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Fessenheim: Erdbeben verboten! AKW Fessenheim nicht erdbebensicher!

07.01.2017

Das AKW Fessenheim und Erdbeben
La Centrale Nucléaire de Fessenheim et le risque sismique


Der Oberrheingraben gehört zu den seismisch aktivsten Zonen in Frankreich
und Deutschland. 1356 hat ein Erdbeben der Stärke 6,5 auf der Richterskala die Stadt Basel zerstört. Das AKW Fessenheim sei erdbebensicher und für ein Erdbeben wie das Basler Beben ausgelegt, sagen EDF und EnBW. Die Atomkonzerne haben recht! Das Atomkraftwerk Fessenheim könnte sogar noch einem stärkeren Beben als dem Basler Beben standhalten!
Dieses Beben muss nur sehr sehr weit von Fessenheim entfernt stattfinden!
Wissenschaftler bestätigen: "Das AKW Fessenheim übersteht möglicherweise ein zweites Beben von der Stärke des Basler Bebens wenn dieses Beben sein Epizentrum mindestens 30 km vom AKW Standort entfernt hat." Wer aber sagt, dass sich dieses Beben nicht direkt unter Fessenheim abspielt? Wenn das AKW Fessenheim einem Basler Beben am Standort Fessenheim nicht standhält, dann ist es nicht erdbebensicher und gehört abgestellt. Dann ist die Aussage "Fessenheim ist erdbebensicher" ein Lüge. Es war unverantwortlich in Fessenheim ein AKW zu bauen und es ist skandalös es weiter zu betreiben.
Axel Mayer / BUND




Hier ein Beispiel für ein Nahbeben, direkt bei Fessenheim
Nahbeben>> Fessenheim/Elsass/Frankreich Q=A Manual mode Seismogramme
DATE TIME-UT LATITUDE LONGITUDE DEPTH ML RMS NL/NM GAP
081225 17:50:28.69 47.910N 7.556E 8.0 2.2 0.18s 26/11 81




Ausführliche Studie "Kernkraftwerk Fessenheim: Beurteilung des Erdbebenrisikos"




"Die meisten Experten sind überzeugt, dass ein Erdbeben analog zu demjenigen von 1356 zwingend an die tektonische Schwächezone gebunden ist, die mit der Interaktion zwischen dem Oberen Rheingraben und dem Permo-Karbon-Trog einhergeht. Einige unter ihnen, insbesondere die französischen Experten, schliessen daraus, dass sich ein solches Beben automatisch im Süden der Stadt Basel befinden muss, in mindestens 30 km Distanz zum KKW Fessenheim. Zahlreiche andere Experten jedoch – zwei PEGASOS-Expertengruppen und die Verfasser der neuesten nationalen Studien für Deutschland und für die Schweiz – ziehen die Grenze der entsprechenden Zone weiter nördlich, mehrheitlich zwischen 10 und 20 km südlich vom KKW Fessenheim.
Zwei von vier PEGASOS-Expertengruppen denken, es sei unmöglich auszuschliessen, dass ein Beben analog zu demjenigen von 1356 in der unmittelbaren oder näheren Umgebung des KKW auftreten könnte, wobei sie dieser Hypothese ein Gewicht von 0.3 bis 0.4 zumessen.Es folgt daraus, dass sich eine Distanz zum KKW Fessenheim von 34 km, und selbst von 29 km (Studien der EDF bzw. des IRSN, zitiert in der Einleitung zu Kapitel 2.2) am optimistischen Ende des von den verschiedenen Experten erwähnten Wertebereichs befindet. Folglich müssen die Distanzen von 34 und 29 km im Rahmen einer deterministischen Sicherheitsstudie als überschätzt eingestuft werden. Zumindest wären sehr umfangreichende tektonische Forschungsarbeiten notwendig, um – eventuell – geringere Distanzen ausschliessen zu können."

[...]

"Die hauptsächlichen Gründe für die Unterschätzung der Erdbebengefährdung sind:
– eine zu optimistische Interpretation der wesentlichen Kenngrössen des Basler Erdbebens von 1356, das als Referenzbeben dient: Unterschätzung seiner Magnitude und Überschätzung der minimalen Distanz zum KKW, in welcher ein solches Beben auftreten könnte (EDF und IRSN),
– die Tatsache, dass kein lokales Erdbeben als Referenzbeben berücksichtigt wird (nur EDF),
– eine ungenügende Berücksichtigung der Unschärfe der Grunddaten, insbesondere die Benutzung von statistischen Mittelwerten zur Bestimmung der Bodenbeschleunigungen für das oder die Referenzbeben. Konsequenz ist eine bedingte Wahrscheinlichkeit von 50 %, dass die damit erhaltenen Bodenbeschleunigungen überschritten werden (Schwäche der von der RFS2001-01 vorgeschriebenen Methode, EDF und IRSN)."

Quelle: Studie - Erdbebenrisiko des KKW Fessenheim 05/09/2007 hier geht´s zur Studie



Hier umfassende Fessenheim-Infos:
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Aktuelle Informationen zum AKW Fessenheim


Über die Fessenheim-Schließung entscheidet Herr Macron (oder doch die EDF?)...
Prognosen sind immer schwierig, wenn es sich um Zukunftsfragen handelt.
Was tun?
Unser verstorbener Freund Walter Mossmann gab im "Gorleben-Lied" einen guten Tipp:

"Sie trommeln uns die Ohren voll, sie wären unaufhaltsam,
und trotzdem, mein ich, kommt es auch auf unser Zutun an ..."


Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer





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Dieser Artikel wurde 7805 mal gelesen und am 22.3.2017 zuletzt geändert.