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Patrick Moore & AKW, KKW: Der Atomlobbyist & Genlobbyist war die kürzeste Zeit seines Lebens "Umweltaktivist"

09.01.2014

Aktueller Einschub:


München: Demo für Gentechnik & für mehr Kohle für Monsanto & Co
Die PropagandistInnen der Atomlobby & Agrogentechnik sind wieder unterwegs: Einer der von PR-Agenturen als "Gründervater von Greenpeace" medial "verkauft" wird , der Atom- & Genlobbyist Patrick Moore, wird in mehreren deutschen Städten zum Einsatz kommen. Hier sind die Termine der aktuell geplanten PR-Tournee von Patrick Moore (von der Golden Rice Now Homepage genommen siehe http://www.allowgoldenricenow.org/).
Der Gen- und Atomlobbyist Patrick Moore,
wird bei Wikipedia immer noch als "environmentalist" dargestellt. Er war den kürzesten Teil seines Lebens Umweltaktivist und den größten Teil seines Lebens Atom- und Genlobbyist und dennoch steht bei der englischsprachigen Wiki immer noch die "gezielt falsche" Überschrift. "Schwarmintelligenz" nützt nichts gegen die Machenschaften der PR-Industrie und gegen das Geld der Konzerne.
Es gibt in der Werbung ein Grundprinzip:
"Lob dich nicht selber - Lass dich von anderen loben". Wenn McDonalds sagt, McDonalds-Hamburger seien die besten, wenn Öl- und Kohlekonzerne den Klimawandel leugnen, wenn die Tabakindustrie das Krebsrisiko herunter spielt, wenn Monsanto die Gentechnik lobt und Atomkonzerne die sichere Kernenergie preisen, dann ist das weniger glaubwürdig als wenn "neutrale Dritte" die Werbung übernehmen und die Konzernmeinung geschickt verkaufen. Immer wieder haben aus diesem Grund Tabak-, Atom- und Genkonzerne WissenschaftlerInnen genutzt und "ehemalige UmweltschützerInnen" sind noch "glaubwürdiger" als ProfessorInnen.


Termine:

Mo April 7 - Frankfurt: Fundraising-Dinner
Di April 8 - Frankfurt: Pressekonferenz und Media Interviews
Mi April 9 - Köln: Fundraising-Dinner und Interviews
Do April 10 – München: Demonstration vor Greenpeace-Büro und Pressekonferenz.
Fr April 11 - Berlin: Fundraising-Dinner und Interviews
Sa April 12 - Berlin: Media Workshop



Patrick Moore: Der Atomlobbyist (AKW, KKW, Atomkraft, Kernkraft)


Sie wollen in der Industrie als Atom- oder Genlobbyist Karriere machen?
Dann gibt es zwei Möglichkeiten. Sie können den üblichen, langen Weg gehen und sich in den Konzernen langsam und mühsam nach oben dienen. Oder Sie werden erst einmal Umweltaktivist und wechseln dann spektakulär die Seite...

Vor einigen Jahren sind die "Ex-Aktivisten" Bjorn Lomborg und Mark Lynas
diesen Weg sehr erfolgreich gegangen. Nach seinem medial hervorragend inszenierten Seitenwechsel warf Bjorn Lomborg den Umweltorganisationen in seinem industriefreundlichen Buch "Apokalypse No" vor, sie schürten unbegründete Umwelt-Ängste. Der sehr medienwirksame Hinweis auf die ehemalige Greenpeace-Mitgliedschaft gehörte zum gezielten Marketing.

Der Biochemiker Jens Katzek
hatte beim BUND jahrelang gegen Gentechnik "gekämpft", bevor er zum Saatguthersteller KWS wechselte. Sein Seitenwechsel wurde ihm hoch angerechnet: Bei der Bio Mitteldeutschland GmbH verdiente er fast so viel wie der Ministerpräsident, schreibt der Spiegel.

Doch ab und zu müssen "neue" Seitenwechsler
aufgebaut werden und der neue Star der Atom- und Genlobby ist nach Mark Lynas jetzt der ehemalige Greenpeace-Aktivist Patrick Moore.

Patrick Moore ist der neue Star der Atom- und Genlobby
und er wirbt für Laufzeitverlängerung von AKW, für neue Atomkraftwerke und Gentechnik.

Der Gen- und Atomlobbyist Patrick Moore,
wird bei Wikipedia immer noch als "environmentalist" dargestellt. Er war den kürzesten Teil seines Lebens Umweltaktivist und den größten Teil seines Lebens Atom- und Genlobbyist und dennoch steht bei der englischsprachigen Wiki immer noch die "gezielt falsche" Überschrift. "Schwarmintelligenz" nützt nichts gegen die Machenschaften der PR-Industrie und gegen das Geld der Konzerne.

Herr Moore hat in der Vergangenheit auch mit einer der größten PR-Firmen der Welt, mit Burson Marsteller zusammen gearbeitet. Burson Marsteller hat im Auftrag der Öl- und Kohleindustrie jahrelang Kampagnen zur Verharmlosung des Klimawandels organisiert. Jetzt arbeitet Burson Marsteller für die Atomindustrie (genau genommen für das „Nuklearforum“) und dreht die bisher verwendeten Aussagen ins Gegenteil um. Die Kampagne „Kernenergie rettet das Klima“ stammt von Werbefirmen, die jahrzehntelang im Auftrag der Kohle- und Öllobby die Klimaveränderung heruntergespielt haben. Wikipediamanipulation ist heute ein klassischer Job von PR-Firmen.


Es gibt in der Werbung ein Grundprinzip:
"Lob dich nicht selber - Lass dich von anderen loben". Wenn McDonalds sagt, McDonalds-Hamburger seien die besten, wenn Öl- und Kohlekonzerne den Klimawandel leugnen, wenn die Tabakindustrie das Krebsrisiko herunter spielt, wenn Monsanto die Gentechnik lobt und Atomkonzerne die sichere Kernenergie preisen, dann ist das weniger glaubwürdig als wenn "neutrale Dritte" die Werbung übernehmen und die Konzernmeinung geschickt verkaufen.
Immer wieder haben aus diesem Grund Tabak-, Atom- und Genkonzerne WissenschaftlerInnen gekauft und "ehemalige UmweltschützerInnen" sind noch "glaubwürdiger" als ProfessorInnen.

"Die Atomlobby und ihre PR
Profis bauen einen neuen Tarnkappenbomber : die „Clean and Safe Energy Coalition“. An die Spitze kommen frische Kronzeugen: Die Republikanerin Christine Todd Whitman, einst Chefin der US-Umweltbehörde EPA. Und Patrick Moore, ein Greenpeace - Veteran, der die Seiten wechselte, nun für genveränderte Pflanzen, Pestizide, PVC et cetera wirbt und gerne gegen das Kyoto-Protokoll und die alten Gefährten wettert.
Der Trick funktioniert. Viele Zeitungen zitieren Moore schlicht als „Umweltschützer“.
berichten Deutschlandfung und SWR 2 in "Spin Oder: Die Industrialisierung der Meinungsproduktion von Tom Schimmeck


Wenn ein ehemaliger "Umweltschützer"
nach dem Wechsel zur Industrie "fast so viel verdienen kann wie der Ministerpräsident" (Quelle: Der Spiegel), dann kann sich so ein Wechsel auch finanziell lohnen. Schade, dass über solche Zusammenhänge äußerst selten berichtet wird. Die Macht der Konzerne bei Wikipedia zeigt sich auch im absolut unkritischen Beitrag über den Gen- und Atomlobbyisten, der am 17.1.14 immer noch als "Patrick Moore (Umweltaktivist)" aufgeführt wird. Präzise wäre "Patrick Moore (ehemaliger Umweltaktivist / heute Atom- und Genlobbyist)". Mal schauen ob der Wikipedia-Beitrag neutraler und objektiver wird... (dann wird auch dieses Textfragment gelöscht)

Spannend sind die Verbindungen von Patrick Moore zur Werbeagentur Burson-Marsteller
"After leaving Greenpeace, Moore set up a fish farm, which failed, and in 1991 set up his own environmental consultancy, Greenspirit. This attracted controversy of its own. Around the same time, he became a full-time paid director and consultant for the British Columbia Forest Alliance. The Alliance, although presented as a 'citizens group', was the brainchild of PR firm Burson-Marsteller.The Alliance has a budget of around $2m derived mostly from the forest industry and its 170 or so corporate members, and it campaigns for clear-cutting."
Quelle:lobbywatch

Burson Marsteller heißt der Global Player in Sachen Public Relations
und käuflicher öffentlicher Meinung. Die weltweit führende Beratungsfirma auf dem Gebiet der strategischen Kommunikation beschäftigt weltweit mehr als 2200 Werbefachleute in 35 Ländern und erzielte 1999 einen Honorarumsatz von 275 Millionen US-Dollar. Die Firmenleitung versteht "Kommunikation als Instrument, durch Überzeugung Verhaltensweisen herbeizuführen, die zum wirtschaftlichen Erfolg der Kunden führen". Burson-Marsteller berät alle, die es nötig haben und die über das erforderliche Kleingeld verfügen. Seriöse und weniger seriöse Großkonzerne, Diktaturen, Militärmachthaber, Firmen, die Umweltkatastrophen kleinreden wollen und eben alle, die Geld haben. Laut Greenpeace arbeitet er auch mit dem umstrittenen PR-Unternehmens Hill & Knowlton zusammen. Brutkastenlüge im Irak-Krieg
Quelle: BUND

Selbstverständlich ist es auch möglich,
dass UmweltschützerInnen ihre Meinung ändern und das muss auch für die aufgeführten Personen gelten. Nicht jeder, der von einem Umweltverband oder einer Bürgerinitiative zur Industrie wechselt, darf unter Generalverdacht stehen. Auffallend bei Patrick Moore, Mark Lynas, Bjorn Lomborg, Jens Katzek und anderen prominenten Seitenwechslern sind allerdings die mehr als professionellen, effizienten und aufwändigen Medien-Kampagnen, mit denen die "Meinungsänderung" verkauft wird. Geben Sie einmal den Namen "Patrick Moore" bei einer Suchmaschine ein und Sie werden feststellen, wie eine aufwändige, gut gemachte Werbekampagne funktioniert. Atom- und Genkonzerne haben Werbeetats von vielen Millionen Euro. Herrn Moores Atompropaganda verbreitet sich immer schnell über die neoliberalen Netzwerke. Eine zentrale Rolle spielt dabei wie immer die sogenannte "Achse des Guten".

Industriegelenkte Bürgerinitiativen und Umweltorganisationen
nehmen nach amerikanischem Vorbild immer stärker zu. Da gibt es den "Umweltverband" "Entlang des Rheins - aufildurhin ", den die Energiekonzerne EDF und EnBW ins Leben gerufen haben, um Akzeptanz für das altersschwache AKW Fessenheim zu schaffen. Der Verein "Bürger für Technik (BfT)" arbeitet als "unabhängige Bürgerinitiative" und verbreitet Lobeshymnen über die Kernkraft, wie Christian Fuchs in einem Artikel der Zeit vom 17.4.2008 schrieb. Energiekonzerne und Aluminiumindustrie "unterstützen" auch einige Bürgerinitiativen gegen Windkraft. Organisationen wie "Waste Watcher", "Aktionskreis Energie e.V", "Informationskreis Kernenergie", das "Forum Grüne Vernunft" oder "Genepeace" sind vergleichbare Scheininitiativen und Lobbyorganisationen. Die taz berichtet, dass es im Bereich Straßenbau ähnliche Industrieaktivitäten gibt.

Harte "amerikanische Methoden"
halten Einzug bei den großen sozialen Auseinandersetzungen und Umweltkonflikten, insbesondere und immer dann, wenn sie wirtschaftliche Interessen betreffen. Bei vielen dieser großen Konflikte, insbesondere im Bereich der Atomindustrie und der Gentechnik, geht es um Milliarden von Euro. Soziale Bewegungen, GlobalisierungskritikerInnen und die Umweltbewegung sind seit Jahren mit Spionage, Bespitzelung, Greenwash, Wikipediamanipulation, Akzeptanzforschung und industriegesteuerten Scheinbürgerinitiativen konfrontiert. Und auch der "fliegende Wechsel" einzelner "Umweltaktivisten" von den Umweltverbänden zur Industrie, das geschickt genutzte Saulus-Paulus-Prinzip (oder müsste es hier Paulus-Saulus-Prinzip heißen?) gehört zum PR-Geschäft, in dem die teuersten und "besten" PR-Agenturen mitmischen.

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer

Nachtrag:
Es ist ziemlich putzig, was die Umweltbewegung diesen Kampagnen entgegen setzt...




Links:






Patrick Moore und die Gier der Atom- und Genkonzerne nach Profit und Macht





"Patrick Moore, ein bezahlter Botschafter der Atom-, Papier- und Gentechnik-Industrie,
führt häufig eine längst zurückliegende Zugehörigkeit zu Greenpeace vor, um mehr Legitimität in den Medien zu gewinnen. Durch die hohe Medienpräsenz wird oftmals der Eindruck erweckt, Patrick Moore repräsentiere noch immer Greenpeace und es wird oft fast komplett unterschlagen, dass es sich bei ihm um einen bezahlten Lobbyisten handelt, der weder unabhängig noch objektiv berichtet. Auf dieser Seite finden Sie Informationen und Fakten zur Glaubwürdigkeit der Aussagen von Patrick Moore.

1. Patrick Moore ist ein bezahlter Sprecher der Atomindustrie

Im April 2006 lancierte das US-amerikanische «Institut für Atomenergie», die wichtigste Lobbyorganisation der Atomindustrie, die «Sauber und Sicher»-Koalition und berief Christine Todd Whiteman, aus der früheren Bush-Administration, sowie Patrick Moore zu deren Vorsitzenden. Die «Sauber und Sicher»-Koalition war Teil eines riesigen Propagandaprojektes des PR-Unternehmens Hill & Knowlton, welches ein 8 Millionen Dollar teures Mandat der Atomindustrie innehatte.
2. Patrick Moore hat falsche Angaben über die Kernkrafttechnologie gemacht

Im Jahr 2004 hat Moore einen Artikel mit dem Titel «Nuklear Um-denken» in der Zeitschrift der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) veröffentlicht. Laut Moore war 'Three Mile Island' eine Erfolgsgeschichte: «Die Behälterstruktur tat das, wozu sie entworfen wurde: Sie verhinderte den Austritt von Strahlung in die Umwelt». Entgegen den Aussagen von Patrick Moore, gelangte über mehrere Tage Radioaktivität aus dem Reaktorbehälter in die Umwelt. Es scheint sogar, dass Moore sich noch nicht einmal die Mühe gemacht hat, seine Aussagen zu überprüfen. Ein Merkblatt der «US Nuclear Regulatory Commission» zu 'Three Mile Island (TMI)' bestätigt, dass die Kernschmelze zu «einer erheblichen Freisetzung von Strahlung ...» geführt hat. Selbst die Internationale Atomenergie-Organisation, die Patrick Moores Artikel veröffentlicht hat, musste bestätigen, dass durch die Kernschmelze Strahlung in die umliegenden Gemeinden freigesetzt wurde. Als Ergebnis zählt die IAEA den Unfall als Stufe 5 auf einer Skala von 7 auf, einen «Unfall mit Folgen» (nur Tschernobyl und die sowjetische Atommüll Tankexplosion im Jahr 1957 sind schlechter als die 'Three Mile Island'-Kernschmelze gelistet).

Nach Angaben der US-Atomaufsicht gelangten damals 10 Millionen «Curie» in die Umwelt. Allerdings schätzen Kerntechniker, welche den Unfall nachuntersucht haben, dass mehr als 150 Millionen «Curie» entwichen sind. Die Kernschmelze in 'Three Mile Island' machte über Nacht aus einem Millionengeschäft eine mehrere Milliarden schwere Haftung und besiegelte das Schicksal der Kernenergie in den USA. Etwas anderes zu behaupten ist nichts weiter als reine PR."
Quelle: Greenpeache Schweiz





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Dieser Artikel wurde 1966 mal gelesen und am 11.4.2014 zuletzt geändert.