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Auenzentrum - „Auelandschaftspark - Sportplatz“ Burkheim - Vogtsburg - Breisach: Nicht an dieser Stelle!

06.03.2016


Auenzentrum - „Auelandschaftspark - Sportplatz“ Burkheim - Vogtsburg - Breisach: Nicht an dieser Stelle!


Auszug aus der gemeinsamen Stellungnahme der Umweltverbände (BUND, LNV, NABU und SWV) zur Fortschreibung des Regionalplanes, Januar 2014

Unter Punkt 3.1: Größere, besonders problematische Planungsvorhaben, die von den Umweltverbänden gemeinsam entschieden abgelehnt werden

3.1.6 Sportplatzverlegung und „Auelandschaftspark“ Burkheim
Diese planerische Idee ist im Rahmen von Erholungsplanungen im Zusammenhang mit dem IRP entstanden. Hintergrund ist die Vorstellung, den Burkheimer Sportplatz, der infolge des Baus des IRP-Polders „Breisach-Burkheim“ künftig im Flutungsgebiet liegen würde, auf die andere Seite des Hochwasserdammes im Auewald zu verlegen. Dabei wurde die Idee entwickelt, mit dem Sportgelände unter Nutzung von Synergieeffekten ein „Auenzentrum“ zu kombinieren, das über Auen informieren und die Aue erlebbar machen soll.

Das dafür vorgesehene Gelände liegt in einem typischen, feuchten Auwaldbereich mit Vorkommen der Wildkatze und in unmittelbarer Nähe zum besonders wertvollen NSG Rappennestgießen.
Die Umweltverbände halten diese Planung für kontraproduktiv und inakzeptabel, da sie einen wertvollen Auenbereich zerstören bzw. massiv schädigen würde.


Wir wissen, dass der RVSO nicht direkt zuständig für diese Planungen ist. Wir wollen aber im Rahmen der Fortschreibung des Regionalplanes auf das Vorhaben aufmerksam machen und die Gemeinde und weitere zuständige Stellen bitten, nach einer landschaftsschonenderen Lösung zu suchen. - Wir schlagen statt dieser unverträglichen Lösung vor, den Sportplatz
nicht im Auwald, sondern außerhalb des Waldes in der Faulen Waag (wo die Gemeinde Flächen besitzt) neu anzulegen und auf das „Auenzentrum“ zu verzichten, es allenfalls im Bereich des großen Burkheimer Baggersees anzusiedeln.

Die für das Projekt angedachte Fläche ist aus der Natura-2000-Kulisse ausgespart. Nach Wegfall dieser Planungen sollte die Fläche aus naturschutzfachlichen Gründen unbedingt in das Schutzgebietsnetz integriert werden.
(ausführliche Stellungnahme der Umweltverbände zu dieser Planung liegt dem RV vor)

Fußnote: Direkt in diesem Gebiet wurde eine der beiden ersten Wildkatzen in Baden-Württemberg gefunden (leider als Verkehrsopfer), nachdem man lange glaubte, die Wildkatze sei bei uns ausgestorben. Das Gelände im Burkheimer Auwald ist für die Wildkatze ein besonders gut geeigneter Lebensraum wegen des Nebeneianders von feuchtem Wald und warm-trockenen, verwilderten Steinbrüchen am Steilhang des Kaiserstuhls.

(Dieser Text entsteht gerade und ist noch eine Baustelle)





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Dieser Artikel wurde 1486 mal gelesen und am 23.4.2016 zuletzt geändert.