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01.08.2020

Alemannisch, elsässisch, schwyzerdütsch, badisch, hochdeutsch - Kultur & Regionalkultur


Regionalkultur Oberrhein: Gedichte, Texte, Kurzprosa

Kritische alemannische, elsässische, badische und schwyzerdütsche Texte und Gedichte aus Südbaden, Elsass, Nordschweiz und dem Rest der Welt
Alemannisch, elsässisch, schwyzerdütsch, hochdeutsch - Kultur & Regionalkultur


In Zeiten der Gewalt, der Barbarei & organisierten Gier, der Umwelt- & Innenweltverschmutzung
stehen nicht nur Tiere und Pflanzen sondern auch Sprachen und Dialekte auf der Liste der bedrohten Arten. Darum finden Sie hier kritische und engagierte Texte, alemannisch, schwyzerdütsch, elsässisch und hochdeutsch. Texte die immer auch für einen toleranten & weltoffen Heimatbegriff stehen.
Doch wir wissen, dass bedrohte Tierarten nicht in der Genbank und bedrohte Sprachen nicht im Museum und im Internet überleben. Menschen, die neue Straßen, Flugplätze, Atomenergie, unbegrenztes Wachstum und Gentechnik für Fortschritt und die Hitparade der Volksmusik für Heimat-Kultur halten, die Gedichte über das "Blümelein" das "Bächelein" und das "Brünnelein" lieben, wird diese Seite nicht gefallen.
Dialekt ist bunte, kluge, kulturelle Vielfalt und nicht monokulturelle Einfalt. Dialekt ist immer auch weltoffene „regionale Identität“ und steht gegen gegen die Kolonisierung der Lebenswelt und gegen die zunehmende Kommerzialisierung aller Lebensbereiche.
Wir danken den Autoren, die uns schon erlaubt haben, Texte hier einzustellen. Auf Wunsch von Autoren löschen wir Texte aber auch sofort.

Axel Mayer


Hintergrund: Umweltverschmutzung und Innenweltverschmutzung - Die Verscheußlichung der Landschaft am Oberrhein



Wir suchen weitere kritische und engagierte Texte, Gedichte und Kurzprosa in alemannisch, schwyzerdütsch, elsässisch und hochdeutsch, aus Südbaden, dem Elsass und der Nordschweiz für diese Homepage.
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Aktueller Einschub:

Elsässisch, die "alemannische Internationale", Dialekt, Ökologie, Wyhl-Protest, Heimatgeschichte & Schreiben in einer sterbenden Sprache...



SWR2 Wissen brachte am 11.2.16 einen mehr als hörenswerten Beitrag über den elsässischen Dialekt und auch über die Rolle des Dialekts in den frühen ökologischen Konflikten am Oberrhein.

Das Elsässische schien nach 1945 vom Aussterben bedroht. Die Nationalsozialisten hatten die Mundarten der Region zu einer Art germanischer Ursprache stilisiert. Viele Elsässer wollten nach dem Krieg die Erinnerungen an die Schreckensherrschaft vergessen und endlich das sperrige Erbe der deutsch-französischen Doppelkultur abschütteln. Französisch war die Sprache der Wahl. Doch in den politischen Turbulenzen der 1960er- und 1970er-Jahre erlebt die Mundart eine unerwartete literarische Renaissance. Liedermacher wie Roger Siffer, Dichter wie André Weckmann und Claude Vigée entdecken im vermeintlich überlebten elsässischen Dialekt eine revolutionäre Sprengkraft. Mit ihm gelang ihnen eine radikale Kritik der Moderne, die auf beiden Seiten des Rheins verstanden wurde. Heute ist mit der von Paris verabschiedeten Gebietsreform für viele Elsässer die Identität und Sprache ihrer Heimat erneut in Bedrängnis geraten. Sie befürchten, dass die Integration des Elsass in die Großregion Alsace-Lorraine-Champagne-Ardennes von der Doppelkultur nicht viel übriglassen wird





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Alemannisch, Elsässisch, Schwyzerdütsch, Hochdeutsch - Kultur & Regionalkultur & Heimat am Oberrhein

Gedichte, Texte, Kurzprosa







Textsammlung, wichtige Texte der Menschheit














Hier einige Infos zur Person Axel Mayer




Empfehlungen von Axel Mayer


André Weckmann
André Weckmann ist der „große, alte Mann“ der Literatur im Elsass und am Oberrhein. Seine Bücher und Gedichte in elsässerditsch, französisch und hochdeutsch waren und sind - vergleichbar mit der Literatur von René Schickele - ein wichtiges Bindeglied über den Rhein. Wer Menschen und Landschaft am Rhein, insbesondere aber die Geschichte, die Badener und Elsässer, Deutsche und Franzosen trennt und verbindet, verstehen will, der sollte unbedingt Weckmanns badisch-elsässischen Schlüsselroman „Wie die Würfel fallen“ lesen. Seine Texte und Gedichte waren prägend für den kurzen Aufschwung der grenzüberschreitenden alemannischen Regionalkultur in den Konflikten um die Atomanlagen in Wyhl, Gerstheim und um das geplante Bleichemiewerk im elsässischen Marckolsheim.

Über den Autor
André Weckmann wurde 1924 in Steinbourg/Steinburg (Unterelsaß) geboren. Germanistikstudium an der Universität Straßburg. Pädagoge und Schriftsteller. Lebt in Straßburg. Veröffentlichte Essays, Manifeste, Erzählungen und Romane in deutscher und französischer Sprache, Lyrikbände im niederalemannischen Dialekt und in Hochdeutsch; Hörspiele und Fernsehfilme in Alemannisch, Deutsch und Französisch. Preise u.a.: Johann-Peter-Hebel-Preis 1976; Jacob Burckhardt-Preis 1986; Carl-Zuckmayer-Medaille 1990; Friedestrompreis 1996.
Andre Weckmann: Empfehlenswert




Empfehlenswert:
Musikalisches Kabarett von Martin Wangler alias Fidelius Waldvogel.
Lange Jahre war ich als Südbadener ein wenig neidisch auf die bayrische Kabarettistenszene, auf Künstler wie Gerhard Polt und die Biermösl Blosn, denn weder in Baden, im Elsass noch in der Schweiz hatte ich alemannisches Kabarett in „bayrischer Qualität“ gefunden. Auf hohem Niveau war nach meiner Ansicht zuletzt noch der Schwanengesang der alemannischen Regionalkultur in den Auseinandersetzungen in Marckolsheim und Wyhl.
Ein kabarettistischer Abend in der Weisweiler Kleinkunstbühne „Fenster“ mit Martin Wangler alias Fidelius Waldvogel hat mich jetzt eines Besseren belehrt. Mit Martin Wangler aus Breitnau verfügt die alemannische Kulturszene über einen Künstler, der den Vergleich mit dem frühen Gerhard Polt nicht zu scheuen braucht. Bodenständig, anarchisch, ungehobelt, frech, kritisch, derb, klug, in breitem Schwarzwälder Dialekt mit einer verzweifelten Liebe zur Heimat, allerdings niemals „tümlich“, also absolut untragbar für die Hitparade der Volksmusik und damit sehr empfehlenswert...
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Dieser Artikel wurde 28482 mal gelesen und am 3.10.2021 zuletzt geändert.