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Öko-Optimismus, Klimawandelleugner & Wildtierstiftung 2019: Industriegelenkte Kampagne nach amerikanischem Vorbild


Öko-Optimismus, Klimawandelleugner & Wildtierstiftung 2019: Industriegelenkte Kampagne nach amerikanischem Vorbild


„Nach den Apokalyptikern kommen jetzt die Öko-Optimisten. In der Ökobewegung zeichnet sich eine Trendwende ab. Die neue Devise lautet: Weg von düsteren Untergangsprognosen, hin zu pragmatischem Ökorealismus.“ schrieb „die Zeit“ am 26. April 1996 und lobt die beiden Hauptvertreter des Ökooptimismus, die Autoren Dirk Maxeiner und Michael Miersch.
Heutige Vertreter dieser Lobby-Richtung sind die Journalisten Matthias Horx und Daniel Dettling.


Jetzt lösen also „Öko-Optimisten die Apokalyptiker“ ab, findet auch „die Welt“, die rechtspopulistische Schweizer Weltwoche und das neoliberale Netzwerk „Achse der Guten“.

Da ist es lohnend einmal zu schauen, wer „die Apokalyptiker“ und wer die „realistischen „Öko-Optimisten“ sind:

  • Die Apokalyptiker sind die „alte Umweltbewegung“ also BUND, GREENPEACE, NABU, BBU, die Anti-Atom-Bewegung und die Aktiven der Energiewende.
    Apokalyptiker sind die Menschen und Organisationen, die in den letzten Jahrzehnten erfolgreich gegen Luft- und Wasservergiftung, gegen menschengefährdende Atomkraftwerke, Asbest, Holzschutzmittelgifte, FCKW, Klimawandel, Gentechnik und Ozonloch und gegen die zunehmend demokratiegefährdende Macht der Großkonzerne gekämpft haben. Menschen und Organisationen die sich heute für eine nachhaltige Zukunft und für zukunftsfähige, umweltfreundliche Energien einsetzen, die das Monopol der alten Kohle- und Atomkonzerne brechen.

  • Die Hauptvertreter des Ökorealismus sind die Autoren und Lobbyisten Dirk Maxeiner und Michael Miersch und industrienahe neoliberale Netzwerke. Dirk Maxeiner und Michael Miersch sind gute Beispiele für die Kolonialisierung des Journalismus. Als "offizielle" Vertreter der Kohle-, Öl-, Auto-, Gen- und Atomindustrie würden die beiden gut getarnten Industrielobbyisten wesentlich weniger wahrgenommen werden. Es geht den Öko-Optimisten und Dirk Maxeiner & Michael Miersch darum, positiv besetzte Begriffe wie Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Ökologie anzugreifen, Zukunftsfähigkeit zu diskreditieren und die Umweltbewegung in die politische Nähe von Sekten zu stellen.

    Die Journalisten Maxeiner und Miersch entlarven "Öko-Irrtümer", die gar keine sind, berichtet "Die Zeit" am 31/1998. Die beiden "Journalisten" schreiben für die gut organisierten Klimawandelleugner und sorgten vor dem Atomunfall in Fukushima dafür, dass die Pro-Atom- und Laufzeitverlängerungskampagnen von EnBW, RWE, Vattenfall und E.ON in den Medien (FAZ & Welt) umgesetzt wurden. Nach dem Supergau in Fukushima schrieben Dirk Maxeiner & Michael Miersch in der Online Ausgabe der Zeitschrift "Welt" zum Atomausstieg: "Einen Weg unumkehrbar einzuschlagen, ist das größte Risiko von allen." So wie vor Fukushima "Atomkraft toll für die Umwelt" war, so werben die Ökooptimisten heute mit vorgeschobenen Umweltargumenten für die Gentechnik und damit natürlich auch für Bayer und Monsanto. Das Umweltbundesamt nennt die beiden in einer Broschüre „Klimawandelskeptiker“. (die auf diese Veröffentlichung folgende, gut organisierte Hasskampagne gegen das Umweltbundesamt zeigt die vernichtende Macht dieser Netzwerke).


Maxeiner und Miersch haben vor Fukushima massiv für die Gefahrzeitverlängerung von AKW geschrieben. Nach der Atomkatastrophe von Fukushima schrieben die beiden Atom-Lobbyisten am 19.5.2011 in „Der Welt“: „Der unumkehrbare Atom-Ausstieg ist das größte Risiko“.

„Wer der Welt Gutes tun möchte, dem raten die Öko-Optimisten Maxeiner und Miersch, im Supermarkt nach gentechnisch veränderten Produkten Ausschau zu halten und den ganzen Biokram links liegenzulassen. Die Gentechnik verringere schließlich den Einsatz von Pestiziden, sorge für mehr Ertrag und damit für weniger Flächenbedarf.“ schreibt die FAZ unter der dazu passenden Überschrift „Dem Klima geht's prima!“ in einer Rezension eines der vielen Lobby-Bücher der beiden Atom-, Gen-, und Kohle-Lobbyisten.



Nuclear Pride Coalition & Ökooptimismus: Atomkonzerne spielen Umweltbewegung


Nach Fukushima war die Atomlobby für kurze Zeit ein wenig in Deckung gegangen. Aufgegeben hat sie nicht. Jetzt beginnt eine massive, globale Werbekampagne für die Gefahrzeitverlängerung der bestehenden Reaktoren und für neue AKW. Eine wichtige Rolle in diesem Streit treten industriegelenkte Ökooptimisten. Die Atom-Propaganda wurde optimiert und die Konzerne treten nicht mehr öffentlich in Erscheinung. PR-Agenturen gründen Schein-Bürgerinitiativen und rechte und neoliberale Netzwerke rühren die Werbetrommel. In der Nuclear Pride Coalition, tarnen sich Lobbyisten als Umwelt-Aktivisten und weltweit spielen Vorfeldorganisationen der Konzerne Umweltbewegung. Solche PR-Kampagnen wurden in der Vergangenheit häufig begleitet von bezahlten Trollen, die unter wechselnden Identitäten Hunderte von Leserbriefen schreiben und die Internetforen, (nicht nur) der Medien, mit Werbebotschaften fluten. Auch Wikipedia-Manipulation gehört zum Alltagsgeschäft von Werbeagenturen und Atomkonzernen.

Mehr Infos deutsch,englisch und französisch


In der "Deutschen Wildtier Stiftung" wird die industrienahe Ökooptimismus-Kampagne fortgesetzt und die Energiewende bekämpft.

Der Begriff Freiheit zählt sicher zu den wichtigsten Wörtern der Menschheit und Freiheit ist auch ein zentraler Begriff des organisierten ÖKO-Optimismus.
Es geht aber weniger um die unendlich wichtige Freiheit der Menschen, sondern um die uneingeschränkte Freiheit der Konzerne.
"Wenn alle Völker nicht mehr wie bislang dem Markt Zügel anlegen, sondern dem Staat, wenn Steuern gesenkt werden und die Konzerne die uneingeschränkte "Freiheit" bekommen Menschen auszubeuten und die Umwelt zu zerstören, dann wird sich das Los und der Wohlstand aller Menschen der Erde verbessern – sogar das der Allerärmsten. Sie brauchen sich bloß vollkommen den selbstregulierenden geheimnisvollen Kräften des Marktes anvertrauen." Nicht nur die große Krise, die weltweite Umweltverschmutzung und fast eine Milliarde hungernder Menschen zeigen, dass diese Ideologie zutiefst menschenverachtend war und ist. Noch vor drei Jahrhunderten wäre dieser Freiheitsbegriff die Freiheit der Sklavenhalter gewesen, denen kein Mensch und kein Staat in ihr Geschäftsmodell hätte hineinregieren dürfen.

"Ökooptimismus" ist eine industrienahe/industriegelenkte, neoliberale Kampagne (Alles wird gut und die Industrie löst alle Probleme) und stammt ursprünglich aus den USA.

Michael Miersch: Neuer Geschäftsführer von "Forum Bildung Natur" in der "industrienahen" Wildtierstiftung.


Michael Miersch, Lobbyist des industrienahen Öko-Optimismus hat im Jahr 2014 die Geschäfte des "Forum Bildung Natur" übernommen. Das "Forum Bildung Natur" soll komplett in die "Deutsche Wildtier Stiftung" übergehen und dann als die Bildungsabteilung der Deutschen Wildtier Stiftung auftreten. Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung ist Prof. Dr. Fritz Vahrenholt. Er war in der Vergangenheit Vorstandsmitglied der Deutschen Shell AG und Geschäftsführer einer Tochter des Atom- und Kohlekonzerns RWE. Kein Wunder dass sich Herr Vahrenholt für eine Laufzeitverlängerung der deutschen AKW und für die Weiterentwicklung und den Bau von Kugelhaufenreaktoren aussprach und den menschengenmachten Klimawandel bezweifelt.


Die Übernahme der Umweltbildung war immer schon ein wichtiges Ziel von umweltgefährdenen Konzernen.
So hatte vor einigen Jahren der ANU-Bundesvorstand einen Sponsoringvertrag mit dem Atomkonzern E.ON-AG für die Durchführung des bundesweiten Fortbildungsprojektes „Leuchtpol“ abgeschlossen. 27 Mio. Euro war dem Atomkonzern dieser Versuch der Einflußnahme wert.

Industriegelenkte Bürgerinitiativen, Umweltorganisationen und Umweltbildungsinitiativen
nehmen nach amerikanischem Vorbild immer stärker zu. Da gibt es den "Umweltverband" "Entlang des Rheins - aufildurhin", den die Energiekonzerne EDF und EnBW ins Leben gerufen haben, um Akzeptanz für das altersschwache AKW Fessenheim zu schaffen. Der Verein "Bürger für Technik (BfT)" arbeitet getarnt als unabhängige Bürgerinitiative und verbreitet Lobeshymnen über die Kernkraft. Energiekonzerne und Aluminiumindustrie "unterstützen" auch einige Bürgerinitiativen gegen Windkraft. Organisationen wie "Waste Watcher", "Aktionskreis Energie e.V", "Informationskreis Kernenergie", das "Forum Grüne Vernunft" oder "Genepeace" sind vergleichbare Scheininitiativen und Lobbyorganisationen.









Hier die kleine Liste der gut getarnten Ökooptimisten und Lobbyorganisation der Atomwirtschaft. Beeindruckend ist der orwellsche Neusprech bei der Namensgebung

Die "ökoptimistischen" Gründungsmitglieder der Nuclear Pride Coalition sind:



Öko-Optimismus und Greenscamming


"Greenscamming ist eine PR-Technik, bei der umweltfreundlich klingende Namen und Bezeichnungen für Organisationen oder Produkte ausgewählt werden, die nicht umweltfreundlich sind. Eine häufig angewandte Greenscamming-Methode besteht z.B. darin, dass sich Anti-Umwelt-Organisationen umweltfreundlich bzw. „grün“ klingende Namen geben, die ein Interesse am Umweltschutz suggerieren, um die Öffentlichkeit über ihre wahren Absichten und Motive zu täuschen. (…) In diesem Zusammenhang verweist er auf eine von der Union of Concerned Scientists angefertigte Liste von Klimaleugnerorganisationen, die auch 43 vom Ölkonzern Exxon finanzierte Organisationen enthalte. Keine einzige dieser Organisationen trage dort einen Namen, aus dem man ihr Eintreten gegen Klimaschutz ableiten könne. (...)
Beispiele für Greenscamming-Organisationen sind die National Wetland Coalition, Friends of Eagle Mountain, The Sahara Club, The Alliance for Environment and Resources, The Abundant Wildlife Society of North America, die Global Climate Coalition, das National Wilderness Institute, die Environmental Policy Alliance des Center for Organizational Research and Education und das American Council on Science and Health. Hinter diesen vorgeblichen Umweltschutzorganisationen verbergen sich vor allem die Interessen von Wirtschaftsbranchen. Beispielsweise stehen hinter der National Wetland Coalition Erdöl-Bohrunternehmen und Immobilienentwickler, während sich hinter den Friends of Eagle Mountain ein Bergbauunternehmen verbarg, das Tagebaugruben in Mülldeponien umwandeln möchte. Hinter der Global Climate Coalition standen wiederum Wirtschaftsunternehmen, die gegen staatlich verordnete Klimaschutzmaßnahmen kämpften. Weitere Greenscam-Organisationen sind das US Council for Energy Awareness, hinter dem die Kernenergieindustrie steht, die Wilderness Impact Research Foundation, die Holzfäller- und Viehzüchter-Interessen vertritt, und die American Environmental Foundation, die eine Interessenvertretung von Grundstücksbesitzern ist.
Quelle und mehr Infos: Wikipedia




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Dieser Artikel wurde 2173 mal gelesen und am 15.3.2019 zuletzt geändert.