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Aufildurhin: Industriegesteuerter „Umweltverband“ bisher ein Flop

20.11.2007
Aufildurhin: Industriegesteuerter „Umweltverband“ bisher ein Flop
hier mehr Infos zur Tarnorganisation der EDF
Die Betreiber des 30 Jahre alten französischen AKW Fessenheim haben neben und wegen der Vielzahl von technischen Sorgen auch ein Imageproblem. Um Akzeptanz für das alte AKW und für den langfristig geplanten Zubau weiterer Reaktoren zu schaffen, gründeten EDF und ENBW vor vier Jahren den industriegelenkten „Umweltverband“ "Au fil du Rhin" (dt.: "Am Rhein entlang"), der mit einem teuren Internetaufritt, mit Werbetafeln, Infoständen und Veranstaltungen für sich warb. EDF und EnBW versuchten so den Begriff der Nachhaltigkeit für sich zu besetzen und die Umweltbewegung nach amerikanischem Vorbild zu spalten und zu kaufen.

Sehr erfolgreich streut das Atomkraftwerk Fessenheim pro Jahr rund 30 Mio. € an Zahlungen (Gewerbesteuern, Gebühren und Zuwendungen) an staatliche Gremien und lokale Behörden.

Potentiell kritische Umweltorganisationen finanziell einzubinden wäre eine durchaus erfolgversprechende Strategie. In Sachen neue AKW und Europäischer Druckwasserreaktor geht es alleine in Frankreich um ein Geschäft von weit über 200 Milliarden Euro.

Doch bisher war „aufildurhin“ ein Flop. Die großen Umweltorganisationen Alsace Nature, BUND, NABU, LNV... sind der finanziellen Versuchung nicht erlegen und dem atomaren Umweltclub nicht beigetreten. Das Trinationale Umweltzentrum TRUZ war erfreulicherweise nur sehr kurz Mitglied. Nach einer intensiven Debatte der am TRUZ beteiligten Verbände trat die Umweltbildungseinrichtung wieder aus. Auch der französische Verein der „Petite Camargue“ ist ausgetreten.
Anrufe bei aufildurhin werden nicht beantwortet.


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Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer
Getragen von der Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht von selber kommen wird wie die Morgenröte nach durchschlafener Nacht)






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