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AKW Fessenheim und Erdbeben - Probleme ohne Ende

10.08.2000
"Erdbeben kurzfristig wegen technischer Probleme verboten"

In einer Pressemitteilung vom 9.8.00 musste die französische Betreibergesellschaft des AKW Fessenheim, die EDF, einen schwerwiegende Konstruktionsfehler des AKW eingestehen.

Seit der Inbetriebnahme des AKW vor über zwanzig Jahren sind die Behälter für das Notkühlsystem und Wasserbehälter für die sogenannten Abklingbecken, in denen abgebrannte Brennelemente zwischenlagern, unzureichend verankert. Einem Erdbeben würden sie nicht standhalten.

Im Falle eines Erdbebens im geologisch sehr aktiven Oberrheingraben (Basel wurde im Mittelalter durch eine Erbeben zerstört!) könnte das Versagen dieser wichtigen Systeme zum Größten Anzunehmenden Unfall und damit zu einer Katastrophe führen.

Zwei große Zehnjahresinspektionen mit der ständigen öffentlichen Betonung von Sicherheit wurden durchgeführt. Bei beiden "großen Inspektionen" wurde dieses Sicherheitsproblem nicht festgestellt. Auch jetzt war es wieder im baugleichen AKW Bugey in Zentralfrankreich festgestellt worden und nicht in Fessenheim selber. In Bugey waren auch die Risse im Reaktordeckel aufgetreten, die dann später in Fessenheim nachgewiesen werden konnten, obwohl sie bei der ersten Inspektion übersehen worden waren.

Für den BUND ist dies ein erneuter Hinweis, daß die Zehnjahresinspektionen wichtige Sicherheitsaspekte vernachlässigen und eher der Beruhigung der Öffentlichkeit dienen und nicht der Sicherheit.

Die EDF wird die Behälter jetzt natürlich mit zwei Jahrzehnten Verspätung nachträglich verankern.

Erdbeben haben bis zum Zeitpunkt der Reparatur nicht stattzufinden.
Hintergrundinformation zum AKW Fessenheim


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Dieser Artikel wurde 3268 mal gelesen und am 10.11.2007 zuletzt geändert.