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Apple: Geplante Obsoleszenz - Schneller kaufen - Schneller wegwerfen

26.02.2013

Apple: Geplante Obsoleszenz - Schneller kaufen - Schneller wegwerfen


Apple: Geplante Obsoleszenz Aktuell:


Nachrichten über Sammelklagen durch Verbraucher gegen Apple erreichen uns meistens aus den USA. Jetzt gibt es eine solche Klage allerdings in Brasilien: Dort werfen Kunden dem Unternehmen vor, Neuerungen im iPad 3 absichtlich zurückgehalten zu haben, um diese erst mit dem iPad 4 einzuführen. Das brasilianische Jornal do Comércio (via Mac Rumors) berichtet von der Sammelklage. Die Kläger meinen, dass die vierte Generation des iPad keine normale technische Evolution zur dritten Generation darstelle. Vielmehr handle es sich um eine so genannte “geplante Veralterung” oder “geplante Obsoleszenz”.
Quelle und weiter lesen:Giga.de


Geplante Obsoleszenz: Schneller kaufen - Noch schneller wegwerfen
(Kurze Einführung ins Thema)


Jeder hat´s schon erlebt.
Die Garantie ist gerade abgelaufen und "plötzlich und unerwartet" ist der fast neue Computer oder das Handy defekt und nicht mehr zu reparieren. Von “geplanter Obsoleszenz“ wird gesprochen, wenn in Konsumgüter gezielt Schwachstellen eingebaut werden, um die Produktlebensdauer zu verkürzen.

Kurz nach Ablauf
der viel zu kurzen Garantiezeit ist das Produkt defekt und eine Reparatur "lohnt nicht". So gibt es zum Beispiel Tintenstrahldrucker mit einem eingebauten Zähler-Chip, die nach einer bestimmten Anzahl gedruckter Seiten nicht mehr funktionieren. Wird der Chip auf Null zurückgestellt, dann funktioniert der Drucker wieder.
Ein Ansatz, gegen die geplante Obsoleszenz anzugehen wäre die Verlängerung von Garantien und Gewährleistungszeiten. Wenn wir die gezielte Verkürzung der Produktlebensdauer von Zahnbürsten, Jeans, Strumpfhosen und Computern einfach so akzeptieren, wenn die Zyklen des Produzierens, Kaufens, Nutzens und Wegwerfens immer kürzer werden, dann brauchen wir uns über die absehbare Endlichkeit der Energie- und Rohstoffreserven und die Verlängerung der Lebensarbeitszeit nicht zu wundern. Für unsere Handy-Wegwerfkultur starben allein seit 1998 über 3 Millionen Menschen im "unbeachteten" Coltan-Rohstoffkrieg im Kongo. Gute, schöne, sinnvolle, reparaturfähige Produkte möglichst lange nutzen... Nur so können wir die Energie- und Rohstoffwende durchsetzen. Ein Wirtschaftssystem, in der Firmen auf die gezielte Verkürzung der Lebensdauer von Produkten setzen, ist nicht nachhaltig und zukunftsfähig. Laufzeitverkürzte Produkte sind eine beleidigende Unverschämtheit und damit allerdings auf der Höhe der Zeit.

Es gibt viele Hinweise, dass gerade auch Apple-Produkte nach dem Prinzip der Geplanten Obsoleszenz geplant, gebaut und verkauft werden. Wir versuchen hier einige Informationen zusammen zu tragen.

Axel Mayer, BUND Geschäftsführer, Freiburg

Apple: Geplante Obsoleszenz - Schneller kaufen - Schneller wegwerfen


  • Ein sicheres Zeichen für geplante Obsoleszenz sind fest eingebaute Akkus (natürlich nicht nur bei apple). Wenn der Akku kaputt ist und nicht ausgetauscht werden kann, dann ist zumeist auch das ganze Gerät kaputt. Die geplant kurze Lebenszeit des Akkus führt zur Begrenzung der Nutzungszeit des Produktes. Eines von vielen Beispielen ist das Smartphone. Der Akku-Ausbau war bei älteren Handys zumeist kein Problem. Bei neuen Smartphones lässt sich der Akku nicht, oder nur mit Spezialwerkzeug bewerkstelligen. Ganz schön „smart“ so ein "phone"... zumindest für die Hersteller. Für unsere Handy-Wegwerfkultur starben allein seit 1998 über 3 Millionen Menschen im "unbeachteten" Coltan-Rohstoffkrieg in Uganda

  • Apple MacBook: Beim neuen, teuren Apple MacBook ist die Eigenreparatur praktisch unmöglich gemacht. Der Reparaturdienstleister "iFixit" hat das neue Retina-MacBook auseinandergenommen und begutachtet. Dabei sind die Bastler zu dem Urteil gekommen, dass es sich bei dem extrem geschlossen entworfenen Produkt um den "am schwersten zu reparierenden Laptop" bisher handelt. Quelle: pressetext.com

  • Apple iPod: Quelle: ORF "Bis heute werden nicht ersetzbare Teile in Apple-Geräten verbaut, an den Rest gelangt man nur mit Spezialwerkzeug. Umso erstaunlicher, dass Apple-Produkte weiterhin als Statussymbole taugen - vor allem in einer Gesellschaftsschicht, die sich etwas darauf einbildet, das Auto gegen ein Fahrrad getauscht zu haben und kein Fleisch mehr zu essen." schreibt die Süddeutsche Zeitung

    Hier gibt´s mehr Infos zum Themenbereich: Geplante Obsoleszenz - Schneller kaufen - Schneller wegwerfen




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    • 3) Im Zweifel ist die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.







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    Dieser Artikel wurde 2713 mal gelesen und am 17.12.2016 zuletzt geändert.