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Ökologische Nischendebatten & Medienmanipulation 2019

31.03.2019

Ökologische Nischendebatten & Medienmanipulation 2019



  • Welches Interesse hat die Deutsche Bahn, dass über die Kosten der Umsiedlung von Eidechsen in Stuttgart diskutiert wird und nicht über die Mehrkosten von vier Milliarden Euro für das Bauprojekt Stuttgart 21?
  • Eine Studie des DLR aus dem Jahr 2019 besagt, dass pro Jahr ca. 1.200 Tonnen Insektenbiomasse in Deutschland an Windrotoren verloren gehen und die Kohle- Atom- und Agrarchemielobbyisten greifen das Thema begierig auf. Das ist lesenswert und doch gemessen an den Hauptursachen des Insektensterbens tatsächlich nur ein Rand- und Nischenthema. Alleine in deutschen Wäldern fressen Vögel 400.000 Tonnen Insektenbiomasse im Jahr! Das Ganze erinnert an die gelenkte Debatte um zu den jährlich 100.000 bis 200.000 von Windrädern getöteten Vögeln, die verhindern soll, dass über die 18 Millionen Vögel diskutiert wird, die in Deutschland an Glasscheiben sterben. Strom aus Kohlekraftwerken und neuen AKW ist nicht nur gefährlich, sondern auch auch viel teurer als Strom aus Windenergie. Gerade darum bekämpfen die Lobbyisten die erneuerbaren Energien mit gezielt vorgeschobenen Scheinargumenten.
  • Wie schaffen es Kohlekonzerne und Klimawandelleugner, dass über das Scheinproblem Infraschall und nicht über den zunehmenden Verkehrslärm und Motorradlärm berichtet wird.
  • Warum wird in der aktuellen, perfekt organisierten Aufrüstungsdebatte in den Medien häufig nur über das Rüstungsziel -2% des Bruttosozialprodukts- geschrieben und nicht über die realen zukünftigen 80 Milliarden Euro (80.000.000.000) für das Militär?
  • Die Veggieday - Kampagne im Wahlkampf 2013 war eins der schönsten Beispiele für eine Medienkampagne neoliberaler Netzwerke. Wie war es möglich, ein ökologisches Fürzlein aus einer winzigen Nische des GRÜNEN Wahlprogrammes zu einem bedrohlich-gigantischen Tornado aufzublasen und die Medienkampagne gegen einen vegetarischen Tag in Kantinen, als "Kampf für Freiheit" zu inszenieren?
  • Die Bitcoin-Gier verschwendet unglaubliche Energiemengen. In den Medien häufen sich die Berichte über die "umweltfreundliche" Bitcoin-Produktion in der Erzgrube Lefdal in Norwegen. Während Journalisten, deren Fernreise von der Bitcoin-Lobby bezahlt wurde, aus dieser hübschen Nische berichten, werden etwa drei Viertel aller Bitcoins in der Volksrepublik China produziert, insbesondere der Inneren Mongolei, wo überwiegend extrem umweltbelastender Kohlestrom zum Einsatz kommt.


Wie schaffen es Konzerne, PR-Agenturen, Rüstungs-,Kohle- und Atomlobbyisten, Klimawandelleugner, industriegelenkte Bürgerinitiativen und reiche, industrienahe Naturschutzstiftungen, dass manche wichtigen Themen gezielt ablenkend nur in Nischen debattiert werden? Und warum gibt es zu diesem Thema so wenig Analyse in der Umweltbewegung und bei den letzten, verbliebenen Qualitätsmedien?

Mit diesen Themen werden wir uns auf dieser Seite in Kürze intensiver auseinandersetzen.
Axel Mayer

(Diese Seite entsteht gerade und ist noch eine Textbaustelle)













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Dieser Artikel wurde 625 mal gelesen und am 26.4.2019 zuletzt geändert.