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Burson-Marsteller wäscht sich selber grün / Greenwash

Was macht eine Greenwash Firma wie Burson-Marsteller,
wenn sie selber zunehmend ins Schußfeld der Kritik gerät? Sie wäscht sich selber grün. Nachdem die Kritik an der Werbefirma Burson-Marsteller im Internet und in den Medien immer stärker wird, versucht die PR Agentur jetzt auch mal für sich selber ein positives Image aufzubauen. Wenn Burson-Marsteller Diktaturen berät und Umweltkatastrophen verharmlost, dann taucht der Firmenname aus verständlichen Gründen nicht in den Medien auf. Eine Initiative Pro Recycling aber trägt jetzt den Namen "Initiative Pro Recyclingpapier c/o Burson-Marsteller" Tue (in Nischen) Gutes und rede darüber. Was Burson-Marsteller umweltvergiftenden Firmen rät wird jetzt selber praktiziert. Der BUND ist gespannt was jetzt noch kommt.

Burson-Marsteller wäscht sich selber grün (Januar 2004)
Frankfurter Verein "Frauen helfen Frauen" gewinnt "Experten auf Zeit von Burson-Marsteller"
Zum 50-jährigen Jubiläum wurde Ende 2003 von Burson-Marsteller ein Wettbewerb um Experten auf Zeit ausgelobt. Nach eigenen Angaben "will Burson-Marsteller einen Beitrag zum sozialen Zusammenleben leisten, die Bedeutung wirksamer Öffentlichkeitsarbeit zeigen und ein Zeichen für ihre über 30-jährige Verbundenheit mit der Region Frankfurt setzen. Burson-Marsteller wird zusammen mit "Frauen helfen Frauen" in einem auf 50 Stunden bemessenen Projekt der Frankfurter Organisation helfen, ihre Interessen künftig noch besser in der Öffentlichkeit zu vertreten. Zwei Aufgaben haben sich Agentur und Verein für die Zeit ihrer Zusammenarbeit vorgenommen. Zum einen geht es darum, Strukturen und Arbeitshilfen aufzubauen, mit denen Frauenhaus und Beratungsstelle künftig mit eigener Kraft und trotz knapper Zeit wirksam Öffentlichkeitsarbeit in eigener Sache betreiben können."
Hintergrund dieser Werbeaktion in eigener Sache aber dürfte wohl das extrem schlechte Image von Burson-Marsteller sein. Immer mehr Kritik findet sich im Internet. Wenn Burson-Marsteller Diktaturen berät und Umweltkatastrophen verharmlost, dann taucht der eigene Firmenname aus verständlichen Gründen nicht in den Medien auf. Die "Hilfsaktion" fürs Frauenhaus aber findet sich ganz oben bei Google. Dass ein Frankfurter Frauenhaus die Hintergründe von Burson-Marsteller nicht kennt, kann man niemandem zum Vorwurf machen. Und in Zeiten in denen bei sozialen Einrichtungen gespart wird, wirkt so ein professionelles Beratungsangbot natürlich verlockend. Erschreckend ist aber die Tatsache, dass 50 NGO`s sich unkritisch bei Burson-Marsteller beworben haben. Das Thema Greenwash und Propaganda spielt auch im Zeitalter der Globalisierung bei den NGO`s eine untergeordnete Rolle.



Hintergrundinfo: Akzeptanzforschung, Greenwash, PR und neue Durchsetzungsstrategien



Burson-Marsteller (seit 2019 Burson Cohn & Wolfe) - Eine Übersicht:

Klimawandelleugner sind Mörder!
Nein, ich meine nicht die kleinen, unbedarften, uninformierten, manipulierten Menschen, die den Klimawandel abstreiten, und ich meine auch nicht die Menschen, die immer noch offene Detailfragen wissenschaftlich in Zweifel ziehen. Ich meine wohl aber die Spitzen der großen Öl- und Kohlekonzerne, die seit Jahrzehnten mit gezielter PR, mit Macht und Geld, den ihnen bekannten menschengemachten Klimawandel und seine Folgen leugnen, verharmlosen und herunter spielen, und die bezahlten Mietmäuler dieser Konzerne in Wissenschaft, Politik und PR-Agenturen. Ihre Aktivitäten werden millionenfaches Leid und Tod verursachen. Es ist an der Zeit die Dinge beim Namen zu nennen.
Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer






Mehr Informationen über die Greenwash - Aktivitäten von Burson-Marsteller finden Sie mit Hilfe der Suchfunktion auf der BUND Homepage.



"Die Wahrheit", Warnungen & Hinweise 2019:
  • 1) Diese regionalen BUND-Internetseiten sind "altmodisch-textorientiert" und manchmal lang. Wir bieten keine modischen Infohäppchen, sondern wenden uns an die kleiner werdende Minderheit, die noch in der Lage ist längere Texte zu lesen und zu erfassen.
  • 2) Wenn Sie hier "Die Wahrheit" suchen, werden Sie sie nicht finden. Es gibt sie nicht, "Die Wahrheit", sondern immer nur Annäherungen daran, Wahrheitsfragmente. Es wird Ihnen nichts übrigbleiben, als sich mit den "anderen Wahrheiten" auseinander zu setzen, um zu einer eigenen Meinung zu kommen. Verlassen Sie auch einmal den engen "Echoraum" der eigenen Meinung im Internet. Misstrauen Sie Wahrheitsverkündern! Haben Sie Mut, Ihren eigenen Verstand zu gebrauchen. Es gibt in diesem Land tatsächlich auch noch einige kluge, zumeist differenzierende Medien.
  • 3) Im Zweifel ist die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer
Getragen von der Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht von selber kommen wird wie die Morgenröte nach durchschlafener Nacht)


Aktueller Einschub vom 7.11.2019:

Grüne Kreuze & Artenausrottung in Deutschland 2019: Neue Studien


Während gerade bundesweit Landwirte mit Grünen Kreuzen & Demos für Agrargifte & Glyphosat demonstrieren, gab es neue, erschreckende Studien:

Vogelsterben


"Die Fachgruppe „Vögel der Agrarlandschaft“ der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft hat mit Unterstützung des DDA ermittelt, dass die Zahl der abnehmenden und stark abnehmenden Arten von 55 Prozent auf 68 Prozent gestiegen ist. Die Bestandsrückgänge von Rebhuhn (89 Prozent seit 1992), Kiebitz (88 Prozent seit 1992), Feldlerche (45 Prozent seit 1992) und vieler weiterer Arten halten nicht nur an, sie haben sich sogar noch beschleunigt. Als wesentliche Ursache für die Bestandsrückgänge sehen die Fachleute die fortschreitende Intensivierung der Landwirtschaft, insbesondere durch Pestizideinsatz, starke Düngung, den Verlust von Landschaftselementen wie Ackerbrachen und die Einengung der Fruchtfolgen.
Quelle: Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) e.V.

Insektensterben


Der Rückgang der Insekten und Spinnen in Deutschland reicht weiter, als bislang angenommen. Seit 2009 ist etwa ein Drittel aller Arten aus Wiesen und Wäldern verschwunden. Die Auswertung ergab insgesamt: Sowohl die Zahl der Insektenarten nahm massiv ab wie auch die Biomasse – allein auf den Wiesen um mehr als zwei Drittel. Der Insektenschwund war überall dort besonders stark, wo die Wiesen von Ackerland umgeben waren. Damit weist das Forscherteam um den Ökologen Sebastian Seibold darauf hin, dass die Hauptursache in der Landwirtschaft zu finden ist.
Quelle: Studie der TU München

Lügen


Der Bauernbund bezeichnet das Insektensterben als „Agrarlüge“
Landwirte sollen ein Mitschuld am Insektensterben haben? Davon will der Bauernbund nichts wissen. Geschäftsführer Reinhard Jung spricht von der „größten Agrarlüge seit BSE“... Landwirte tragen aus Sicht des Brandenburger Bauernbunds gar keine Mitschuld am Insektensterben. „Die Behauptung des Nabu, in den letzten 25 Jahren sei die Masse der Insekten um mehr als 70 Prozent zurückgegangen, können wir nicht nachvollziehen“, sagte Bauernbund-Vorstand Thomas Kiesel. „Fest steht allerdings, dass sich auf landwirtschaftlicher Seite die Lebensbedingungen für Insekten in den letzten 25 Jahren nicht verschlechtert haben.“
Quelle: Märkische Allgemeine vom 25.3.2019




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Greenwash, Akzeptanz, Akzeptanzforschung, postfaktische PR, Kriegspropaganda, Neusprech und Propaganda 2019



Leitartikel / Zusammenfassung zum Thema Greenwash


Greenwash, Kriegspropaganda, Akzeptanzforschung, PR, Umweltpropaganda und neue Durchsetzungsstrategien
Public Relations und Werbung für Umweltzerstörung, AKW, Gentechnik und Krieg


Greenwash - Sonstiges


Aktueller Einschub:
  • Nuclear Pride Coalition 2018: Atompropaganda, Klimawandel & industriegelenkter Ökooptimismus






    Weitere Greenwash-Themen:


    Zur Übersicht: hier





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    Dieser Artikel wurde 7581 mal gelesen und am 17.12.2016 zuletzt geändert.