflichts-Verordnung angepasst und den privat zu versichernden Beitrag der Betreiber auf 500 Mio. gesenkt. Den gewaltigen Rest versichert er selbst. Nationalrat Beat Jans und Co-Präsident von NWA –Nie wieder Atomkraftwerke ist empört und hat heute dazu einen parlamentarischen Vorstoß eingereicht.

Gefahrzeitverlängerung Die „konservativen“ Parteien im Schweizer Nationalrat haben vor einigen Monaten eine zutiefst unverantwortliche Entscheidung getroffen und die mächtige und in der Schweiz immer mitregierende Atomlobby hat ihre Interessen durchgesetzt. Der Betrieb der Schweizer Atomkraftwerke soll fast nicht eingeschränkt werden. Nur für die ältesten unter ihnen – Beznau I und II – ist erst nach 60 Jahren Schluss. Beznau I geht also 2029 vom Netz, Beznau II zwei Jahre später. Das dritte Kraftwerk der ersten Generation, das marode AKW in Mühleberg, wird 2019 abgeschaltet. Die Atomkraftwerke Gösgen und Leibstadt hingegen sollen so lange betrieben werden, „wie sie sicher sind“.


Es ist nicht erklärbar, warum ein modernes Land wie die Schweiz, in Beznau und Mühleberg die ältesten und unsichersten Atomkraftwerke der Welt betreibt und jetzt mit dem Deckeltausch in Beznau die Gefahrzeit so unverantwortlich verlängert. Die Existenz des eigenen Landes und der Menschen auch in den Nachbarländern wird unverantwortlich auf´s Spiel gesetzt. Mit zunehmendem Alter wächst auch die Gefahr atomarer Unfälle. All dies haben die „konservativen“ Atomlobbyisten im Schweizer Nationalrat bei ihrer Entscheidung außer Acht gelassen. Geld ist wichtiger als Sicherheit.

Am vierten Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima müssen wir feststellen: Die Leibstadter Löchlein waren Dummheit, die riskante Gefahrzeitverlängerung für AKW ist unverantwortlich und menschenverachtend.






SVP, Atomfilz, atomares Dorf & Atomparteien in der Schweiz
Unverständlich ist die Haltung der Bürgerlichen und Konservativen in der Schweiz. Es ist nicht erklärbar, warum insbesondere die so genannten Bürgerlichen und Konservativen in Beznau und Mühleberg die ältesten und unsichersten Atomkraftwerke der Welt betreiben wollen und so die Existenz des eigenen Landes und seiner Menschen so unverantwortlich auf´s Spiel setzen. Mit zunehmendem AKW-Alter wächst auch die Gefahr verheerender atomarer Unfälle. Insbesondere die Politik der rechtspopulistischen Atompartei SVP, (Schweizerische Volkspartei) gefährdet die Schweiz.

Bei einem schweren Atomunfall in Deutschland würden sich, ähnlich wie in Japan, zumindest noch Gebiete finden, wohin die Menschen evakuiert werden könnten. Bei einem Atomunfall in einem kleinen Land wie der Schweiz kämen als Fluchtorte, je nach Schwere des Unfalls und je nach Windrichtung am Katastrophentag, nur die ebenfalls betroffenen Nachbarländer in Frage. Haben sich diese Bürgerlichen und Konservativen schon einmal überlegt, in welchem der Nachbarländer sie Asyl beantragen würden? Diese schweizer Atom-Parteien stehen nicht für den Schutz der Heimat, sie sind Teil des "atomaren Dorfes", eines undemokratischen Netzwerks von Abhängigkeiten und Verfilzungen mit der Atomindustrie.
Mehr Infos: gekaufte Demokratie?

Je direkter die Demokratie, desto besser, teurer und aufwändiger die Atompropaganda...


Burson Marsteller: Eine der besten Propagandaorganisationen der Welt organisiert die Schweizer AKW-Werbung
"Es gibt keine menschengemachte Klimaveränderung und wegen dieser drohenden Klimakatstrophe brauchen wir dringend mehr Atomkraftwerke“ lauten die recht widersprüchlichen Werbebotschaften von Burson Marsteller, einer der weltgrößten PR Agenturen, die jetzt auch für das Schweizer Nuklearforum arbeitet. Info
"Seit 2006 führt das PR-Büro Burson-Marsteller in Bern die Geschäftsstelle des Nuklearforums Schweiz. Im letzten Jahr hatte Burson-Marsteller für die PR im Dienste der Schweizer Atomlobby insgesamt 3,6 Millionen Franken zur Verfügung. Davon stammen 3,2 Millionen aus den Beiträgen der Mitglieder, welche hauptsächlich aus der Strom- und Atombranche stammen. Allen voran die grossen Stromkonzerne Axpo, Alpiq und BKW. Burson-Marsteller hat in 98 Ländern auf allen Kontinenten Vertretungen und gehört zu den einflussreichsten und umstrittensten PR-Agenturen der Welt. Letztmals in die Schlagzeilen geriet Burson-Marsteller in Deutschland, als die PR-Agentur im Auftrag der Lufthansa die Initiative «Ja zu FRA» für den Ausbau des Flughafens Frankfurt inszenierte. Oder im letzten Jahr als Burson-Marsteller im Auftrag von Facebook den Konkurrenten Google anschwärzte. Zu den früheren Kunden von Burson-Marteller gehörten der rumänische Diktator Ceausescu, die argentinische Militär-Junta, Chiles Diktator Pinochet, der Gentech-Konzern Monsanto und der Chemiekonzern Union Carbide, in dessen indischem Werk in Bhopal 1984 nach einem Unfall mehrere Tausend Menschen starben. In den 90-er Jahren gründete das PR-Unternehmen im Auftrag der Erdöl-Konzerne Exxon, Texaco und Chevron die «Global Climate Coalition», welche die Gefahren der Klimaerwärmung herunterspielte. Heute preist Burson-Marsteller im Auftrag der Atomlobby den Klimaschutz als Trumpfkarte an." schreibt der Infosperber




Wie gefährlich ist Atommüll?
In einem AKW entsteht in einem Jahr pro Megawatt Leistung ca. die kurz- und langlebige Radioaktivität einer Hiroshimabombe. Das heißt, im AKW Leibstadt entsteht jährlich ca. die Radioaktivität von ca. 1220 Hiroshimabomben. Ein Teil dieser Radioaktivität zerfällt nach relativ kurzer Zeit. Manche radioaktiven Stoffe ("Isotope") zerfallen in wenigen Jahren (z.B. das klimaschädliche Krypton-85: 10,76 Jahre Halbwertzeit). Andere radioaktive Gifte haben extrem lange Halbwertszeiten (z.B. Jod-129: 17 000 000 Jahre). Ins Endlager kommt ein "Cocktail" aus vielen gefährlichen Abfallstoffen. Ein atomares Endlager muss also Sicherheit über viele Halbwertszeiten, über mindestens eine Million Jahre(!) geben - über Zeiträume, die unser Vorstellungsvermögen sprengen. Es fällt schwer, die Gefahren und Gefährdungszeiträume von Atommüll zu bedenken.
Mehr Informationen

Plutonium und der Pharao
Beim Betrieb eines AKW mit 1000 MW Leistung entstehen pro Jahr ca. 200 - 250 kg hochgefährliches Plutonium. Wenn der bekannte ägyptische Pharao Cheops vor 4550 Jahren nicht die berühmte Pyramide gebaut, sondern ein AKW 4 Jahre lang betrieben hätte, dann wären neben vielen anderen Abfällen ca. 1000 kg Plutonium zusammengekommen. Bei einer Halbwertszeit von 24 110 Jahren (Plutonium 239) wären heute noch 877 kg vorhanden. Nach 10 Halbwertszeiten, also nach 241 100 Jahren müssten immer noch ca. 0,1% der Ausgangsmenge, also 1 kg Plutonium dauerhaft sicher gelagert werden.

Mehr Infos - Atommüll

Atomkraftwerk + Atomwaffen = Atomkraftwaffen
Das größte Atomproblem ist die Gefährdung allen Lebens mit der weltweiten Verbreitung von Atomkraftwaffen durch den Bau von Atomkraftwerken, Urananreicherungsanlagen und dem Schwarzmarkt für Plutonium. Wieso haben Länder wie Pakistan und Nordkorea Atomwaffen? Weil sie mit Hilfe der "friedlichen Nutzung der Kernenergie" Mittel und Wege gefunden haben, Atomkraftwaffen zu bauen. Und jedes alte und neue AKW (auch der neue Siemens Euroreaktor EPR) vergrößert die Gefahr für den Weltfrieden. Deutlich wird diese Gefahr auch beim Streit um das iranische bzw. nordkoreanische Atomprogramm und die iranische und nordkoreanische Atombombe. Doch der erhobene Zeigefinger in Richtung Nordkorea und Iran gilt nicht, wenn hinter diesem Zeigefinger eigene Atomwaffen, AKW und Urananreicherungsanlagen stehen. Der BUND stellt die Frage, warum sonnenreiche Staaten wie die Türkei, Saudi-Arabien, Jordanien, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate extrem teure, neue AKW bauen wollen. Geht es tatsächlich um den teuren Atomstrom oder um Atomwaffen und einen Machtzuwachs nach nordkoreanischem Vorbild?

Atomkraftwaffen! Dieses Motiv gibt´s für 10 Euro als Kleinbanner für Demo und Balkon hier


Mehr Infos - AKW, Atombombe, Atomwaffen, Atomkraftwaffen





Klima, Klimaschutz, AKW, Atomkraft und gut gemachte Propaganda
„Atomkraftwerke schützen das Klima“. Damit werben die Atomkonzerne auch nach Fukushima für den scheinbar CO2-freien Atom-Kraftwerkspark. Diese geschickte Werbebotschaft der AKW-Betreiber soll Akzeptanz für die immer noch erhoffte Laufzeitverlängerung, aber auch für neue, kleine höchst gefährliche Thorium Reaktoren schaffen. Im Zeitalter der organisierten Desinformation erleben wir hier ein spannendes Exempel. Mit vorgeschobenen Umweltargumenten wird Umweltschutz verhindert und umweltgefährdente Anlagen "grüngewaschen". Die Propaganda der Umweltzerstörer ist besser geworden.

Es gibt in der Atom-PR zwischenzeitlich ein neues Grundprinzip:
"Lob dich nicht selber - Lass dich von anderen loben". Wenn McDonalds sagt, McDonalds-Hamburger seien die besten, wenn Öl- und Kohlekonzerne den Klimawandel leugnen, wenn die Tabakindustrie das Krebsrisiko herunter spielt, wenn Monsanto die Gentechnik lobt und Atomkonzerne die sichere Kernenergie preisen, dann ist das weniger glaubwürdig als wenn "neutrale Dritte" die Werbung übernehmen und die Konzernmeinung geschickt verkaufen. Immer wieder haben aus diesem Grund Tabak-, Atom- und Genkonzerne WissenschaftlerInnen gekauft und "ehemalige UmweltschützerInnen" sind noch "glaubwürdiger" als Professoren. Info Auch bösartige Ökologismus Kampagnen, organisierte Leserbriefkampagnen und Wikipedia-Manipulation gehören zu den neuen Durchsetzungsstrategien der Atomlobby.

Klimaschutz und AKW: Mythos und Realität
Der Beitrag der Atomenergie zur weltweiten Energieversorgung liegt bei lediglich 2% während der Beitrag der erneuerbaren Energien schon 18% beträgt. Mit einer „2%-Technik“ ist das das Klimaproblem nicht zu lösen. Selbst der Neubau von Atomkraftwerke könnte diesem geringen Anteil kaum ändern. Eine Vervierfachung der Atomkraftwerkskapazität bis 2050 könnte nur 6% zur angestrebten Halbierung der CO2-Emissionen beitragen (Szenario der Internationalen Energie Agentur, Juni 2008).
Mehr Infos - Atomkraft, Atomkraftwerk, AKW, Klima und Klimaschutz




Die kommende weltweite Energiekrise und das Uran
Die weltweiten fossilen Energievorräte und das Uran nur noch für wenige Jahrzehnte

Die Erde steuert auf eine gigantische Energiekrise mit massiven ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen zu, wenn der Umstieg auf nachhaltige, regenerative Energien nicht beschleunigt wird. Die Übernahme unseres westlichen Verschwendungsmodells durch Indien und China beschleunigt die kommende Energie- und Rohstoffkrise. Der von den Werbeabteilungen der Atomkonzerne ins Gespräch gebrachte Heilsbringer Uran wird ähnlich schnell aufgebraucht sein wie Erdöl und Erdgas.


AKW & Fortschritt?

Nur ein rascher Umbau unserer weltweiten Raubauwirtschaft auf Nachhaltigkeit und die Nutzung regenerativer Energien können die drohende Energiekrise verhindern.
Mehr Infos - Weltweite Energievorräte/ Energiereserven/ Energieressourcen

Sonne, Wind & Wasserkraft: Energiealternativen kostengünstiger als das britische AKW Hinkley Point
Die Photovoltaik wird schon in wenigen Jahren an vielen Standorten auf der Erde den preisgünstigsten Strom erzeugen können. Das ist das Ergebnis einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) im Auftrag von Agora Energiewende aus dem Jahr 2015. Demnach werden sich die Erzeugungskosten in Mittel- und Südeuropa bis zum Jahr 2025 auf vier bis sechs Cent pro Kilowattstunde verringern, bis 2050 auf zwei bis vier Cent.
Seit den 80er-Jahren sind die Preise für Photovoltaiksysteme auf ein Zehntel ihres einstigen Wertes gefallen. Durch technische Fortschritte und steigende Produktionsmengen dürfte die Entwicklung anhalten, wenngleich der Preisrückgang sich naturgemäß verlangsamt.

Das geplante britische Atomkraftwerk Hinkley Point
soll eine skandalöse Vergütung von bis zu elf Cent pro Kilowattstunde erhalten – und dies für 35 Jahre garantiert mit zusätzlichem Inflationsausgleich. Ansonsten könnte es nicht rentabel betrieben werden. Das wird ein riskanter, teurer Spaß für die Energiekunden in England.
Im sonnigen Wüstenemirat Dubai dagegen ist im Jahr 2015 ein langfristiger Solarstromvertrag für fünf Cent pro Kilowattstunde abgeschlossen worden. Auch in Deutschland können große Solarkraftwerke bereits Strom für weniger als neun Cent pro Kilowattstunde liefern – also preiswerter als aus dem britischen AKW Hinkley Point.

Windenergie, Solarenergie und die „industrienahen“ Gegner der Energiewende



Jedes privat gebaute Windrad kleiner Betreiber und jede private PV-Anlage ist eine Konkurrenz zu den Atom- und Kohlekraftwerken und den Offshore-Windparks der Großkonzerne. Das Energieerzeugungsmonopol wird von den Privaten gebrochen. Darum wird die Energiewende von den Kohle- und Atomkonzernen EnBW, RWE, Vattenfall und E.ON auch massiv bekämpft. Es gibt eine mächtige Lobby, die auf Kohle setzt und neue AKW bauen will.[/

Gerade die großen Energieversorgungsunternehmen wie EnBW, RWE, Vattenfall und E.ON
und einige große industrielle Stromverbraucher hatten schon vor Fukushima im Hintergrund an den Strippen des Widerstandes gegen die Windenergienutzung, zukunftsfähige Energien und die Energiewende gezogen, wie die Fachautorin Claudia Peter am Beispiel des Bonner Rechtsanwaltes Thomas Mock eindrucksvoll aufgezeigt hat.
Die Konzerne treten in diesen Konflikten schon lange nicht mehr selber auf. Sie lassen die schmutzige Arbeit von gut organisierten Klimawandelleugnern, von der "Initiative Neue (un-)Soziale Marktwirtschaft" und industrienahen Verbänden, Stiftungen , von der AfD und Bürgerinitiativen erledigen.

Wie formulierte Dr. Sebastian Schwark von der PR-Agentur Hill & Knowlton die neue Aufgabe für Unternehmen der Energiewirtschaft? "Die Kernfrage ist […] nicht, wie Protest zu vermeiden ist, sondern wie wir Protest managen können“.

Die wichtigen Kampagnen, Impulse und manche aufgebauschten Mythen (z.B. Infraschall) der Gegner der Energiewende und der Windkraftwerke kommen häufig von industrienahen Journalisten und Lobbyisten wie Dirk Maxeiner & Michael Miersch. Auch die finanzstarke, so genannte „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“, eine Lobbyorganisation des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall bekämpft die Energiewende in BürgerInnenhand.

EIKE, das so genannte"Europäische Institut für Klima und Energie", eine der wichtigsten deutschen Organisationen der Kohlelobby und Klimawandelleugner, ist ein zentraler Impuls-, Text- und Mythengeber für die Windradgegner. Themen wie „Infraschall“ werden dort gezielt gesetzt, aufgebauscht und verbreitet. Die Chemtrail-Verschwörungstheoretiker und auch die neue Atompartei AfD kämpfen gegen Windenergie und Energiewende.


Wikipedia-Manipulation, Tschernobyl & und das Atomkraftwerk Leibstadt
Intensiv und leider erfolgreich waren und sind die gut organisierten Einflussversuche der Atomlobby auf vielen Wikipedia-Seiten zum Thema Atomenergie. Auf vielen Wikipediaseiten gibt es keine Infos zur Abgabe von Radioaktivität im "Normalbetrieb", zu Krebsisiken oder zur Unfallgefahr.
Der größte, aktuelle Erfolg der Atomlobby bei Wikipedia sind die einseitig-verharmlosenden Infos zu den Opferzahlen der Tschernobyl-Katastrophe.
Nach Recherchen des ARD-Magazins Monitor hat die Unterwanderung von Wikipedia durch PR-Agenturen eine Dimension erreicht, die sie "zum Problem für die Demokratie" macht.
"Es geht hier nicht um eine generelle Kritik an Wikipedia, das zu den genialsten und wichtigsten demokratischen Projekten unserer Zeit zählt, dessen offene Strukturen aber auch stets gefährdet sind, wenn es um Geld und Macht geht. Im Kampf um Meinungsvielfalt bei Wiki versagt die Umweltbewegung.", sagt BUND-Geschäftsführer Axel Mayer.





AKW Leibstadt



Hier finden Sie viele Links und Informationen zu wichtigen Atomthemen:
Eine umfassende Information zu den Gefahren der Atomenergie finden Sie hier:

Anti-Atomkraftgruppen Schweiz
Eine Weblinksammlung der schweizer Anti-Atomkraftgruppen
Atom Ausstellung
Mehr Infos: Neue Kernkraftwerke Schweiz?
Mehr Infos: Zwischenlager für Atommüll und AtomfabrikWürenlingen
Mehr Infos: AKW und Atomterrorismus
Mehr Infos: katastrophaler Katastrophenschutz für KKW
Mehr Infos: Akzeptanzforschung, Greenwash und neue Durchsetzungsstrategien für AKW
Mehr Infos: Atommüll Schweiz, atomarer R(h)einfall?
Mehr Infos: AKW, Atombombe, Atomwaffen, Atomkraftwaffen
mehr Infos: AKW Laufzeitverlängerung ist Gefahrzeitverlängerung
Mehr Infos: Atomkraft, Atomkraftwerk, AKW, Klima und Klimaschutz
Mehr Infos: EPR Europäischer-Druckwasserreaktor / Neue AKW und ihre Gefahren
Mehr Infos: Weltweite Energievorräte/ Energiereserven/ Energieressourcen
Mehr Infos: Funktionsweise - Druckwasserreaktor Atomreaktor Kernreaktor
Mehr Infos: Funktionsweise - Siedewasserreaktor Atomreaktor Kernreaktor



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<a href="http://www.bund-rvso.de/akw-leibstadt.html">AKW / KKW Leibstadt (Reaktortyp Fukushima): Eine Information zu den Gefahren / Atomkraftwerk, Kernkraftwerk</a>

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Dieser Artikel wurde 21684 mal gelesen und am 6.2.2017 zuletzt geändert.