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Bitcoin Spenden Kritik 11.7.18: Greenwash, Betrug & Gier!!!

11.07.2018

Bitcoin Spenden Kritik 11.7.18: Greenwash, Betrug & Gier!!!



Aktueller Einschub 11.7.18
Betrügerische Mail: SOS-Kinderdörfer warnen
Gefälschter Spendenaufruf mit Zahlung per Bitcoin

Die SOS-Kinderdörfer warnen vor einer betrügerischen Mail, die aktuell in Umlauf ist: Darin wird zu Spenden für die SOS-Kinderdörfer per Bitcoin-Zahlung aufgerufen. Bitte reagieren Sie nicht auf diese Mail! Leisten Sie keine Zahlung an die angegebene Bitcoin-Adresse!
Die Mail stammt nicht von den SOS-Kinderdörfern weltweit oder einem anderen SOS-Verein.


Der Bitcoin ist eine digitale Mode-Währung,

die Einzelnen satte Profite, aktuell aber auch massive Verluste gebracht hat. Bitcoins "entstehen" durch Mining. Dieses Mining ist ein Vorgang bei dem große Computer ein kompliziertes mathematisch kryptographisches Rätsel lösen müssen, das hohen Einsatz von Rechenleistung und somit extrem viel Strom braucht.
Der Blockchain-Experten Alex de Vries sagte am 6 Mai 2018: "Innerhalb von nur sechs Monaten hat sich der Energieverbrauch durch Bitcoin-Berechnungen verdoppelt. Hält der Trend an, könnte die Kryptowährung Ende nächsten Jahres so viel Energie verschlingen wie derzeit alle Solaranlagen weltweit erzeugen."
Die notwendige Technik in Verbindung mit maximaler Gier führen dazu, dass der Energieverbrauch explodiert. Die Bitcoin-Blase hat erstaunliche Parallelen zur Tulpenzwiebel-Hysterie im Jahr 1636, allerdings mit negativeren Folgen für die Umwelt.

Bitcoin Spenden schaffen ein "grünes Image"


Wie immer wenn Umwelt zerstört wird und mit Umweltzerstörung verbundene Profite gefährdet sind, wird eilig versucht den Bitcoins ein grünes Image zu geben und Greenwash zu betreiben. So steht in Foren der Bitcoin-Lobby: "Bitcoin bedroht die Energiewende nicht, es finanziert dezentrale effiziente und günstig erzeugte Energie". Doch unser Stromverbrauch und der Energiehunger von Digitalwährungen wie Bitcoins ist immer noch gekoppelt an Atommüllproduktion, Klimawandel und Umweltzerstörung. Und nur um die Profitsucht zu bedienen müssen wir auch keine Windräder und Solaranlagen bauen. Um Bitcoins ein "grünes Image" zu geben, nutzen die Lobbyisten einen guten Trick. Sie bieten Nichtregierungsorganisationen und Umweltverbänden die Möglichkeit Bitcoin-Spenden zu erhalten und richten liebend gerne die entsprechenden Spendenseiten ein. Das Motto: "Spenden Sie für eine bessere Welt. Ein Bitcoin kann hunderten von Kindern helfen!" klingt erst mal gut. Die gemeinnützigen Organisationen hoffen auf Spenden und geben so dem Btitcoin ungewollt ein grünes Image. Doch erste NGO´s wie der BUND-Berlin haben den Zusammenhang erkannt und akzeptieren jetzt keine Bitcoin-Spenden mehr. Die Debatte hat endlich begonnen. Massive Kritik an Bitcoin-Spenden für amerikanische Umweltorganisationen gibt es nicht bei der washingtontimes.

Mehr kritische Infos: Bitcoin: Energieverbrauch, Umweltzerstörung & Gier

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer, Vizepräsident Atomschutzverband TRAS








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Dieser Artikel wurde 227 mal gelesen und am 11.7.2018 zuletzt geändert.