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Beznau - Demo - Aktion am 19.Juni 2016: «Menschenstrom gegen Atom» Rückblick

17.03.2016

Erfolgreiche Beznau-Kundgebung «Menschenstrom gegen Atom» Rückblick



Am Sonntag den 19.6.2016 haben 6'000 Personen dem extrem schlechten Wetter getrotzt und nahmen an der gesamtschweizerischen Grosskundgebung «Menschenstrom gegen Atom» in der Region Brugg (AG) teil. Die Besucherinnen und Besucher reisten aus der ganzen Schweiz und dem benachbarten Ausland, insbesondere Süddeutschland und Österreich an.

Der vierte «Menschenstrom gegen Atom» hat bereits am Sonntagmorgen als eigentlicher Sternmarsch über drei unterschiedlich anspruchsvolle Wanderrouten in der Region des AKW Beznau – dem ältesten Atommeiler der Welt – begonnen. Über 60 atomkritische Umwelt-und Friedensorganisationen, medizinische und kirchliche Kreise haben zu der familienfreundlichen Demonstration mit Schlusskundgebung im Amphitheater Windisch/Brugg aufgerufen. Im Mittelpunkt stand die Forderungen nach der sofortigen und definitiven Ausserbetriebnahme des AKW Beznau I.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz dankt den Veranstalterinnen für die gut organisierte, wichtige Veranstaltung!
Volksabstimmung im Herbst: JA zum geordneten Atomausstieg

2016 ist in der Schweiz ein energiepolitisch zentrales Jahr:
voraussichtlich am 27. November 2016 wird die Schweizer Bevölkerung über die Eidg. Volksinitiative «für den geordneten Atomausstieg» abstimmen. Dieses Volksbegehren schreibt die Ausserbetriebnahme der Reaktoren von Beznau im Jahr 2017 fest und setzt den gesamten Atomausstieg durch die Festsetzung maximaler Laufzeiten in geordneter Art und Weise um.

Bilder unter Menschenstrom





Am Sonntag 19. Juni findet in der Aargauer Region um das Atomkraftwerk Beznau zum vierten Mal die Kundgebung «Menschenstrom gegen Atom» statt. Bereits jetzt rufen viele atomkritische Umwelt- und Friedensorganisationen, medizinische und kirchliche Kreise, der BUND sowie Parteien zu dieser friedlichen, familienfreundlichen Demonstration auf. Im Mittelpunkt ihrer Forderungen steht die sofortige, definitive Ausserbetriebnahme des weltweit ältesten Atomkraftwerks in Beznau.
(Freiburg Bus Infos unten auf dieser Seite)

Beznau-Demo: BUND unterstützt Schweizer Initiativen
Wanderung & Kundgebung „Menschenstrom gegen Atom 2016“ am Sonntag, 19. Juni 2016


2016 ist das Jahr, in dem in der Schweiz die Weichen für eine vernünftige Energiezukunft gestellt werden könnten. Mit dem „Menschenstrom“ setzt die Umweltbewegung der Schweiz ein Zeichen für den geordneten Atomausstieg und die sofortige und definitive Stilllegung des ältesten AKW der Welt(!) im grenznahen Beznau.

In alter europäischer Tradition rufen unter anderem auch die beiden Regionalverbände Hochrhein und Südlicher Oberrhein des deutschen Bund für Umwelt und Naturschutz zu diesem wichtigen Protest auf.

Tschernobyl und Fukushima haben gezeigt, dass Radioaktivität keine Grenzen kennt. Das gleiche gilt auch für die von atomaren Gefahren bedrohten Menschen in den Risikogebieten von Beznau, Leibstadt, Gösgen und Würenlingen auf beiden Seiten des Rheins.

Es ist nicht erklärbar, warum ein modernes Land wie die Schweiz in Beznau und Mühleberg die ältesten und unsichersten Atomkraftwerke der Welt betreibt und so die Existenz des eigenen Landes und der Menschen - auch in den Nachbarländern - so unverantwortlich aufs Spiel setzt. Mit zunehmendem Alter wächst auch die Gefahr atomarer Unfälle.

Während die Werbeabteilungen der Atomkonzerne es immer wieder geschickt verstehen, die Menschen über den Rhein hinweg gegeneinander auszuspielen, setzen wir auf die grenzüberschreitende, europäische Freundschaft und Solidarität der von Atomanlagen betroffenen Menschen.

Gemeinsam wandern wir am 19.6.16 zum Amphitheater Windisch/Brugg, wo wir ab 14.30 mit Speis, Trank, Musik und Reden unseren Forderungen Nachdruck verleihen. Die wichtigsten Informationen zu den unterschiedlichen Wanderrouten und der Kundgebung finden Sie unter www.menschenstrom.ch Die regionalen Infos (Busse ab Freiburg und Singen...) finden Sie unten auf dieser BUND-Seite.

  • Axel Mayer, Geschäftsführer, BUND-Regionalverband Südlicher Oberrhein
  • Uli Faigle, Geschäftsführer, BUND-Regionalverband Hochrhein



Internationale Kundgebung mit verschieden langen Wanderungen zum zentralen Kundgebungsplatz zwischen Bern und Beznau
  • Lange und sportliche Route von Döttingen über Beznau zum Amphitheater in Windisch/Brugg ca 15,5 Km (reine Wanderroute nicht begehbar mit Fahrrad, Kinderwagen etc)
  • Mittlere Route von Station Siggenthal zum Amphitheater in Windisch/Brugg ca 7,5 Km (für Familien mit und ohne Kinderwagen geeignet)
  • Kurze Route ab Vier Linden Bözberg zum Amphitheater in Windisch/Brugg 5,5 Km (Shuttle ab Brugg Bahnhof nach Vier Linden - für Familien mit und ohne Kinderwagen geeignet)

- Schlusskundgebung am Nachmittag, ca. 14.30 Uhr im Amphitheater in Windisch/Brugg

Mehr Demo-Infos gibt´s hier

  • Regionaler Atom-Newsletter-Schweiz - Fessenheim: Hier eintragen


  • Bus, Bus, Bus..

    .
    • Freiburg: Busfahrt zu „Menschenstrom gegen Atom 2016“ am Sonntag den 19.06.2016 ab Freiburg & Bad Krozingen
      Greenpeace Freiburg bietet die Möglichkeit an, mit einem Bus zur Kundgebung gegen das Atomkraftwerk in Beznau in der Schweiz zu fahren.
      Der Bus startet am 19.06.2016 um 10:30 Uhr am Konzerthaus in Freiburg. Eine weitere Haltestelle ist in Bad Krozingen, Bahnhof Westseite um 11:00. Die Rückfahrt ist um 16:30 Ankunft in Freiburg ca. 19:00 Uhr.
      Die Kosten für die Fahrt betragen 20 Euro.
      Anmeldung unter Angabe von Name, Adresse, Abfahrtsort und Telefonnummer an folgende E-Mail Adresse: menschenstromgreenpeace-freiburg.de Um Anmeldung wird gebeten.



    Beznau-Aktionsplakate liegen wie immer vor dem BUND-Büro in Freiburg, Wilhelmstr. 24.a. Oder Sie schicken an bund.freiburgbund.net ne Mail und wir senden Ihnen kostenlos Plakate zu.



    Beznau - Demo - Aktion am 19.Juni 2016: «Menschenstrom gegen Atom»


    Dieses schöne Plakat (und in Kürze auch die Demoplakate) gibt´s fast kostenlos bei vielen Gruppen am Hochrhein und in der Schweiz und natürlich auch beim BUND in 79098 Freiburg, Wilhelmstr.24a und im BUND-Laden


    Aktueller Einschub:



    Risikoreaktor - AKW Leibstadt soll wieder ans Netz gehen


    Mit zunehmender Sorge sehen wir, dass das AKW Leibstadt trotz der aktuellen "massiven Probleme" wieder ans Netz gehen soll.
    Es gibt zu diesem Themenkomplex einen klugen, sehenswerten SRF Beitrag:
    SRF: "Ursache für Schäden unbekannt – AKW soll trotzdem ans Netz"


    Toll! Verfärbungen an Brennelementen in Leibstadt
    Meine Bewunderung gilt immer den Sprachakrobaten der Schweizer Atomindustrie.
    www.bund-rvso.de/neusprech-greenwash-propaganda-sprache.html

    Aus dem Atommülllager wurde der Entsorgungspark, aus dem Atomunfall das Ereignis... Die Betreiber des AKW Leibstadt schrieben jetzt:
    "Von den 648 Brennelementen des Reaktorkerns weisen 47 Brennelemente Verfärbungen an wenigen Hüllrohren auf"

    Selbst die mehr als atomfreundliche ENSI beschreibt das Problem der Verfärbung ein wenig genauer:
    (ENSI) "Im AKW Leibstadt hat sich bei Inspektionen der Brennelemente gezeigt, dass während mehrerer Zyklen systematisch kritische Siedezuständem (Dryouts) aufgetreten sind. Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI ordnet dieses Vorkommnis der Stufe 1 der internationalen Ereignisskala zu. Es prüft derzeit die Unterlagen, die das AKW Leibstadt vergangene Woche eingereicht hat.

    2015 hat das AKW Leibstadt nach einer umfangreichen Ursachenanalyse festgestellt, dass ein Brennstabschaden aus dem Jahr 2014 auf Dryout zurückzuführen ist. Bei einem Dryout sind die Brennstäbe nicht mehr vollständig mit einem Wasserfilm bedeckt, da das Wasser bereits in Dampf übergegangen ist. Solche trockenen Stellen heizen sich stark auf und oxidieren daher stärker.

    Erneut oxidierte Stellen
    In der Folge ergriff das AKW Leibstadt für den Zyklus 2015/2016 Massnahmen, um solche Dryouts zu verhindern. Bei der Inspektion der Brennelemente in der Jahresrevision 2016 wurden jedoch erneut stärker oxidierte Stellen an Brennstäben entdeckt, die durch Dryout verursacht worden sind. Seither steht das AKW Leibstadt still. Insgesamt besteht der Kern des AKW aus 648 Brennelementen mit – abhängig vom Brennelementtyp – je 91 beziehungsweise 96 Brennstäben. Im Rahmen der Ursachenanalyse wurden über 200 Brennelemente mit fast 20‘000 Brennstäben aus verschiedenen Zyklen inspiziert. Dabei wurden 47 Brennelemente mit Befunden entdeckt und festgestellt, dass es offenbar ab dem Zyklus 2012/2013 zu Dryouts gekommen ist."
    Text: Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI



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    Dieser Artikel wurde 1748 mal gelesen und am 26.6.2016 zuletzt geändert.