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GEO-Tag der Artenvielfalt 2010: Freiburg, Feldberg, Mooswald, Kaiserstuhl, Rheinauen

01.10.2009
GEO-Tag der Artenvielfalt 2010. Eine BUND-Information

Im Jahr 2010 findet die bundesweite Hauptveranstaltung des GEO-Tags der Artenvielfalt am Südlichen Oberrhein, in der Region Freiburg, in den Rheinauen bei Weisweil, am Kaiserstuhl und im Schwarzwald am Feldberg statt, in einer Region, in der die biologische Vielfalt massiv bedroht ist.

Die Idee
Einmal im Jahr lädt das Magazin GEO zur Expedition in die heimische Natur. Für die Teilnehmer gilt es, innerhalb von 24 Stunden in einem begrenzten Gebiet möglichst viele verschiedene Pflanzen und Tiere zu entdecken. Ziel des GEO-Tags der Artenvielfalt ist eine Bestandsaufnahme unserer unmittelbaren Umwelt: Was wächst und gedeiht eigentlich in hiesigen Breiten? Dabei zählt nicht der Rekord. Vielmehr geht es darum, Bewusstsein zu wecken für die Biodiversität vor unserer Haustür. Denn: Nur was wir kennen und verstehen, werden wir auch achten und schützen.

Bedrohte Vielfalt am Oberhein
Wo früher artenreiche Wiesen und Streuobstwiesen waren, steht heute fast überall giftgeduschter Mais. Feldlerchen, einst häufige Bewohner der Wiesengebiete, sind in vielen Gebieten der Rheinebene bereits verschwunden. Der große Brachvogel und der Kiebitz stehen in der südbadischen Rheinebene unmittelbar vor dem Aussterben. Die monotone Maissteppe dringt immer stärker in die Seitentäler des Schwarzwaldes und des Kaiserstuhls vor. hier mehr Infos


Einige der großen Themen und Problemfelder in Sachen Schutz von Natur und Landschaft am Oberrhein sind aus Sicht des BUND:

  • Der immer noch kaum gebremste Flächenverbrauch;
  • Die Verwandlung bisher vielfältiger Agrarlandschaften in eine monotone Agrarsteppe;
  • Die zunehmende Überdüngung von Wiesen und Weiden;
  • Die Gefährdung der Naturschutzaspekte des Integrierten Rheinprogramms durch gut organisierte Lobbygruppen;
  • Die zunehmende Verrummelung mancher Naturschutzgebiete;
  • Die Zerschneidung und Entwertung wertvoller Landschaftsteile durch neue Verkehrsinfrastruktur;
  • Die Vernachlässigung der Natur- und Umweltaspekte bei der angedachten Metropolregion Oberrhein;
  • Die Tendenz, Grünzäsuren und Grünzüge im Rahmen der Regionalplanung zu streichen;
  • Die optisch-ästhetische Verschandelung unserer Orts- und Landschaftsbilder durch ausufernde, „charakterlose“ Gewerbegebiete.


Die Bewegung
Der GEO-Tag der Artenvielfalt fand erstmals 1999 statt. Er ist die größte Feldforschungsaktion in Mitteleuropa. Im Jahr 2009 haben knapp 25 000 Personen mitgewirkt, darunter zahlreiche Zoologen und Botaniker. Doch nicht nur ausgewiesenes Expertenwissen ist gefragt: Interessierte Laien aller Altersklassen sind eingeladen, sich am GEO-Tag der Artenvielfalt zu beteiligen; Kindergärten, Schulen, Behörden, Vereine, Naturschutzverbände und andere Organisationen, aber auch Firmen und Einzelpersonen, sind als Mitveranstalter herzlich willkommen!
Quelle: GEO


Der Bund für Umwelt und Naturschutz am Südlichen Oberrhein freut sich auf das bundesweite Interesse für die faszinierende und gleichzeitig so bedrohte Natur zwischen Schwarzwald und Vogesen.


Die bundesweite Hauptveranstaltung zum GEO-Tag der Artenvielfalt 2010 findet am Freitag, 11.6. und Samstag, 12.6.2010 in der Region Freiburg statt. Partner von GEO ist 2010 die Region Freiburg als Zusammenschluss der Stadt Freiburg mit den beiden Landkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald und das Netzwerk Artenvielfalt mit ca. 20 Naturschutzverbänden, -initiativen und -institutionen, sowie das Regierungspräsidium Freiburg, PLENUM Naturgarten Kaiserstuhl und der Naturpark Südschwarzwald.

Regionale BUND-Infos zu einigen der vier Gebiete des GEO-Tages der Artenvielfalt 2010

  • Das Programm "GEO-Tag der Artenvielfalt 2010" am Oberrhein finden Sie hier

  • Mehr Infos zur bedrohten Artenvielfalt am Oberrhein finden Sie hier





Auch am Oberrhein gilt:
Der Naturschutz arbeitet am kleinen Detail, die Naturzerstörer arbeiten am großen Ganzen
Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer


Mehr Infos: Biodiversität am Oberrhein
Mehr Infos: Flächenverbrauch, Zersiedelung und Naturzerstörung am Südlichen Oberrhein


Geo-Tag der Artenvielfalt 2010 am Oberrhein. Eine Landschaft zwischen Naturschönheit und zunehmender Naturzerstörung




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Dieser Artikel wurde 3815 mal gelesen und am 11.8.2010 zuletzt geändert.