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Erfolge für Natur & Umwelt / BUND

08.02.2019

Erfolge für Natur & Umwelt / BUND


Wir leben in einer zerstörerischen Endzeit exponentiellen Wachstums, in Zeiten von massiver Naturzerstörung, von Klimawandel, beschleunigtem Artensterben, Überkonsum, Hunger, undemokratischer Konzernmacht, Demokratiegefährdung, Nationalismus, massiver Aufrüstung und wachsender Kriegsgefahr.
Und dennoch hat die Umweltbewegung und der BUND (nicht nur am südlichen Oberrhein) eine Vielzahl von kleinen und großen Erfolgen erzielt und die globalen Zerstörungsprozesse zumindest entschleunigt. Es lohnt, sich zu engagieren.


Auf dieser Seite möchten wir beginnen diese Erfolge aufzulisten.


Der Erfolg hat immer viele Väter und Mütter und der Großteil der Erfolge lässt sich nicht einer Person oder einem Verband alleine zuschreiben. So waren die frühen Erfolge, die Verhinderung des Bleichemiewerks in Marckolsheim und der AKW in Wyhl, Gerstheim und Kaisersaugst das Werk der grenzüberschreitenden Umweltbewegung am Oberrhein und der BUND, war nur eine von vielen Initiativen. Der Konflikt um die Usine Kaysersberg, der letzten großen Papierfabrik am Rhein ohne Kläranlage, wurde vom BUND Regionalverband alleine getragen. Und da sind auch die stillen Erfolge, da ist immer auch jeder Frosch und jede Kröte, die von Umweltaktiven im nächtlichen Einsatz über die Straße getragen wurde. Und so steht am Beginn der Auflistung auch der große Dank an alle Aktiven, die sich für Mensch, Natur, Frieden, Gerechtigkeit und Umwelt engagiert haben.

Die Umweltbewegung wird für das gelobt, was sie in der Vergangenheit getan und erreicht hat und sie wird dafür kritisiert, was sie aktuell fordert und durchsetzen will.

Axel Mayer

Noch ist diese Seite aber eine Idee und Textbaustelle.




Erfolge für Natur & Umwelt (nicht nur) am Oberrhein:


  • Die frühen Kämpfe um saubere Bäche und Flüsse
    Nicht erst nach dem bisher letzten Weltkrieg waren viele Bäche und Flüsse am Oberrhein zu stinkenden Kloaken geworden. Die Abwässer der Papierfabrik Neustadt führten immer wieder zu Fischsterben und Geruchsbelästigung in der oberen Schlucht. Aktive des damaligen BUND (Aktion Umweltschutz) und des Schwarzwaldvereins verlangten um das Jahr 1970 die Abwassererklärung der Papierfabrik in Neustadt und die Beendigung der massiven Wasserverschmutzung der Wutach. Nach vielfältigen Aktionen (die den Aktiven viel Ärger einbrachten) wurde eine Kläranlage eingebaut.

  • Vogelschutz, Artenschutz & DDT
    In der Mitte des letzten Jahrhundert wurde festgestellt, dass DDT dazu führte, dass Greifvögel Eier mit dünneren Schalen legten, was zu erheblichen Bestandseinbrüchen führte. DDT geriet auch unter Verdacht, beim Menschen Krebs auslösen zu können. Auch in Südbaden gab es AktivistInnen und ForscherInnen, die früh auf den Zusammenhang zwischen DDT und Vogelsterben aufmerksam machten und wie immer in solchen Konflikten gab es auch industriegelenkte Verharmloser. Auch wegen des Drucks der Umweltbewegung wurde die Verwendung von DDT von den meisten westlichen Industrieländern in den 1970er-Jahren verboten. Artenschutz ist immer auch Menschenschutz.




    Am 20. September 1974 wurde der Bauplatz im elsässischen Marckolsheim von Umweltschützern aus Baden und dem Elsass besetzt und nach indianischem Vorbild ein hölzernes Rundhaus, das erste „Freundschaftshaus“ am Rhein, errichtet. Bauplatzbesetzungen in Wyhl (D), Kaiseraugst (CH), Gerstheim (F) und Heiteren (F) sollten folgen und auch die badischen Ackerbesetzer in Sachen Genmais Buggingen beriefen sich zwei Jahrzehnte später noch auf die Marckolsheimer Erfahrungen. Mit dieser ersten Bauplatzbesetzung wurde ein extrem umweltvergiftendes Bleichemierwerk verhindert.
  • Bleiwerk Marckolsheim



    Am 18. Februar 1975 wurde im Wyhler Wald Geschichte geschrieben. Es war der Tag des Baubeginns für die geplanten AKW. Männer und Frauen stellten sich mit ihren Kindern vor die Baumaschinen und brachten diese zum Stillstand, um ihre bedrohte Heimat zu schützen. Es folgte die erste Räumung des Platzes durch die Polizei am 20. Februar. Nach einer Großkundgebung am Sonntag, den 23. Februar 1975 kam es zur zweiten Besetzung. Das AKW Wyhl wurde verhindert und der Niedergang der Nutzung der mörderischen Atomenergie begann. In Wyhl und Marckolsheim wurde aber auch der Traum von einem Europa der Menschen, einem Europa ohne Grenzen geträumt und erstmals nach dem Krieg realisiert.
  • AKW Wyhl



    Über 12 000 BesucherInnen kamen 1976 zu diesen ersten "Sonnentagen" nach Sasbach. Die Bürgerinitiativen gegen das AKW Wyhl und die Aktion Umweltschutz/BUND organisierten die damals weltgrößte Ausstellung zu alternativen Energien. Der Widerstand gegen das im Nachbardorf Wyhl geplante AKW, das berühmte "Nai hämmer gsaid" war den Aktiven nicht genug, es galt auch Alternativen zur Atomenergie aufzuzeigen. Aus heutiger Sicht war es eine kleine, ja geradezu winzige, Ausstellung alternativer Energien. Aber gerade dieses "aus heutiger Sicht" zeigt den unglaublichen Erfolg der damaligen Idee und der umgesetzten Vision.
  • Sonnentage Sasbach & der Beginn der zukunftsfähigen Energien



    Am 1. Juni 1995 begann die erfolgreiche Ackerbesetzung gegen Genmais im südbadischen Buggingen.
  • Ackerbesetzung Buggingen



    Rot, blau, gelb... in allen Regenbogenfarben färbt sich der Rhein bis 1996, an einer einsamen Stelle unterhalb der beiden Rohre der elsässischen Papierfabrik Kaysersberg gegenüber von Breisach. Nach einem langen Konflikt bekam die allerletzte Fabrik am Oberrhein eine Kläranlage. Auch für den BUND und die Umweltbewegung war dies ein großer Erfolg und dennoch eine "Zäsur". Langsam endete die Zeit der "sichtbaren, alten, großen Luft-. Wasser-, und Umweltverschmutzung am Oberrhein, in Deutschland und Zentraleuropa und die Kämpfe und Konflikte zu diesem Themenbereichen. Die Luft-, und Wasserqualität hat sich deutlich verbessert und andere Probleme (Gentechnik, Klimawandel, Artensterben, Überkonsum, Endlichkeit der Rohstoffe... treten in den Vordergrund.)

  • Reiner Rhein



    Weltweit und auch am Kaiserstuhl gab es in den Jahren 1995 und 1996 Proteste gegen Atomwaffen und die französischen Atomtests. Die Entscheidung des französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac für neue Atombombentests auf Mururoa führte damals weltweit zu Protesten. Auch die grenzüberschreitende Umweltbewegung am Oberrhein demonstrierte. Es gab Kundgebungen und Aktionen an der deutsch-französischen Grenze, u.a. vom BUND an der L113 in Sasbach am Kaiserstuhl. Der weltweite Protest führte dazu, dass die Atomtests 1996 nach 30 Jahren endeten. Die radiologischen Auswirkungen für die betroffenen Menschen in der Südsee waren und sind immer noch verheerend. Damals wie heute war der kleine, örtliche Protest am Kaiserstuhl Teil einer global-erfolgreichen Bewegung gegen die Bedrohung durch Atomkraftwaffen.

  • Erfolgreicher Teil des globalen Protests gegen Atomversuche



  • Waldsterben & saubere Luft


  • Renaturierung der Flüsse / Bsp. Elz
  • Neonicotinoid: Teil-Verbot - 10 Jahre nach dem großen Bienensterben am Oberrhein
  • Über 16.000 Nistkästen verkauft




Hier finden Sie einen umfassenden Überblick über die regionale Umweltgeschichte am Oberrhein

Diese Seite ist noch eine sich entwickelnde Textbaustelle.




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Dieser Artikel wurde 224 mal gelesen und am 17.2.2019 zuletzt geändert.