Diese Seite ausdrucken

Übersicht Schweiz: Atomenergie, Kernenergie, AKW, KKW, Beznau, Leibstadt, Gösgen, Mühleberg & Atommüll


Atomenergie & AKW Schweiz: Ein schwerer Atomunfall wäre das Ende der Eidgenossenschaft...


Beznau 1 ist ein Technikmuseum und das älteste noch im Betrieb stehende AKW der Welt. Es ist nicht erklärbar warum ein reiches und modernes Land wie die Schweiz in Beznau und Mühleberg die ältesten und unsichersten Atomkraftwerke der Welt betreibt.

Übersicht Schweiz: Atomenergie, Kernenergie, AKW, KKW, Beznau, Leibstadt, Gösgen, Mühleberg & Atommüll


Atomkraft? Laufzeitverlängerung? Neue schweizer AKW?
Nach Fukushima sind die Neubaupläne für AKW in der Schweiz erst einmal in der Schublade verschwunden. Doch die Atomkonzerne bereiten sich mit Hilfe der "weltbesten PR-Werbefirmen" schon auf zukünftige Pro-AKW-Kampagnen vor. Erst einmal werden die gefährlichen uralten AKW weiter betrieben und dann wird der undemokratische Atomfilz Mittel und Wege finden seine Habgier-Interessen durch zu setzten. Die schweizer Umweltbewegung hat noch viel zu tun.



Atommüllager Benken / Schaffhausen?






Schweizer AKW: Alle Infos


AKW Schweiz






Aktueller Einschub:


Farbe bekennen / Protest deutlich zeigen



Dein Banner / Transparent für den Balkon!!! gibt´s für nur 10 Euro Hier (Und natürlich auch andere Bahnen & Fahnen)


Leibstadt & Radioaktivität: Was verheimlicht das AKW Leibstadt?


Was verheimlicht das AKW Leibstadt?
Peinlich rückwärtsgewandtes Urteil des Schweizer Bundesverwaltungsgerichts

In der Schweiz wollten Umweltschützer die Veröffentlichung der radioaktiven Emissionen des AKW Leibstadt (in einem bestimmten Zeitraum) erreichen und selbst die atomkraftfreundliche „Kontroll“-Behörde ENSI hatte diese, heute selbstverständliche, Forderung aufgegriffen.
Doch die Betreiberin des AKW Leibstadt muss die genauen Daten zur radioaktiven Abluft nicht veröffentlichen. Das Bundesverwaltungsgericht hat ihre Beschwerde gegen die Verfügung der Atomaufsicht im Sommer 2016 gutgeheißen...
Eine solche peinliche Nichtinformations- und Geheimhaltungspolitik und ein solches Urteil erinnern an Zustände und Öffentlichkeitsarbeit aus den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts.

Dieser Textteil aus der NZZ zeigt das rückwärtsgewandte Denken deutlich:
„Das Bundesverwaltungsgericht führt in seinem 35 Seiten zählenden Entscheid aus, die KKL sehe sich regelmässig der mehr oder weniger heftigen Kritik von Organisationen und Parteien ausgesetzt, welche der Kernkraft gegenüber ablehnend eingestellt seien.
Bei den EMI-Daten handle es sich zwar nicht um besonders schützenswerte Personendaten. Die Daten seien jedoch nicht von unerheblicher Brisanz - wegen ihrer Natur, jedoch grundsätzlich nicht wegen ihres Inhalts.
Bei deren Veröffentlichung besteht laut Gericht ein nicht zu vernachlässigendes Risiko, dass die Daten zum Nachteil der AKW-Betreiberin verwendet würden. Die KKL nehme anderseits bewusst in Kauf, dass sich die Weigerung der Offenlegung allenfalls auch negativ auf die Reputation auswirken könne.“ (Zitatende)


Erfreulich kritisch hat der Deutschlandfunk berichtet

In der Werbung der Atomkonzerne werden Atomkraftwerke häufig als "abgasfrei" bezeichnet. Doch Atomkraftwerke geben auch im so genannten Normalbetrieb über den Kamin, das Maschinenhaus und das Abwasser radioaktive Stoffe an die Umwelt ab. Jede noch so geringe radioaktive Strahlung kann Krebs auslösen. In der Umgebung vieler Atomanlagen wurden erhöhte Krebsraten festgestellt. Die erlaubte "Entsorgung durch Verdünnung", die schleichende Verseuchung über den Kamin und das Abwasser ist ein Skandal. Betroffen von den radioaktiven Emissionen der grenznahen Schweizer AKW sind insbesondere die Menschen in der Hauptwindrichtung in Deutschland. Die Öffentlichkeit hat ein selbstverständliches Interesse an der Veröffentlichung der Datenn nicht nur aus Leibstadt, sondern aus allen AKW, egal in welchem Land. Ein kluges Urteil hätte hier Vorbildcharakter gehabt. So müssen wir fragen, was das AKW Leibstadt zu verheimlichen hat!

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer





Dank


An dieser Stelle möchten wir uns bei Rudi Rechsteiner und Jean-Jacques Fasnacht für ihre kontinuierliche und wichtige Arbeit gegen die Bedrohung durch AKW und Atomanlagen bedanken. Dieser Dank geht natürlich auch an die vielen anderen Menschen in der Schweiz, die sich für das Leben und gegen die atomare Bedrohung engagieren.




Weblinks


Anti-Atomkraftgruppen Schweiz
Eine Weblinksammlung der schweizer Anti-Atomkraftgruppen


Newsletter Atom Schweiz: Wir mailen Ihnen aktuelle Infos zu den Themen Atommüll und zu den Atomanlagen am Hochrhein in der Schweiz. Einfach die Grafik anklicken.


Atom-Politik Schweiz


Atom Schweiz: Von kleinen Löchern, großen Gefahren und abspringenden Versicherungsgesellschaften

Von kleinen Löchern...
Im vergangenen Jahr gab es in vielen Medien in Sachen Atom Schweiz ein „großes“ Sicherheitsthema. Es wurde zufällig entdeckt, dass ein Arbeiter bereits im Jahr 2008 insgesamt sechs wanddurchdringende Löcher durch das Primärcontainment im AKW Leibstadt gebohrt hatte um Feuerlöscher zu befestigen. Dieser Vorgang war ein großes überregionales Medienthema. Der Vorgang zeigt zwar, dass Dummheit auch in Hochsicherheitsbereichen an der Tagesordnung ist, eine echte Gefahr ging von den Löchern aber nicht aus.

Die neueren Entwicklungen in der Schweiz, die wirklich große Gefahren für Mensch und Umwelt bringen, spielen in der regionalen und überregionalen Berichterstattung (im Gegensatz zu den Löchlein) fast keine Rolle.

Gefahr Eins: Atommüll Es zeigt sich, dass der Schweizer Atommüll in einer im internationalen Vergleich viel zu dünnen Schicht Opalinuston eingelagert werden soll. Der Atommüll muss aber eine Million Jahre sicher gelagert werden.

Gefahr Zwei: Gefahrzeitverlängerung trotz steigendem Unfallrisiko
Das Schweizer AkW Beznau, das älteste AKW der Welt, wird in diesem Jahr nachgerüstet. Der Energiekonzern Axpo tauscht die Deckel der Reaktordruckbehälter aus. Reaktor 1 ist mit mehr als 45 Jahren das älteste, kommerziell betriebene Akw der Welt und damit ein gefährliches Technikmuseum. Planung und Vorbereitungen sind fast abgeschlossen und die Reaktordeckel sind eingetroffen. Jetzt wird der technische Dinosaurier also tatsächlich noch einmal für 700 Millionen Franken aufgehübscht. Doch die wachsenden Sicherheitsprobleme der veralteten „Resttechnik“, insbesondere die extreme Gefahr alter Reaktordruckgefäße, wird mit dem teuren Deckeltausch nicht behoben. 


Im Gegenteil, das Unfallrisiko wächst. Das ist offenbar die Einschätzung der privaten Assekuranz. Keine private Versicherungsgesellschaft ist mehr bereit auch nur eine Milliarde Haftungsrisiko zu versichern. Deshalb hat der Schweizer Bundesrat die Kernenergie- Haftpflichts-Verordnung angepasst und den privat zu versichernden Beitrag der Betreiber auf 500 Mio. gesenkt. Den gewaltigen Rest versichert er selbst. Nationalrat Beat Jans und Co-Präsident von NWA –Nie wieder Atomkraftwerke ist empört und hat heute dazu einen parlamentarischen Vorstoß eingereicht.

Gefahrzeitverlängerung Die „konservativen“ Parteien im Schweizer Nationalrat haben vor einigen Monaten eine zutiefst unverantwortliche Entscheidung getroffen und die mächtige und in der Schweiz immer mitregierende Atomlobby hat ihre Interessen durchgesetzt. Der Betrieb der Schweizer Atomkraftwerke soll fast nicht eingeschränkt werden. Nur für die ältesten unter ihnen – Beznau I und II – ist erst nach 60 Jahren Schluss. Beznau I geht also 2029 vom Netz, Beznau II zwei Jahre später. Das dritte Kraftwerk der ersten Generation, das marode AKW in Mühleberg, wird 2019 abgeschaltet. Die Atomkraftwerke Gösgen und Leibstadt hingegen sollen so lange betrieben werden, „wie sie sicher sind“.


Es ist nicht erklärbar, warum ein modernes Land wie die Schweiz, in Beznau und Mühleberg die ältesten und unsichersten Atomkraftwerke der Welt betreibt und jetzt mit dem Deckeltausch in Beznau die Gefahrzeit so unverantwortlich verlängert. Die Existenz des eigenen Landes und der Menschen auch in den Nachbarländern wird unverantwortlich auf´s Spiel gesetzt. Mit zunehmendem Alter wächst auch die Gefahr atomarer Unfälle. All dies haben die „konservativen“ Atomlobbyisten im Schweizer Nationalrat bei ihrer Entscheidung außer Acht gelassen. Geld ist wichtiger als Sicherheit.

Am vierten Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima müssen wir feststellen: Die Leibstadter Löchlein waren Dummheit, die riskante Gefahrzeitverlängerung für AKW ist unverantwortlich und menschenverachtend.




Richtig wichtig! Ihnen gefällt diese Seite? Legen Sie doch einen Link:
<a href="http://www.bund-rvso.de/idx-atomenergie-schweiz.html">Übersicht Schweiz: Atomenergie, Kernenergie, AKW, KKW, Beznau, Leibstadt, Gösgen, Mühleberg & Atommüll</a>

Weitersagen
Delicious Twitter Facebook StudiVZ

Dieser Artikel wurde 36713 mal gelesen und am 17.3.2015 zuletzt geändert.