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Atommülllager Benken: Schöne Bescherung für den Hochrhein.

20.12.2004
Gesamter Schweizer Atommüll an den Rheinfall?

Die Gefährdung durch Atomanlagen und Atommüll am Hochrhein könnte noch größer als bisher befürchtet werden. Wollten die Atomverantwortlichen der Schweiz zumindest den leicht- und mittelradioaktiven Müll bisher ein wenig grenzferner lagern, so führt die NAGRA jetzt einen neuen Begriff in die "Entsorgungsdebatte" ein, das sogenannte "Kombilager".

Kombilager. Hinter diesem wunderschönen Begriff verbirgt sich ein Endlager für alle Arten von Atommüll. Nicht nur der hochradioaktive Müll, der im Erdbebengebiet Hochrhein eine Million Jahre sicher gelagert werden soll, sondern der gesamte Schweizer Atommüll könnte jetzt ins Grenzgebiet kommen und das Trinkwasser für Millionen Rheinanlieger gefährden..

"Ein solches Kombilager für leicht- und mittelaktive Atomabfälle würde für die NAGRA durchaus Sinn machen, sagte Nagra-Geschäftsleitungsmitglied Markus Fritschi . Nach dem Wellenberg-Nein sei die NAGRA beauftragt worden, eine solche Möglichkeit zu prüfen."

"Nach Ansicht von BUND-Geschäftsführer Axel Mayer zeigt dieses Vorgehen, dass die Planungen der NAGRA sich weniger an den (schlechten) geologischen Gegebenheiten orientieren, sondern an den politischen Verhältnissen. Was an anderen Stellen der Schweiz politisch nicht durchsetzbar ist, soll jetzt an die Grenze, wo sich ein Großteil der Betroffenen nicht wehren kann. Ein "Kombilager" brächte nicht mehr Sicherheit, sondern hauptsächlich eine große Kosteneinsparung."

"Josef Diebold, Vorsitzender von KLAR! e.V. (Deutschland) gibt zu bedenken, dass

die Schicht Opalinuston, in dem der Atommüll gelagert werden soll, sehr dünn ist. Das war bereits bei den Plänen für den hochradioaktiven Müll ein Problem. Der leicht- und mittelaktive Müll aber bringt ein wesentlich größeres Müllvolumen mit sich, was die Gefahren für die Region erhöht."

Für BUND und Klar zeigt das Vorgehen die Perfektion der Salami-Taktik. Erst geht es nur um "Probebohrungen", dann um hochradioaktiven Müll, und jetzt werden die Versuchsballons gestartet, die den Hochrhein tatsächlich zum Atomklo für alle Arten von Atommüll werden lassen, eine Bedrohung für alle Menschen auf beiden Seiten des Rheins.

Im Jahr 2005 muss sich auch der grenzüberschreitende Widerstand gegen diese Pläne verstärken.

Mehr Infos - Atommüll Schweiz:
Mehr Infos: Atomkraft Schweiz

Info: AKW Schweiz


Kernkraftwerk Beznau 1 und 2
Gösgen
Leibstadt
Mühleberg


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Dieser Artikel wurde 3639 mal gelesen und am 13.12.2007 zuletzt geändert.