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Feldhamsterverleih: Satire oder PR-Strategie? Die Tricks der organisierten Naturzerstörer werden immer besser...

07.10.2010

Feldhamsterverleih: Satire oder PR-Strategie? Die Tricks der organisierten Naturzerstörer werden immer besser...



"Die Kernfrage ist […] nicht, wie Protest zu vermeiden ist, sondern wie wir Protest managen können.“ So formulierte Dr. Sebastian Schwark von der PR-Agentur Hill & Knowlton die Aufgabe für Unternehmen der Energiewirtschaft.

Mit neuen Durchsetzungsstrategien, Greenwash, Mediation, Neusprech, industriegesteuerten "Bürgerinitiativen", industrienahen "Naturschutzverbänden" und geschickter Propaganda sollen Menschen an Atomkraftwerke, Klimawandel, Gentechnik, Kriege für Öl und Umweltzerstörung gewöhnt werden. Nicht die Umweltkatastrophe, der Klimawandel, der Reaktorunfall oder das bekannt gewordene Massaker sind das Problem für Umweltzerstörer und Diktatoren, sondern die "schlechte Krisenkommunikation". Auch industriegelenkte "Angriffe" auf Umweltorganisationen und NGO's nehmen zu, wenn es um ökonomische Interessen geht.
Axel Mayer


Die organisierten Naturzerstörer werden immer besser...


Es gab im Netz die "professionell" wirkende Seite http://www.feldhamsterverleih.de. Dort entstand der Eindruck, es könnten Feldhamster und andere Tiere entliehen werden, um Bauprojekte zu verhindern. Im Impressum ließ sich erkennen, dass das Ganze nur eine "Satire" sein sollte.

Doch in Zeiten von Greenwash und neuen Durchsetzungsstrategien ist zumindest nicht ausgeschlossen, dass hinter dieser "Satire" auch Werbeagenturen und Interessengruppen stecken könnten.

(Nicht nur) ein Redakteur der kritischen und seriösen Regionalzeitungen, der "Badische Zeitung" hat diese Satire/Propaganda(?) schon falsch verstanden und einen ernst gemeinten Artikel daraus gemacht. http://www.badische-zeitung.de/netzwelt/feldhamster-gegen-bauvorhaben--36215277.html (Kurz nach Erscheinen dieser BUND-Seite wurde der BZ-Beitrag gelöscht)

Auch im Netz, insbesondere in rechtsliberalen Netzwerken, verbreitete sich die "Satire" als Wahrheit...
Der Fehler des BZ-Redakteurs war wohl eher ein "Kollateralerfolg" der Feldhamsterseite. Es ging vermutlich darum gezielt Internet-Mythen von den bösen Tricks der Naturschützer zu schaffen und zu verbreiten. Der "Feldhamsterverleih" als geschickter Internetmythos. Eine grandiose Idee.

Auch mit gut gemachter, falsch verstandener "Satire" kann Propaganda für Naturzerstörung betrieben werden.


Es ist zumindest nett, wenn sich die organisierten Naturzerstörer endlich mal neue Tricks einfallen lassen.

Axel Mayer / BUND-Geschäftsführer




Mehr Infos zum Thema Greenwash & Propaganda finden Sie hier
























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