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Marode Bausubstanz & Nachhaltigkeit: Nicht nur Freiburgs Tunnel und Brücken bröckeln

19.11.2010
An die Medien

Nachhaltigkeit: Nicht nur Freiburgs Tunnel und Brücken bröckeln



„Mehr als die Hälfte der Freiburger Brücken, Mauern und Tunnel sind so marode, dass sie dringend saniert werden müssen. Vermutlich ist sogar noch mehr kaputt, denn bislang hat die Stadtverwaltung erst rund ein Drittel aller Bauwerke untersucht. Um den weiteren Verfall zu verhindern, müssten jährlich sechs Millionen Euro investiert werden. Bislang sind pro Jahr jedoch nur 1,3 Millionen vorgesehen. Dabei gibt es schon jetzt einen Sanierungsstau von 20 Millionen Euro.“, berichtet die Badische Zeitung

Auch die Großbaustelle der maroden Freiburger Universitätsbibliothek zeigt, wie schnell und teuer viele Bauwerke erneuert werden müssen. Bauwerke, die vor wenigen Jahrzehnten noch als „supermodern“ galten und bei deren Errichtung nicht auf Nachhaltigkeit und Langlebigkeit geachtet wurde.

Doch marode Straßen, Flachdächer, Schulen, Turnhallen, Brücken und andere öffentliche Gebäude gibt es im ganzen Land.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland steht für Nachhaltigkeit, das heißt, nachfolgende Generationen sollten nicht mit den Langzeitwirkungen des heutigen Raubbaus belastet werden.

Aspekte der Nachhaltigkeit, Langlebigkeit und der Folgekosten haben bei vielen öffentlichen Bauten der Vergangenheit und Gegenwart keine große Rolle gespielt.

Die Staatsverschuldung liegt bei 1.705.686.500.980 Euro (1706 Milliarden Euro).
Immer noch wird bei öffentlichen Planungen und Bauten hauptsächlich auf die aktuellen Baukosten und viel zu wenig auf die zukünftig anfallenden Reparaturen geachtet. Wenn am Feldberg ein neues Parkhaus gebaut wird, wenn an der B3, zwischen den Gemeinden Wasser und Denzlingen auf 3,3 Kilometern Bundesstraße sechs teilweise unnötige Brücken und Unterführungen geschaffen werden, wenn in Sachen Stuttgart 21 eine kluge, umweltfreundliche und ressourcenschonende Lösung nicht einmal ernsthaft geprüft wird, dann sind solche Planungen nicht zukunftsfähig. Auch wenn in Freiburg ein Stadttunnel geplant wird, müssen diese Aspekte in die Planungen mit einfließen.

Wir erleben nicht nur am Oberrhein und in Freiburg, wie das Land mit einer teuren Infrastruktur, mit Beton und Asphalt überzogen wird, wie der Flächenverbrauch anhält und Natur verschwindet, während gleichzeitig Städte, Land und Bund nicht in der Lage sind, die bestehende Infrastruktur zu unterhalten.

Axel Mayer, Geschäftsführer



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