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Fessenheim contra Grafenrheinfeld: "AKW-Fessenheim soll deutschen Blackout verhindern", Atompropaganda von Daniel Wetzel in der Welt

10.04.2014


Verschiedene Journalisten berichten, dass die Bundesnetzagentur den Beitrag von Daniel Wetzel zu -Fessenheim & Grafenrheinfeld- in "der Welt" als unzutreffend bezeichnet. Im Internet hat sich der Inhalt des Beitrages sehr schnell verbreitet. Die seit Jahren von Atomlobbyisten gezielt geschürte Urangst -Wir Deutschen schalten unsere "sicheren" AKW ab und die Franzosen lassen ihre alten Kisten laufen-. hat durch den falschen Bericht in der Welt wieder einmal gezielt Nahrung erhalten.
"Daniel Wetzel" schreibt in der Welt wie ein Atomlobbyist und agitiert gegen die Energiewende.
Wenn die Vorwürfe in der Welt nicht stimmen, dann ist der in unserer heutigen PE aufgeführte Punkt b) noch einmal sehr lesenswert...

Mit freundlichen Grüßen
Axel Mayer


Fessenheim contra Grafenrheinfeld: "AKW-Fessenheim soll deutschen Blackout verhindern",


berichten seit dem 9.4.14 die Medien.

"E.on darf das bayerische AKW Grafenrheinfeld abschalten, das drei Jahrzehnte störungsfrei lief. Einspringen soll nun Fessenheim – der älteste französische Reaktor, gelegen in einem Erdbebengebiet."
Die Beiträge, beispielsweise in der Welt oder im Focus lassen befürchten, dass die unglaublichen Aussagen möglicherweise sogar zutreffen könnten. Es kann natürlich auch sein, dass "Interessierte Kreise & Medien" ganz gezielt einen Zusammenhang herstellen, den es so gar nicht gibt.

Wenn es diese Überlegungen/Planungen der Bundesnetzagentur tatsächlich gibt, dann könnten diese nach Ansicht von BUND-Geschäftsführer Axel Mayer zwei Ursachen haben:
    a) Dummheit und Unwissen der Bundesnetzagentur
    b) Hinter dem durchaus denkbaren Skandal-Deal „Fessenheim contra Grafenrheinfeld“ (oder dem Versuch einiger Medien einen solchen Zusammenhang zu konstruieren) könnte allerdings auch ein gut gemachter PR-Trick der Atom-Konzerne stecken, um wieder einmal die Menschen grenzüberschreitend gegeneinander auszuspielen und den Atomausstieg zu verzögern. Er rührt an die seit Jahren gezielt geschürte Urangst -Wir Deutschen schalten unsere "sicheren" AKW ab und die Franzosen lassen ihre alten Kisten laufen-. Doch Fukushima hat gezeigt, dass es keine sicheren AKW gibt, weder in Fessenheim, noch in Grafenrheinfeld. Mit ähnlichen Tricks und „kleinen Nationalismen“ arbeiten die PR-Agenturen der Atomlobby auch in Frankreich und der Schweiz.
    Der Skandal-Deal „Fessenheim contra Grafenrheinfeld“ wäre auch einer der psychologisch bestgemachten Angriffe gegen das EEG, den wir seit langem erlebt haben.

Die Tricks der international hervorragend zusammenarbeitenden Atomlobby werden immer besser.
Es ist die Aufgabe des BUND und der Umweltbewegung die gefährlichen AKW abzustellen und zwar überall.
Fessenheim ist kein Ersatz für irgendein anderes Kraftwerk.
Uns bleibt nur ein "Herr Gabriel & Herr Kretschmann: Übernehmen Sie!"

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer


Nachträge Ergänzungen



  • Als Umwelt- und Naturschützer interessiert uns bei solchen "Zeitungsenten" die Frage, wer die Enten gefüttert hat... (Axel Mayer)

  • Lieber Axel Mayer,
    in dem Artikel der "Welt" wir behauptet, Uralt-AKW soll Blackout in Deutschland verhindern hier
    kommentiert "Bankrott der Energiewende" hier

    Da der Bayerischen Wirtschaftsverband schon im Dezember 2013 die Behauptung vom aufgestellt hat, dass es bei Grafenrheinfeld ein Problem mit der Versorgungssicherheit gäbe,hat ausgestrahlt die Situation von
    arepo-Consult wissenschaftlichen untersuchen lassen.

    Das Ergebnis ist, dass die Bundesnetzagentur für den kältesten Wintertag ein Reservekraftwerk für 1,2 Giga-Watt unter Vertrag nehmen wird. Auf die Ausschreibung sind 5,7 Giga-Watt an Kraftwerksleistung von den Betreibern angeboten worden. Es gibt genügend fossile Kraftwerke in Österreich, die im Winter ein paar Tage oder Stunden aushelfen können.

    Das steht auch im Bericht der Bundesnetzagentur so. An andere Stelle steht, dass das AKW Fessenheim anderes als von der französischen Regierung versprochen, noch über 2015 hinaus laufen wird und deshalb auch Strom liefern kann.

    Der Redakteur der Welt hat hier Zusammenhäng hergestellt, die so real nicht vorhanden sind. Auch wenn das AKW Fessenheim vom Netz geht, gibt mehr als genügend Reservervekraftwerke.

    Unsere Studie "Die Abschaltung des AKW Grafenrheinfeld und Versorgungssicherheit in Bayern" kann man hier hier downloaden:

    Tobias Darge von ausgestrahlt

  • Pressemitteilung von Bündnis 90 / Die GRÜNEN | 10.04.2014
    Auch ohne die AKW Grafenrheinfeld und Fessenheim bleiben die Lichter an


    Anlässlich der Abschaltung des AKW Grafenrheinfeld und eines möglichen Strombezugs aus dem französischen Pannenmeiler Fessenheim, erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik:

    Auch mit der Abschaltung des AKW Grafenrheinfeld droht kein Blackout. Die Bundesnetzagentur hat bereits mehrere Angebote für die Stromversorgung Süddeutschlands im Winter 2015/2016 vorliegen. Die Stromversorgung ist gesichert. Eine zusätzliche Versorgung mit Atomstrom aus Fessenheim ist unnötig. Es ist technologisch weder sinnvoll noch üblich, Atomkraftwerke als Winterreserve zu nutzen, da sie viel zu unflexibel sind. Wir kämpfen weiter dafür, dass der gefährliche Uralt-Meiler Fessenheim schon vor Ende 2016 abgeschaltet wird, um die Sicherheit der deutschen und der französischen Bevölkerung zu gewährleisten.

    Der deutsche Atomausstieg ist richtig und nicht daran gekoppelt, ob in Frankreich weiterhin Atomstrom produziert wird. Relevant für die künftige Versorgungssicherheit in Deutschland ist die richtige Ausrichtung der Energiewende. Die schwarz-rote Bundesregierung muss diesen Prozess unterstützen und nicht an allen Ecken und Enden blockieren und ausbremsen. Dann wird auch der Atomausstieg nicht gefährdet.
    Quelle




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    Dieser Artikel wurde 2453 mal gelesen und am 12.4.2014 zuletzt geändert.