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Übersicht: alemannisch, elsässisch, schwyzerdütsch, hochdeutsch - Kultur & Regionalkultur

01.08.2012

Übersicht: alemannisch, elsässisch, schwyzerdütsch, hochdeutsch - Kultur & Regionalkultur


Regionalkultur Oberrhein: Gedichte, Texte, Kurzprosa

Kritische alemannische, elsässische und schwyzerdütsche Texte und Gedichte aus Südbaden, Elsass, Nordschweiz und dem Rest der Welt
Alemannisch, elsässisch, schwyzerdütsch, hochdeutsch - Kultur & Regionalkultur


In Zeiten der Gewalt, der Barbarei & organisierten Gier, der Umwelt- & Innenweltverschmutzung
stehen nicht nur Tiere und Pflanzen sondern auch Sprachen und Dialekte auf der Liste der bedrohten Arten. Darum finden Sie hier kritische und engagierte Texte, alemannisch, schwyzerdütsch, elsässisch und hochdeutsch. Doch wir wissen, dass bedrohte Tierarten nicht in der Genbank und bedrohte Sprachen nicht im Museum und im Internet überleben. Menschen die neue Straßen, Flugplätze, Atomenergie und Gentechnik für Fortschritt und die Hitparade der Volksmusik für Kultur halten, die Gedichte über das "Blümelein" das "Bächelein" und das "Brünnelein" lieben, wird diese Seite nicht gefallen.
Dialekt ist bunte, kluge, kulturelle Vielfalt und nicht monokulturelle Einfalt. Dialekt ist immer auch weltoffene „regionale Identität“ und steht gegen gegen die Kolonisierung der Lebenswelt und gegen die zunehmende Kommerzialisierung aller Lebensbereiche.
Wir danken den Autoren, die uns schon erlaubt haben, Texte hier einzustellen. Auf Wunsch von Autoren löschen wir Texte aber auch sofort.

Axel Mayer


Hintergrund: Umweltverschmutzung und Innenweltverschmutzung - Die Verscheußlichung der Landschaft am Oberrhein



Wir suchen weitere kritische und engagierte Texte, Gedichte und Kurzprosa in alemannisch, schwyzerdütsch, elsässisch und hochdeutsch, aus Südbaden, dem Elsass und der Nordschweiz für diese Homepage.
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Aktueller Einschub:

Elsässisch, die "alemannische Internationale", Dialekt, Ökologie, Wyhl-Protest, Heimatgeschichte & Schreiben in einer sterbenden Sprache...



SWR2 Wissen brachte am 11.2.16 einen mehr als hörenswerten Beitrag über den elsässischen Dialekt und auch über die Rolle des Dialekts in den frühen ökologischen Konflikten am Oberrhein.

Das Elsässische schien nach 1945 vom Aussterben bedroht. Die Nationalsozialisten hatten die Mundarten der Region zu einer Art germanischer Ursprache stilisiert. Viele Elsässer wollten nach dem Krieg die Erinnerungen an die Schreckensherrschaft vergessen und endlich das sperrige Erbe der deutsch-französischen Doppelkultur abschütteln. Französisch war die Sprache der Wahl. Doch in den politischen Turbulenzen der 1960er- und 1970er-Jahre erlebt die Mundart eine unerwartete literarische Renaissance. Liedermacher wie Roger Siffer, Dichter wie André Weckmann und Claude Vigée entdecken im vermeintlich überlebten elsässischen Dialekt eine revolutionäre Sprengkraft. Mit ihm gelang ihnen eine radikale Kritik der Moderne, die auf beiden Seiten des Rheins verstanden wurde. Heute ist mit der von Paris verabschiedeten Gebietsreform für viele Elsässer die Identität und Sprache ihrer Heimat erneut in Bedrängnis geraten. Sie befürchten, dass die Integration des Elsass in die Großregion Alsace-Lorraine-Champagne-Ardennes von der Doppelkultur nicht viel übriglassen wird

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Gedichte, Texte, Kurzprosa







Einige alemannische Reden von Axel Mayer:





Hier einige Infos zur Person Axel Mayer





Textsammlung, wichtige Texte der Menschheit






Empfehlungen von Axel Mayer


André Weckmann
André Weckmann ist der „große, alte Mann“ der Literatur im Elsass und am Oberrhein. Seine Bücher und Gedichte in elsässerditsch, französisch und hochdeutsch waren und sind - vergleichbar mit der Literatur von René Schickele - ein wichtiges Bindeglied über den Rhein. Wer Menschen und Landschaft am Rhein, insbesondere aber die Geschichte, die Badener und Elsässer, Deutsche und Franzosen trennt und verbindet, verstehen will, der sollte unbedingt Weckmanns badisch-elsässischen Schlüsselroman „Wie die Würfel fallen“ lesen. Seine Texte und Gedichte waren prägend für den kurzen Aufschwung der grenzüberschreitenden alemannischen Regionalkultur in den Konflikten um die Atomanlagen in Wyhl, Gerstheim und um das geplante Bleichemiewerk im elsässischen Marckolsheim.

Über den Autor
André Weckmann wurde 1924 in Steinbourg/Steinburg (Unterelsaß) geboren. Germanistikstudium an der Universität Straßburg. Pädagoge und Schriftsteller. Lebt in Straßburg. Veröffentlichte Essays, Manifeste, Erzählungen und Romane in deutscher und französischer Sprache, Lyrikbände im niederalemannischen Dialekt und in Hochdeutsch; Hörspiele und Fernsehfilme in Alemannisch, Deutsch und Französisch. Preise u.a.: Johann-Peter-Hebel-Preis 1976; Jacob Burckhardt-Preis 1986; Carl-Zuckmayer-Medaille 1990; Friedestrompreis 1996.
Andre Weckmann: Empfehlenswert




Empfehlenswert:
Musikalisches Kabarett von Martin Wangler alias Fidelius Waldvogel.
Lange Jahre war ich als Südbadener ein wenig neidisch auf die bayrische Kabarettistenszene, auf Künstler wie Gerhard Polt und die Biermösl Blosn, denn weder in Baden, im Elsass noch in der Schweiz hatte ich alemannisches Kabarett in „bayrischer Qualität“ gefunden. Auf hohem Niveau war nach meiner Ansicht zuletzt noch der Schwanengesang der alemannischen Regionalkultur in den Auseinandersetzungen in Marckolsheim und Wyhl.
Ein kabarettistischer Abend in der Weisweiler Kleinkunstbühne „Fenster“ mit Martin Wangler alias Fidelius Waldvogel hat mich jetzt eines Besseren belehrt. Mit Martin Wangler aus Breitnau verfügt die alemannische Kulturszene über einen Künstler, der den Vergleich mit dem frühen Gerhard Polt nicht zu scheuen braucht. Bodenständig, anarchisch, ungehobelt, frech, kritisch, derb, klug, in breitem Schwarzwälder Dialekt mit einer verzweifelten Liebe zur Heimat, allerdings niemals „tümlich“, also absolut untragbar für die Hitparade der Volksmusik und damit sehr empfehlenswert...
hier mehr Infos




Empfehlenswert
Wolfgang Abel, Autor und Kritiker
Von Wolfgang Abel stammen die besten Reiseführer und Gastrokritiken über die Region am Oberrhein. Er weiß wo man im Schwarzwald und in den Vogesen gut isst, welche Ausflüge man am Oberrhein machen kann, wo frische Produkte aus der Region noch gut verarbeitet werden und wo man einen guten einheimischen Wein bekommt. Dennoch fällt es schwer, Wolfgang Abel uneingeschränkt zu loben, denn er hat neben alle angenehmen auch alle unangenehmen Tugenden, die ein Kritiker und Autor unbedingt benötigt. Er ist klug, unangepasst und unbescheiden, anspruchsvoll und manchmal ein wenig elitär, wertkonservativ und offen für Neues, liebevoll und bissig. Außerdem verfügt er über ein ungeheures Wissen und eine seltsam veraltete Tugend, nämlich über einen ungewöhnlich guten Geschmack. So gibt es immer wieder Texte die mich (und Andere) ärgern und herausfordern, denn Abel hat die gute Eigenschaft auch die eigene Leserschaft nicht zu schonen. Seine Bücher und Artikel sind herausfordernd, ja manchmal sogar provozierend - ein sprachlicher Genuss. Er kennt und liebt die bedrohte Landschaft und die verloren gehende Kultur, nicht nur am Oberrhein. Als Reiseführer für Gäste, mehr sogar noch als Heimatkundebücher im besten Wortsinne, sind die Bücher von Wolfgang Abel sehr empfehlenswert.
Mehr Infos: Oaseverlag und auf dieser Seite




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Dieser Artikel wurde 21334 mal gelesen und am 13.2.2016 zuletzt geändert.