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Bürgerentscheid gegen Flächenverbrauch in Endingen knapp gewonnen!

16.09.2016

Bürgerentscheid gegen Flächenverbrauch in Endingen knapp gewonnen!


51,1 % stimmten mit Nein /48,9 % stimmten mit Ja!




Dankscheen!
Danke an die abstimmenden Menschen in Endingen, Amoltern, Kiechlinsbergen und Königschaffhausen. Dank an die Nachdenklichen, an die Unentschiedenen (die dann doch mit schwerem Herzen Nein gestimmt haben), an die Menschen welche die regionalen & globalen Grenzen des Wachstums erkennen und dennoch keinen Stillstand sondern kluge, behutsame Weiterentwicklung von Heimat wünschen. Danke an die, die Boden nicht für Dreck halten und Umwelt nicht gegen Soziales ausspielen wollen.
Wohin geht Endingen, wohin geht die Region und die Welt? Das Endinger Nein gibt erst einmal keine Antwort auf diese Frage, aber es verlangsamt an einer winzigen Stelle örtliche Zerstörungsprozesse...


Es ging dem BUND Nördlicher Kaiserstuhl und der Wählervereinigung "Bürgerbeteiligung" nicht nur um ein kleines Baugebiet. Es ging um die Frage: "Endingen Wohin?" Die Grenzen des Wachstums sind in Endingen überschritten, seit jenseits der L113 gebaut wurde. Irgendwann verändert das ungebremste Wachstum die Struktur und das Lebensgefühl in einer Gemeinde, in einer Region und die Lebensqualität sinkt. Wer sich die "angebrochenen, nur teilbebauten" Industrieflächen Endingens ansieht, der bemerkt, dass hier für zukünftige Entwicklungen und Ansiedlungen noch sehr viel Fläche zur Verfügung steht.

Das Erreichen des Quorums war mehr als schwierig. Wir benötigten zumindest 1518 Stimmen und haben 1573 Stimmen bekommen.
Im Konflikt waren die „Spieße bei der Abstimmung ungleich lang“.
Wir hatten nur einen Bruchteil des Geldes, über das die „JA-Kampagne“ verfügt. Die geballte Endinger Macht (erstaunlicherweise auch die genossenschaftliche Volksbank Freiburg) waren für den Flächenverbrauch. Alleine die Großanzeigen der JA-Gruppe haben ein Vielfaches unserer Kampagne gekostet. Diese finanzielle Ungleichheit (und den Gummibärenmangel!) haben wir mit Kreativität und Idealismus ausgeglichen. (Dank an die FlugblattverteilerInnen!)

Es war ein Erfolg, dass endlich einmal über die örtlichen Grenzen des Wachstums so intensiv diskutiert wurde. Hier zeigt sich auch ein vorsichtiges Umdenken und Nachdenken in einer kleinen Stadt. Es ist kein Erfolg der "Neinsager", sondern eher der Nachdenklichen. Auch eine positive, demokratische Endinger Streitkultur war im Meinungsstreit erkennbar. Das Ergebnis war sehr knapp. Das unglaubliche „23-zu-1-Verhältnis“ im Stadtrat für den Flächenverbrauch spiegelt sich nicht im Ergebnis...

Das Wyhler "NAI hämmer gsait" führte auch zur Entwicklung umweltfreundlicher Energiequellen. Das regionale NEIN zu den alten, umweltbelastenden Müllverbrennungsanlagen legte einen Grundstein für das fortschrittliche ZAK-Verfahren auf dem Kahlenberg. Das überraschende Endinger NEIN zum Flächenverbrauch könnte zu einer behutsameren, nachhaltigeren, weniger zerstörerischen Regionalentwicklung führen. Immer mehr Menschen erkennen die Grenzen des Wachstums und sind damit weiter als die Politik


Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer (für den BUND Nördlicher Kaiserstuhl und den BUND-Regionalverband





Die Endinger Bürgerinnen und Bürger
entscheiden am 18. September 2016 über die im Norden der Stadt geplanten Gewerbeflächen. Die Frage lautet: "Sind Sie für eine Ausweisung weiterer Gewerbeflächen östlich des Gewerbe-gebiets Holderacker?" Ein deutliches "NEIN" auf dem Stimmzettel zum Flächenverbrauch ist ein "JA" zu einer verantwortlichen, ökologisch und sozial sinnvollen Weiterentwicklung der kleinen, (noch) liebenswerten Stadt am Kaiserstuhl.


Endingen Wohin?
Es gibt wenige Gemeinden, die in den letzten Jahrzehnten flächenmäßig so explodiert sind wie Endingen. Die BUND-Grafik zur Flächenbebauung Endingens sagt mehr als tausend Worte. Alleine in den letzten 25 Jahren wurden auf der Endinger Gemarkung fast 10% der gesamten landwirtschaftlichen Fläche in Straßen, Bau- und Gewerbegebiete verwandelt – ein weitgehend irreversibler Prozess. Besonders erschreckend ist dabei, dass sich der Flächenverbrauch in diesem Zeitraum von der Bevölkerungsentwicklung fast vollständig abgekoppelt hat.

Am 18. September 2016 können die Menschen in Endingen entscheiden.



Die L113 neu war eigentlich als nördliche Begrenzung der Endinger Baugebiete gedacht
Doch in den letzten Jahren ist die Bebauung über diese Begrenzung geschwappt. Endingen wächst auch auf Kosten der Umlandgemeinden. Während in den Winzerdörfern Amoltern, Kiechlinsbergen und Königschaffhausen die dörfliche Infrastruktur mit Läden und Geschäften langsam verloren geht, konzentriert sich zwischenzeitlich alles in Endingen.


Unser örtliches, regionales und globales Wachstum


führt dazu, dass weltweit an jedem Tag zwei weitere Arten ausgerottet werden. In einem Jahr verbrauchen wir gerade weltweit so viele fossile Rohstoffe, wie die Erde innerhalb einer Million Jahre herausgebildet hat. Das Wetter-Jahr 2016 brachte eine Vorahnung des Klimawandels und war geprägt von vielen Extremwetterereignissen. Heftige Gewitter, Starkregen, drückende Schwüle, große Hitze, Temperaturschwankungen. Der Klimawandel könnte in der Hitzeregion Oberrhein die Lebensqualität mittelfristig so verschlechtern, dass sich die Flächenverbrauchsprobleme von alleine lösen.
Unbegrenztes Wachstum zerstört begrenzte Syteme und das gilt auch für Endingen.


Ein "NEIN" beim Entscheid lässt Endingen nicht im Dornröschenschlaf versinken
Das bisherige Wachstum Endingens hat Arbeitsplätze und Steuerkraft gebracht. Doch die Grenzen des Wachstums sind überschritten, seit jenseits der L113 gebaut wurde. Irgendwann verändert das ungebremste Wachstum die Struktur und das Lebensgefühl in einer Gemeinde und die Lebensqualität sinkt. Wer sich die "angebrochenen, nur teilbebauten" Industrieflächen Endingens ansieht, der bemerkt, dass hier für zukünftige Entwicklungen und Ansiedlungen noch sehr viel Fläche zur Verfügung steht.

Endingen ist immer noch eine "konservative" Gemeinde
Doch der Begriff konservativ kommt von lateinisch conservare „erhalten, bewahren“ oder auch „etwas in seinem Zusammenhang erhalten“. In Endingen bedeutet konservativ leider fast immer ein uneingeschränktes JA zu jeder Form der Umweltzerstörung.

Generationengerechtigkeit
Welche Chance haben Endinger Kinder (und auch künftige Bürgermeister) nach dem Wachstumsexzess der letzten Jahrzehnte überhaupt noch, selbst etwas zu gestalten? Haben wir heute das Recht, sie vor die Wahl zu stellen: "Entweder bescheidet Ihr Euch mit dem, was wir betoniert haben, oder Ihr verbraucht weiter und noch mehr Ackerland und Natur?"

Flächenverbrauch bringt der "armen Gemeinde Endingen" dringend benötigtes Geld
Dies ist ein wichtiges Argument für die Bebauung wertvollsten Ackerlandes, denn es löst Ängste aus. Doch welche andere Gemeinde hat in den letzten Jahren so viele Firmen und steuerzahlende Betriebe angesiedelt? Und dann reicht das Geld immer noch nicht? Es ist ein erstaunliches Phänomen, dass gerade die Gemeinden, die am schnellsten wachsen und wuchern, fast immer am wenigsten Geld haben. Durch immer neue Gewerbegebiete lassen sich solche hausgemachten Probleme nicht lösen. Warum soll ausgerechnet das Gebiet Mannsmatten die finanzielle Rettung bringen, wo die vielen anderen großen Baugebiete noch gar nicht vollständig bebaut sind?

Wenn die geplanten Baugebiete von Endingen,
Forchheim und den anderen Umland-gemeinden noch mehr zusammenwuchern, dann entsteht hässlicher Siedlungsbrei und Vorstadtmonotonie. Entlang der B3 zwischen Offenburg und Freiburg und an der Kaiserstuhl-Nordseite wachsen die Gemeinden auf Kosten der winzigen, verbliebenen Restnatur und auf Kosten der Landwirtschaft zusammen, und wir sind gerade dabei, das Liebenswerte unserer Heimat mit Macht und Beton zu zerstören. Unser Wachstum in Endingen geschieht auch auf Kosten anderer Gemeinden und schrumpfender Dörfer im Schwarzwald! Wir sollten bei der Ansiedlungspolitik nicht so agieren, als wenn die Nachbargemeinden unsere Feinde wären. Wenn gegen jede Vernunft dennoch „gewachsen werden muss“, dann sollte sorgfältig, nachhaltig, flächensparend und unter überregionalen Aspekten geplant und weniger scheußlich gebaut werden.
Wie es aussieht, wenn sich die lokalen Interessen durchsetzen und wenn nicht überregional klug geplant wird, kann man im Moloch „Mittlerer Neckarraum“ besichtigen.

Wir sollten auch in Endingen versuchen,
wertvollste Ackerflächen und das Liebenswerte unserer Stadt und Landschaft und die winzigen Reste von Natur in der Ebene zu erhalten. Nicht nur für die Touristen, sondern in erster Linie für die Menschen, die hier leben. Bei kommenden Krisen werden wir froh sein, noch wertvolle Ackerfläche für die Ernährungssicherung zu haben.

Beim Bürgerentscheid am 18.9. geht es nicht nur um die Ausweisung weiterer Gewerbeflächen östlich des Gewerbegebiets Holderacker. Es geht darum aufzuzeigen, dass die explosionsartige Entwicklung Endingens gebremst werden sollte und zwar
zum Wohl der Menschen, die hier leben und arbeiten. Stimmen Sie mit "NEIN"!



  • Axel Mayer, Geschäftsführer / BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein, Endingen
  • Brigitte Denter / Endingen
  • Barbara Schmidt / Endingen
  • Dr. Henner Wenzel, Vorstand / BUND Nördlicher Kaiserstuhl, Endingen




Eine schöne, etwas ungewöhnliche "Endinger Stadtbeschreibung" finden Sie Hier


Aktueller Einschub (auch wenn´s in Endingen nicht um Wohnbebauung sondern um Gewerbegebiete geht):

Umwelt gegen Soziales?


Den GegnerInnen des Flächenverbrauchs und der Naturzerstörung wird gerne Egoismus vorgeworfen. Sie seien gegen "die Minderheiten" und gegen "das Soziale". Wer in der selbsternannten Ökoregion am Oberrhein Umwelt gefährden und Natur zerstören will, der muss diese Pläne im Zeitalter von Greenwash heute immer sozial und ökologisch parfümieren.

Doch "die Minderheiten" und "das Soziale" werden beim Thema Flächenverbrauch gerne vorgeschoben um vollkommen andere Interessen (Spekulation...) zu verbergen. In der Realität wird zumeist nicht für die "die Minderheiten" und "das Soziale" gebaut, wie neue Studien zeigen.
Das ARD-Magazin Panorama hat mit Hilfe der "empirica-systeme Marktdatenbank" Hunderttausende Wohnungsangebote aus mehr als 100 Datenquellen zwischen Mai 2015 und Mai 2016 ausgewertet. Das Ergebnis ist verheerend: Der private Wohnungsbau, auf den die Politik ihre Hoffnungen setzt, schafft so gut wie keine bezahlbaren Mietwohnungen. 95,3 Prozent der privaten Neubau-Wohnungen in den 20 größten deutschen Städten sind für die Mehrheit der deutschen Mieter nicht bezahlbar." (Zitatende)
Quelle: Panorama


Nachtgebät vume Burgermeischder


und vun de Mehrzahl von de Gmeindsrät
(nid nur z Ändinge)


Herr, schaff uns Parkplätz, schaff uns Schtroße!
Kaufhieser schick uns, Banke!
Ä Stadtverkehr, ä lütte, große,
mir wänn`s dir danke!

Loß d`Gwerbstierquelle nie vertrogne.
D’Alage asphaltier uns,
loß d`Zueschüß regne, die versprochne,
zur Großstadt führ uns!

Herr, nimm uns d`Bäum un schenk uns Ample!
Loß Schilder wachse n uf de Plätz!
Schütz uns vor dene, wo bleed ummehample,
vu Läbe, Menschsii schwätze!

Für sälli Sorte loß uns Ghetto mache,
schön pflaschtret, Biotöpli, Brunne.
Dert loß sie ihri Träumli backe,
un mir hän`s gwunne!

Herr, loß uns Ämter, Ämter baue,
Rothieser hoch un hecher!
Därfsch`s gnädig vun dert obe schaue:
Mir sin dir necher!


ziemlich frei nach Manfred Marquardt (1927-1982) aus dem Hochrheinalemannisch übertragen








Endingen / Kaiserstuhl: Die Explosion des Flächenverbrauchs und der Regionalplan





Endingen / Kaiserstuhl: Die Explosion des Flächenverbrauchs
Eigenbericht über einen BUND-Vortragsabend am Freitag, den 08.11.13 in der Endinger Kornhalle



Spannende Debatte in Endingen: Flächenverbrauch bedroht Heimat

Heftig nachstuhlen mussten die Aktiven des BUND am nördlichen Kaiserstuhl am letzten Freitag in der Kornhalle. Zu den beiden Vorträgen über Zersiedelung und Verscheußlichung kamen mit über 80 Personen wesentlich mehr Menschen als erwartet. Leider erschienen – kurz vor den anstehenden Kommunalwahlen – nur zwei mutige Stadträte zu dieser wichtigen Veranstaltung, die nicht von Wutbürgern besucht wurde, sondern eher von nachdenklichen Menschen, die die Sorge um ihre Heimat umtreibt.

Der in Endingen lebende BUND-Regionalgeschäftsführer Axel Mayer
beschrieb gerade auch am Beispiel dieser Stadt das „Paradies am Oberrhein“ – die reiche, vielfältige und schöne Landschaft vor unserer Haustür.
Doch gerade in und um Endingen, sowie entlang der Vorbergzone an der B3 nehmen Zer-siedelung und „Verbreiung“ immer stärker zu.

Wenn die liebevoll geplanten Baugebiete von Endingen, Forchheim und Riegel erst einmal zusammengewachsen sind, dann ergibt das einen hässlichen Siedlungsbrei mit gesunkener Lebensqualität.


Ein schöner Abend auf dem Katharinenberg zeigt das zunehmende Lichtermeer der Ebene und die gar nicht ferne Bedrohung durch die wachsende Schwerindustriezone im Elsass.
„Würde der gesamte Flächenverbrauch von jährlich ca. 150 ha im Landkreis weitergehen wie bisher, so wären die landwirtschaftliche Nutzfläche ebnso wie die naturnahen Flächen bis in 200 Jahren aufgebraucht“ stand im Umweltbericht des Landratsamtes Emmendingen.
Belastend ist auch der Status Südbadens als Transitland: Der geplante Autobahnausbau wird mehr Abgase, Lärm und Probleme bringen als die Neubautrasse der Bahn, aber es gibt immer noch einen rückwärtsgewandten Fortschrittsglauben.

Im zweiten Teil des Abends ging Dr. Henner Wenzel,

Wahl-Endinger und Mitglied des örtlichen BUND-Vorstands, zunächst im Detail auf die Situation in Endingen ein. Anhand von grafisch aufbereiteten Satellitenbildern der Stadt zeigte er das Flächenwachstum von Anfang des 19. Jahr-hunderts bis heute auf. Insbesondere im letzten Jahrzehnt lässt sich klar zeigen, dass die
Entwicklung der Einwohnerzahl stagniert, wogegen der Flächenverbrauch geradezu explodiert ist. Während bis vor etwa 50 Jahren Bevölkerungs- und Siedlungszuwachs parallel liefen,obwohl es ja auch damals schon Industriebetriebe wie Leder- und Zigarrenfabriken gab, hat sich die Entwicklung danach entkoppelt, und einer Verdreifachung der Einwohnerzahl steht mittlerweile eine Verzehnfachung der Fläche gegenüber.

Dr.Wenzel zeigte auf, wie der Flächenverbrauch sich durch eine Exponentialkurve darstellen lässt, welche Eigenschaft dieser Kurventyp hat, und wie die Natur mit exponentiellen Verläufen umzugehen pflegt: Jedes Wachstum, das auf prozentualer Zunahme basiert, beschleunigt sich, bis es an natürliche Grenzen stößt. Darauf folgt in der Natur regelmäßig der Zusammenbruch.

Ein weiterer Aspekt, der nachdenklich machen sollte, ist der „peak soil“,
also der Zeitpunkt der maximalen Verfügbarkeit fruchtbarer Böden. Dieser Zeitpunkt liegt bereits über 30 Jahre in der Vergangenheit – weltweit, aber auch in unserer Region. Alleine in den letzten 25 Jahren wurden auf der Endinger Gemarkung fast 10% der gesamten landwirtschaftlichen Fläche in Straßen, Bau- und Gewerbegebiete verwandelt – ein weitgehend irreversibler Prozess.

„Die Natur braucht uns nicht – aber wir brauchen die Natur!“ – diesen global gültigen Satz gab Dr.Wenzel der Zuhörerschaft als Quintessenz seiner Überlegungen mit auf den Weg.

Zum Schluss zeigte Axel Mayer noch einmal weitere Zusammenhänge auf: So das Thema Wohnungsnot und Wohnungsleerstand. Bereits heute stehen bundesweit über 2,4 Millionen Wohnungen leer, und die Bevölkerung wir in den kommenden Jahrzehnten trotz Zuwanderung um 17 Millionen abnehmen. Während bundesweit die Bevölkerung also zu schrumpfen beginnt, versprechen viele Politiker in Südbaden immer noch unbegrenztes Wachstum, ein Wachstum auf Kosten der Schwarzwaldtäler und vieler anderer, auch weit entfernter Regionen.

„Unser Wachstum ist innerdeutscher Kannibalismus“ formulierte Mayer provokativ.


Wenn wir wider jede Vernunft dennoch wachsen, dann sollte zumindest sorgfältig – nachhaltig, flächensparend und unter überregionalen Aspekten – geplant werden. Das Problem der Regionalplanung ist die massive Bürgermeisterübermacht in den politischen Gremien, die gerade dabei ist, die Fortschreibung des Regionalplans in zerstörerischem Sinne zu „modifizieren“.

Hier dagegenzuhalten, ist eine wichtige Aufgabe auch für die Umweltverbände, wenn es darum geht, die Lebensqualität in Endingen und am ganzen Oberrhein zu erhalten. Ein Siedlungsmoloch wie etwa die „Metropolregion Rhein-Neckar“ ist für den BUND kein Vorbild, sondern abschreckendes Beispiel.
Planung muss immer regional, überregional und global gedacht – und zu Ende gedacht – werden.
Denn unbegrenztes Wachstum zerstört begrenzte Systeme. Das gilt für die Welt, für Südbaden, und natürlich auch für das schöne Städtchen Endingen am Kaiserstuhl.





Noch mehr Infos:
hier:Transitland Oberrhein - Verkehr und Verkehrsprobleme
hier: Die Verscheußlichung des Breisgaus
hier:Flächenverbrauch und Zersiedelung am Oberrhein
Bedrohte Artenvielfalt am Oberrhein



Endingen / Kaiserstuhl: Die Explosion des Flächenverbrauchs und der Regionalplan





Übersicht: Flächenverbrauch, Zersiedelung, Naturzerstörung, Regionalplanung, Oberrhein - Südbaden – Elsass




Freiburg / Breiburg
Eines der bedeutendsten und gleichzeitig meist unterschätzten Umweltthemen überhaupt:
Der zunehmende Flächenverbrauch auch in der Region am Oberrhein.





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Dieser Artikel wurde 6818 mal gelesen und am 11.5.2017 zuletzt geändert.