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Elz Renaturierung bei Emmendingen / Kollmarsreute

22.09.2017

Elz Renaturierung bei Emmendingen / Kollmarsreute
So sieht die renaturierte Elz bei Riegel / Köndringen aus.

Elzrenaturierung bei Emmendingen / Kollmarsreute



Eine Stellungnahme des BUND Kreisverbands Emmendingen:



Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland - Kreisverband Emmendingen

Renate Hund, Kaiserstuhlstr. 8, 79276 Reute


BUND-Kreisverband begrüßt Pläne zur weiteren Elzrenaturierung bei Emmendingen / Kollmarsreute


Nachdem an der Elz zwischen Köndringen und Riegel Dämme zurückverlegt wurden und aus der "Bach-Autobahn Elz" auf ersten Teilstücken ein mäandernder Fluss mit Kiesbänken und Auen geworden ist, wird jetzt angedacht, das Erfolgsprojekt fortzusetzen. So gibt es konkrete Überlegungen zu einer Elzrenaturierung zwischen Wasser und der Eisenbahnbrücke bei Kollmarsreute.

Der BUND hat sich in den letzten Jahrzehnten schon für die ersten Renaturierungsmaßnahmen an Elz und Dreisam stark gemacht und die Fortsetzung dieses Erfolgsprojekts gefordert.

Darum unterstützt der BUND-Kreisverband auch die aktuellen Überlegungen. Möglichst zusammenhängende grüne Bänder, das heißt breite, naturnahe Korridore, teilweise mit Auecharakter, zwischen Schwarzwald und Rheinaue sollten als Ziel angestrebt werden. Je länger die naturnäheren Teilstrecken werden, desto besser könnten auch Konflikte zwischen Naturschutz und Naturnutzern gelöst werden, in dem separate Teilräume geschaffen werden. Nicht möglichst teure Ingenieurbiologie, die viele „Ökopunkte“ bringt, sondern zusammenhängende, große Flächen durch Dammrückverlegungen, sollten das Ziel sein.

Bei aller Begeisterung für die jetzigen Pläne bleibt bei uns Naturschützern doch immer auch ein wenig Essig im Wein. Die angedachten Maßnahmen werden nicht realisiert, um endlich aus trostlosen Flußautobahnen naturnahe Bäche zu machen und um Hochwasserschutz mit Naturschutz zu verbinden. Die Naturschutz-Planungen sind leider immer nur „Ausgleich“ für Naturzerstörung und Flächenverbrauch an anderen Stellen. Vor dem Ausgleich, auch wenn die Ergebnisse noch so sinnvoll sind, muss immer der Versuch stehen Naturzerstörung und Flächenverbrauch zu minimieren.


Für den BUND-Kreisvorstand:

Renate Hund, Martina Kunze,


Für die BUND-Ortsverbände:

Henner Wenzel, Jean-Paul Lacote, Gudrun Schätzle


  • Ausführlichere BUND-Informationen zum Thema Elz-/Dreisamrenaturierung finden Sie hier.
  • Mehr zum Thema Ausgleichsmaßnahmen und Ökopunkte finden Sie hier.


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Dieser Artikel wurde 1250 mal gelesen und am 5.1.2018 zuletzt geändert.