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Fessenheim-Rede 18. Sept 2011 auf der Rheinbrücke Neuenburg - Chalampé

18.09.2011

Von regionalen und globalen Demonstrationen und einer EnBW-E.ON-EDF Stromwaschmaschine
Fessenheim-Rede 18. Sept 2011 auf der Rheinbrücke Neuenburg - Chalampé



Hallo Baden / Sallü Elsass / Hallo Markgräfler / Bonjour
Wieder einmal stehen wir hier
Wieder einmal ist es leider nötig hier zu stehen
Wieder einmal stehen wir nicht alleine
Auch in Breisach, Nonnenweier und Konstanz wird demonstriert

Die Welt ist unruhig
es gibt Atom-Demos in Tokio aber es gibt auch sonst viele Nicht-Atom-Demos zu vielen Themen
Tel Aviv, Santiago de Chile, Stuttgart, Nordafrika

Die Welt ist unruhig
Die atomaren Gefahren nehmen zu
Fessenheim, Fukushima, Beznau

Die globalen Krisen nehmen zu
Die globalen Proteste nehmen zu
es gibt viele Nicht-Atom Themen
Schuldenkrisen
Klimawandel
Demokratiemangel
Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander

Es gibt nicht eine Krise, wir erleben eine Zeit multipler Krisen
Ein System, das unbegrenztes, dauerhaftes Wachstum versprach
Ein System, das unbegrenztes, dauerhaftes Wachstum auch durch Atomenergie versprach
zeigt, dass dieses Versprechen ein unhaltbarer Mythos, eine Lüge war

Atomkraftwerke und Atomwaffen zerstören begrenzte Systeme
Beides hat Japan erlitten, in Hiroshima und Fukushima
Unbegrenztes Wachstum zerstört begrenzte Systeme
Das gilt für Südbaden, das gilt für´s Elsass, das gilt für die Welt

Und die ganz große Krise kommt erst noch
Erdöl, Gas, Uran, Kupfer und andere Rohstoffe sind endlich
Wir erleben Peak Oil, Peak, Uran, Peak Gas, Peak Kupfer, Peak Everything
Wir sind Teil eines globalen Raubbausystems
"In einem Jahr verbrauchen wir gerade weltweit so viele fossile Rohstoffe, wie die Erde innerhalb einer Million Jahre herausgebildet hat."
Wir haben der Erde die Haare vom Kopf gefressen

Überall wird demonstriert auf der Welt
Die Gründe sind unterschiedlich
und doch zeichnet sich ein verbindendes Element ab

Auf der einen Seite stehen immer die Menschen
auf der anderen Seite stehen fast immer undemokratische Machteliten


In Deutschland nennt man das den Atomfilz
In Japan nennt man das „das atomare Dorf“
„Das atomare Dorf“ ist die undemokratische Verfilzung von Atomkonzernen, Regierung, Parteien, Baukonzernen, Machteliten und Medien am Rand der Korruption

„Das atomare Dorf“ gibt es auch in Frankreich
Ist Herr Sarkozy der Präsident der Republik?
Ist Herr Sarkozy der Vertreter der EDF?
Ist Herr Sarkozy der Außendienstmitarbeiter von AREVA der vor kurzem an Herrn Gaddafi ein AKW verkaufen wollte?
Er ist vermutlich alles zusammen

In Sachen Fessenheim steht Herr Sarkozy vor einer Entscheidung
Alle Gründe der Vernunft sprechen für eine sofortige Abschaltung der Schrottreaktoren
Der zunehmende politische Druck aus dem Elsass, aus Südbaden und der Schweiz spricht für eine sofortige Abschaltung der Schrottreaktoren
Der Zustand des AKW-Fessenheim spricht für die sofortige Abschaltung
Nur ein einziges Argument spricht für den Weiterbetrieb
Dieses eine Argument treibt auch in Tel Aviv, Santiago de Chile und Nordafrika die Menschen auf die Straßen
Das Argument ist die global entfesselte Habgier

Von einer 60 jährigen Betriebszeit für Fessenheim spricht der Chef des AKW Fessenheim
Eine solche Aussage ist ein Verbrechen an der Gegenwart und ein Verbrechen an der Zukunft


60 Jahre Fessenheim:
Das wären 60 Jahre Risiko
Das wären 60 Jahre satte Gewinne für die EDF
60 Jahre Laufzeit: Das ist ist die global entfesselte Habgier


60 Jahre Fessenheim:
Das wären 60 Jahre Risiko
Das wären 60 Jahre satte Gewinne für die EDF

60 Jahre Laufzeit: Das ist ist die global entfesselte Habgier



Das wären aber auch 60 Jahre satte Gewinne für die deutsche EnBW
Es stimmt: Die deutsche EnBW bezieht keinen Strom aus Fessenheim
und das klingt doch erst mal gut
Es ist komplizierter:
Der Vorgänger der EnBW, das Badenwerk war mit 17,5% am Bau von Fessenheim beteiligt
Der Vorgänger der EnBW bezog immer 17,5% des Gefahrstroms
Die ENBW weiß: Fessenheimer Gefahrstrom hat ein schlechtes Image
Die Werbestrategen der EnBW hatten eine gute Idee
Die Idee heißt „Stromwäsche“
Der Fessenheim EnBW-Strom geht jetzt an E.ON
Der Fessenheim-E.ON Profit geht an unsere EnBW
Das ist eine propagandistisch gut gemachte Stromwäsche
Der Atomdealer gibt den Stoff an einen anderen Dealer weiter und bekommt einen Teil des Gewinns...
An den aktuellen Bauarbeiten für die Gefahrzeitverlängerung ist die ENBW aber direkt mit 17.5% der Kosten beteiligt
Ob das die EnBW Kunden wissen?
Hier ist GRÜN-Rot gefordert:
17,5% ENBW Investitionen in die Laufzeitverlängerung von Fessenheim sind ein nicht hinnehmbarer Skandal
Die neue Landesregierung muß endlich dafür sorgen, dass sich der deutsche Atomkonzern von dieser gefährlichen Beteiligung löst."

In Fessenheim steht der Herbst der Entscheidung an
Trinational müssen wir den Druck verstärken
Wir werden feiern oder demonstrieren
Doch demonstrieren alleine reicht nicht

Südbaden, das Elsass und das Markgräflerland müssen bunt werden
Lasst 1000 Banner, Fahnen, Plakate und Aufkleber blühen
Auf grauen Betonstützmauern in den Reben könnte stehen
(nicht heimlich gesprüht sondern in Absprache mit den Besitzern bunt gemalt)
Nein zu Fessenheim!

Am nächsten Wochenende schaut die Welt auf Freiburg
Hunderte von Journalisten schauen auf den Papst und auf unsere Atom-Fahnen und Banner an den Balkonen
Nein zu Fessenheim

Hallo Baden / Sallü Elsass Hallo Markgräfler / Bonjour
Wieder einmal stehen wir hier
Wieder einmal ist es nötig hier zu stehen
Wieder einmal stehen wir nicht alleine
Auf der ganzen Welt stehen Menschen auf
Gegen atomare Gefahren
Gegen Unrecht
Für Demokratie und Gerechtigkeit
Unser Kampf gegen Atomkraft ist immer auch ein Kampf für Demokratie

Axel Mayer (BUND-Geschäftsführer) / Claude Ledergerber (CSFR, TRAS)



"Bonjour" aux Français, "Hallo" zu den Deutschen und vielleicht auch "Grützi" zu den Schweizern.
Nous voilà rassemblés à nouveau.
Une fois de plus, il est nécessaire et important d'être ici.
Et une fois de plus, nous ne sommes pas seuls.
À d'autres endroits, Breisach, Gerstheim, Constance,
les femmes et les hommes se rassemblent pour dire non à l'ineptie du nucléaire.

Mais à travers le monde entier, d'autres femmes et d'autres hommes disent "non" à d'autres inepties:
à celle de la dictature,
à celle de l'oppression,
à celle de l'exploitation par une poignée de personnes au détriment du reste de l'humanité.
Quelle similitude, chers ami(e)s !

Un monstre sanguinaire et avide de pouvoir et d'argent pourrait cacher une centrale nucléaire tueuse et assoiffée d'imposer une politique énergétique.
Et dire que notre cher président à talonnettes, il y a encore quelques mois,
voulait vendre un EPR au Colonel Kadhafi.
Il vient de comprendre, fort heureusement mais tardivement
que cela n'aurait pas été un bon choix.
Nous espérons qu'il va vite comprendre
que la prolongation de Fessenheim est un mauvais choix.
On peut être de petite taille et tout de même remarquable par sa grandeur d'esprit.

Il est vrai, il est légitime de se poser la question qui est-il, M. Sarkozy:
est-il le président de la République ?
est-il le représentant d'EDF ?
est-il le commercial d'Areva ?

Il est certainement un peu de tout
mais surtout prêt à servir ses amis financiers et capitaines d’industries qui montrent quotidiennement leur souci de la collectivité...de leur petite collectivité.

Et à leurs pieds,
la plupart de nos élu(e)s politiques,
la plupart des experts soi-disant indépendants,
la plupart des spécialistes de la pensée unique,
qui ânonnent tous le diktat des nucléocrates:
«Circulez, il n’y a rien à voir» ou
«Tout va très bien, Monsieur le Marquis».

Monsieur Machenaud, directeur exécutif groupe en charge de la production chez EDF déclara en avril dans la presse locale:
«Il n’y a aucun risque particulier à Fessenheim».

On peut commencer par le socle de la centrale (le radier)...
le plus mince des centrales nucléaires françaises et 6x moins épais que celui de la centrale de Fukushima...
qui est entrain d’être transpercé par le combustible fondu (le corium).
Il n’y a aucun risque particulier à Fessenheim.

Fessenheim est situé sous le niveau du canal sur le Rhin.
EDF affirme que la rupture du canal et l’inondation du site sont impossibles ...
même après un séisme dont on ne connaît ni l’ampleur, ni l’épicentre.
Il n’y a aucun risque particulier à Fessenheim.

Les piscines de désactivation sont en-dehors de l’enceinte de confinement
et pour changer les générateurs de vapeur hautement radioactifs, il faut les découper sur place ...
car lors de la construction, on n’avait pas prévu une ouverture assez grande.
Il n’y a aucun risque particulier à Fessenheim.

Monsieur Machenaud est un menteur et il est responsable de ses mensonges.
M. Rosso, directeur de la centrale, comme son prédécesseur, parle de 60 ans d'exploitation de la centrale.
Une telle affirmation est un crime au présent, est un crime à l'avenir.
M. Rosso n'est certainement pas un criminel.
Mais il est probablement une marionnette au service d'un lobby qui n'a que faire de l’expression démocratique des habitants d’une région telle que la nôtre.

À de trop rares exceptions près, nos élu(e)s politiques régionaux,
à leurs têtes Monsieur Buttner, Monsieur Kennel et Monsieur Richert,
se réfugient derrière les «stress-tests» confectionnés par l’industrie nucléaire mondiale et adaptés à la sauce nationale,
s’obstinent à croire aux chimères de l’emploi et du coût du kwh nucléaire,
n’ont aucun sens du courage politique face à la pieuvre nucléaire.
Ils ou elles, plus souvent "ils" que "elles" préfèrent,
comme disait Victor Hugo, la consigne à la conscience.
Monsieur Buttner, Monsieur Kennel, Monsieur Richert seront responsables et coupables en cas de catastrophe nucléaire à Fessenheim.

Fin de l’automne, le verdict de la prolongation de 10 ans d’exploitation dangereuse supplémentaire doit tomber.
Continuons notre pression démocratique et pacifique, d’une manière tri-nationale.
Nous fêterons ou nous manifesterons jusqu’à la fête pour la fermeture.

Mais manifester ne suffit pas.
Faisons comprendre à tous ces messieurs, dames parfois, notre pouvoir de décision:
primo ... comme disent et appliquent nos amis allemands:
«Abschalten oder abwählen»
«arrêter Fessenheim ou du balai, les hommes politiques qui persistent dans cette voie».
secundo ... l’argent est le nerf de la guerre ...
dans notre combat, changeons pour un opérateur électrique:
«Enercoop», hélas le seul en France, qui garantit l’électricité à 100%, issue d’énergies renouvelables et qui vous pousse aux économies.
C’est une société coopérative à intérêt collectif certainement beaucoup plus proche du service public que EDF.
tertio ... ne laissez plus inaugurer,
ouvrir ou déblatérer nos élu(e)s sans leur poser la question de Fessenheim.

À quoi ça sert d’inaugurer par exemple une Foire aux Vins si le bouchon de Fessenheim saute et que le vignoble de part et d’autre du Rhin est contaminé pour des siècles.
Faisons fleurir sur nos maisons,
dans nos champs,
sur nos voitures et bicyclettes,
les calicots de la résistance antinucléaire,
les slogans de l’indignation populaire.

"Bonjour" aux Français, "Hallo" zu den Deutschen et peut-être aussi "Grützi" aux Suisses.
Nous voilà rassemblés à nouveau.
Une fois de plus, il est nécessaire et important d'être ici.
Et une fois de plus, nous ne sommes pas seuls.
Dans le monde entier, femmes et hommes se lèvent contre le nucléaire, contre l’injustice
Pour la démocratie, pour la justice.
Notre combat contre le nucléaire est aussi un combat pour la démocratie.

Merci beaucoup à vous tous d’être venus.
Merci à tous les organisateurs de cette nouvelle rencontre transfrontalière

Claude Ledergerber (CSFR, TRAS) Axel Mayer (BUND-Geschäftsführer)


Fessenheim-Rede 18. Sept 2011 auf der Rheinbrücke Neuenburg - Chalampé







Eine kleine Auswahl: Reden von Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer, Kreisrat, Vizepräsident TRAS


Die alemannischen Redebeiträge und die Vorträge finden Sie unten auf dieser Seite






















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Dieser Artikel wurde 3365 mal gelesen und am 28.3.2017 zuletzt geändert.