Arbeitskreis Botanik am Südlichen Oberrhein - Aktuelles/Exkursionen

Arbeitskreis Botanik am Südlichen Oberrhein - Aktuelles/Exkursionen



Inhaltsverzeichnis:




Aktuelles / Geplante Exkursionen


AK Botanik Exkursionen: Derzeit immer am Freitag um 17 Uhr




Liebe Freundinnen und Freunde der Botanik,


"Jetzt wird's aber langsam Zeit!" mag manche/r von Euch gedacht haben, und Ihr habt ja recht:
Es waren Ferien, das Wetter war gut, und wo ist man da als Endinger? Richtig: Im Kaiserstuhl! Und eben nicht am Schreibtisch ...
Und natürlich war es viel Holz - und Krautiges, was uns Winfreid Meier und Georg Schepers da im Alten Friedhof zeigen konnten.
Also, ich hab's versucht, das alles in ein Protokoll zu fassen, aber eigentlich bringt das so gar nicht viel. So viele Pflanzen auf einmal kann sich niemand merken. Insofern sollten wir in Zukunft auch gar nicht versuchen, so "besonders tolle Standorte" auszusuchen, sondern - so wie wir es morgen im Mundenhof vorhaben - uns auf ein "überschaubares Sortiment" zu beschränken.
Wenn ich draußen unterwegs bin, bringe ich mir auch höchstens 4 oder 5 Pflanzen mit nach Hause zum Bestimmen, die ich noch nicht kenne oder wo ich mir im Gelände nicht sicher bin. Wenn ich mich mit denen dann intensiv beschäftigt habe, kenne ich sie mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch noch Jahre später. Und bei "blöden" Gruppen funktioniert selbst das nicht - die muss man eigentlich jedes Jahr neu lernen.

In diesem Sinne bis morgen auf dem Mundenhof!

Herzliche Grüße
Henner




AK-Botanik 2019








Hier zum RV Jahresprogramm 2019






Liebe Freundinnen und Freunde der Botanik,

letzten Montag, am 15.10.18, trafen sich ein Dutzend Interessierte in der Ökostation
zur "Manöverkritik" bezüglich der abgelaufenen Saison und zur Planung sowohl des
Winterprogramms als auch der nächsten Exkursionssaison.

Die Kritik hielt sich in engen Grenzen, auch an dem Standardtermin Freitag 17 Uhr
wollte niemand grundsätzlich etwas ändern. Da nur ein Viertel der prinzipiell Interes-
sierten anwesend war, möchte ich aber vor Saisonbeginn im März nochmal einen
Doodle rausschicken, um die Terminpräferenzen abzufragen. Vielleicht lassen sich
ja doch durch entsprechende Anpassungen die Teilnehmerzahlen etwas erhöhen.
Im Sommer 2018 waren es im gefühlten Durchschnitt 6-7 TeilnehmerInnen pro
Exkursion - ein Wert, der bei mittleweile 50 InteressentInnen auf der Mailingliste
doch ausbaufähig sein sollte.

Zu der Pflasterfugenflora-Exkursion im Vauban gab es am Mittwoch einen Artikel in
der BZ (ich hatte mich ja im Nachgang zu unserer Exkursion auf Axels Anregung hin
dort noch einmal mit einer BZ-Redakteurin getroffen). Mancher Abschnitt ist etwas
holprig, aber insgesamt hat sie das recht nett und ansprechend gemacht:

http://www.badische-zeitung.de/freiburg/vielfalt-im-kleinen--157748566.html


Nachdem es immer noch zu trocken ist, wird es heuer mit der von Günter Saar ange-
botenen Pilzexkursion möglicherweise nichts mehr.
Und ob Georg Schepers in seinem Terminkalender noch eine Lücke finden wird, in
der er eine Rosetten- und Fruchtstände-Exkursion unterbringen kann, ist auch noch
offen.
In den ersten Monaten des neuen Jahres wollen wir auf jeden Fall einen Grundlagen-
kurs abhalten (Pflanzenanatomie, Taxonomie, Nomenklatur), um den "Quereinsteigern"
ohne oder mit magerem biologischen Hintergrund den Dialog mit den "Experten"
etwas zu erleichtern. In die gleiche Richtung zielt der Vorschlag, den Umgang mit dem
Bestimmungsschlüssel zu erklären und zu üben.
Für das erstere Ansinnen hat sich Dr. Patrick Kuss (feldbotanik.de) bereit erklärt, uns
eine entsprechende Einführung zu geben.
Für die Übungen mit dem Schlüssel kann uns Jan Debusmann entsprechende Hilfs-
mittel von seinem Botaniklehrer Winfried Meier zur Verfügung stellen.

Für die Exkursionssaison haben wir bereits eine Fülle von Vorschlägen gesammelt,
die ich als Liste gesondert in den Anhang stelle.

Dazu und auch sonst bitte ich alle InteressentInnen um Anregungen und Vorschläge -
wir sind schließlich eine Selbsthilfegruppe, auch wenn ich gerne die Koordination,
Organisation und auch mal das Protokoll übernehme.
A propos: Die Winterpause möchte ich gerne nutzen, um aus der Vielzahl der bisher
entstandenen Protokolle zu ein paar erfahrungsgemäß nervigen Pflanzengruppen
brauchbare Hilfsschlüssel für den Freiburger Raum zu basteln - oft kommt ja eine
große Zahl der Arten einer Gattung hier gar nicht in Frage, und man hätte es mit so
einem lokalen Schlüssel einfacher. Ich denke da z.B. an Centaurea, an Ampfer, an
Knöteriche, Gänsefußgewächse, Apiaceen oder vielleicht sogar die berühmten gelben
Compositen ... (der nächste Winter kommt ja auch noch).
Wenn jemand Lust hat, daran mit zu basteln - bitte meldet Euch gerne!

Mit den besten Grüßen!
Henner









Protokolle und Artenlisten


[Alle Fotos ohne Kennzeichnung: AK Botanik im BUND RVSO]



Protokoll der Exkursion vom 12.04.2019:
Alter Friedhof Herdern



Eine recht große und vielfältige Gruppe des AK Botanik machte sich auf die Suche, was der Friedhof mit seinen Mauern und halbschattigen Wiesenflächen botanisch so „anzubieten“ hat. Das war doch Einiges! Dabei sind wir sicher auch an etlichen Arten achtlos vorbeigelaufen, und bei den Gehölzen haben wir nur selten einen Blick riskiert. Es wäre einfach zu viel geworden! Dankenswerterweise hat Winfried Meier (der sich hier sehr gut auskennt) die Führung übernommen und uns manche Pflanze gezeigt, die wir sonst höchstwahrscheinlich übersehen hätten.

(K) = kultivierte Form







Protokoll der Exkursion vom 05.04.2019:
Wiese, Damm und Graben

Bebelstr. gegenüber Benzhausen

Eigentlich wollten wir in den Bannwald und hatten eine Karte mit Suchräumen für den Königsfarn dabei (von Klemens Fritz zur Verfügung gestellt). Die Feuchtwiese vor dem Damm war schon sehr artenreich, auf dem Damm und am Rand des Eichmattenbächles wurde es dann schon langsam dunkel… Arten, die wir bei der letzten Exkursion bereits behandelt hatten, zähle ich am Ende nur kommentarlos auf.








Protokoll der Exkursion vom 29.03.2019: Tuniberg bei Munzingen



Bei warmem Frühlingswetter haben wir - ca. 18 Interessierte - die Frühlingsflora am Wegrand und in den Weinbergen unterhalb der St. Ehrentrudis-Kapelle erkundet. Um diese Zeit sind viele Pflanzen in einem schwer zu erkennenden Rosettenstadium, bevor sich die Sprossachse streckt - für dieses Entwicklungssatdium sind auch kaum Bilder im Netz zu finden, geschweige denn so etwas wie Schlüssel.

Bereits in Blüte konnten wir diese Arten identifizieren:



Nicht sicher waren wir uns bei unterschiedlichen Verbascum- und Cirsium-Rosetten, sowie bei einer Rosette, die als Foto beigelegt ist: Evtl. Papaver dubium, Saatmohn? Auch zwischen Geranium rotundifolium und G. pyrenaicum konnten wir uns nicht abschließend entscheiden.


Für die vergrößerte Ansicht
auf das jeweilige Bild klicken!
























(BUND Naturschutz RVSO, Arbeitskreis Botanik)

Protokoll der Knospenexkursion am südwestlichen Schönberg am 22.03.2019






Wir trafen uns bei sonnigen 18°C zur diesjährig ersten Exkursion des AK Botanik. Hocherfreut durften wir an die 15 TeilnehmerInnen begrüßen, darunter sehr viele Bachelor-und Masterstudenten der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen (UNR) der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Wir drehten eine 2-h-Runde rund um den Talkessel oberhalb von Ebringen. Die meisten Knospen hatten schon geschoben, sodass wir bis auf wenige Ausnahmen genau das „Mittelding“ zwischen Knospe und fertigem Blattschmuck bestaunen durften. Ich entschied mich zu einer Fotodokumentation (Erstversuch). Die Bilder werden in einem Ordner auf GoogleDrive für alle zur Verfügung gestellt.
Kamera: SONY Cybershot DSC-W120 von 2006 mit 7,2 MP. Wegen der vielen Studenten-Neuzugänge hier nochmal eine explizite Zusammenstellung guter Botanik-Links und Bestimmungsliteratur.


Empfohlene Links in Sachen Botanik:


1. http://blumeninschwaben.de: genial zur Verifizierung bestimmter Pflanzendetails oder Komplettbestimmung mit Blüten, braune Schaltflächen oben mal durchprobieren. Über „Familien“ direkter Bestimmung-Einstieg bei der jeweiligen Familie oder Gattung möglich: mit Strg+F Suchfeld öffnen, Eingabe der Familie oder Gattung, los geht´s.
2. https://www.baumkunde.de: Focus auf Gehölzen, auch im Winterzustand.
3. https://www.schmitzens-botanikseite.de/archiv.htm: das „Tor zum Oberdorfer“, gute Website für lebendig dargestellte Zusammenhänge in der Pflanzensoziologie.
4. http://www.forstbotanik.uni-freiburg.de/Lehre: hier findet Ihr z.B. die Bestimmungsschlüssel und Botanik-Skripten für Studenten der Forstwissenschaften. Auch gut: hinter der Schaltfläche „Forstbotanischer Garten“ finden sich u.a. Listen zur Erklärung botanischer Art und Gattungsnamen.

Empfohlene botanische Bestimmungsschlüssel bzw. Literatur:
1. Jäger, E.J. (Hrsg.) (21. Aufl., 2016), Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland.
Gefäßpflanzen: Grundband, Wiesbaden. [DIE Standardflora zur Bestimmung mit Blüten]
2. Jäger, E.J. et. al. (Hrsg.) (12. Aufl., 2013), Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland.
Gefäßpflanzen: Atlasband, Wiesbaden. [Zugehöriger Band mit Zeichnungen zu 1.]
3. Eggenberg, S. und Möhl, A. (3. Aufl., 2013), Flora Vegetativa, Bern. [Bestimmung ohne Blüten]
4. Yann, F. et. al. (1. Auflage 2018), Botanische Grundkenntnisse auf einen Blick – 40 mitteleuropäische
Pflanzenfamilien, Bern. [optisch einprägsamer Überblick Familienmerkmale]
5. Application für iOS oder Android (im Playstore): Flora Helvetica [sehr teuer, sehr gut, läuft auch offline, Vorteil vor blumeninschwaben.de]
6. http://blumeninschwaben.de (auf jeden Fall sehr gut, wenn Internet und Blüte vorhanden)

Bestimmungsschlüssel anbei: „Knospen und Zweige: Tabelle zur Bestimmung der wichtigsten Bäume und Sträucher (Angiospermae) im Winterzustand“. Den habe ich leider nicht mehr „neu“ gefunden, Exemplar stammt noch aus meinem Studium Forstwissenschaften mit ein „bissl Gekrakel“ drin.



Noch ein Wort zu meinen Quellen für Art- und Familienangaben: Durch die neueste Forschung haben sich gerade in den letzten 10 Jahren die Familienzugehörigkeiten vieler Arten und Gattungen geändert und ändern sich voraussichtlich auch in Zukunft immer mal wieder. Die Plattform mit der aktuellsten Umsetzung dieser Änderungen ist:
http://www.mobot.org/MOBOT/Research/APweb/, dort fließen die neuesten Forschungsergebnisse ein. Mir ist die schnelle Suche dort allerdings zu zeitraubend „um die Ecke“. Die Quellen meiner Familienangaben sind die Online-Enzyklopädie Wikipedia und die Flora Vegetativa (3. Auflage 2013), die sich meiner Erfahrung nach noch nie widersprochen haben. Das Wiki-Prinzip der offenen Plattform scheint gut zu funktionieren. Ich vermute, dass Botanik-Literatur ab 2013 prinzipiell auf dem neuesten Stand ist.

GEOLOGIE: Der Schönberg stellt im „Grabenbruchsystem Rheinebene“ eine auf halbem Weg nach unten „hängengebliebene“ Jura-Scholle dar – hängen geblieben zwischen dem eingebrochenen Graben der Rheinebene und dem herausgehobenen Massiv des Schwarzwalds auf der westlichen Grabenseite (auf der östlichen Seite wurden die Vogesen herausgehoben).

BÖDEN: geprägt durch Kalk (Stichwort Kalkserie: Rendzina - Terra fusca - Terra rossa, wobei die Bodengenese am Schönberg bei der Terra fusca aufhört), gute Basenversorgung, K, Ca, Mg ist immer gut verfügbar. An vielen Standorten finden sich flachgründige Rendzinen, an manchen Stellen auch stark entcarbonatisiert, die Bodengenese läuft dort schon ansatzweise Richtung Terra fusca: Kalkfels enthält neben den Carbonaten als Hauptbestandteil etwa 1 - 3 % Silikate und Oxide als Beimischung.
Verwittert Kalkfels und werden alle Carbonate weggeführt, bleiben irgendwann die Silikate und Oxide übrig, allerdings erst bei sehr fortgeschrittener Bodengenese. Bildlich gesprochen bleiben somit von einem Meter Kalkfels nach vollständiger Entcarbonatisierung etwa 1 – 3 cm silikatischoxidischer Rückstand übrig¹. Dieses Material ist das, was Siggi als „Ton“ angesprochen hat, weil dieser Rückstand die Korngröße der Tonfraktion besitzt (Partikelgröße < 0,002 mm) und die vorhandene Lehm-Mischung aus den Korngrößen Sand, Schluff und Ton zugunsten der Tonfraktion verschiebt. Solange noch Carbonat im Boden ist, sinkt der pH nie unter 6,2 (Carbonat-puffer). Ist der Kalk jedoch weg, sinkt den Boden-pH mehr oder weniger deutlich darunter.
Mit der Wasserversorgung kann es auf Kalkböden wegen des durchlässigen Gesteins in trockenen Sommern Probleme geben, besonders auf sehr flachgründigen Rendzinen. Die hohen Niederschläge am Schönberg sorgen jedoch für eine gute Wasserversorgung der Region.

¹ Von ursprünglich 10 m Kalkfels bleiben dementsprechend 10 bis 30 cm silikatisch-oxidischer Rückstand. Es ist je nach Höhe des entsprechenden Bodenhorizontes und dessen Lage im Gelände somit ein bedingter Rückschluss auf die Höhe des ursprünglichen Kalkfelsens und die Zeit der Bodenentwicklung möglich. Dies ist am Schönberg gut zu beobachten in der Nähe des „Schönberger Hofes“: unterhalb des Parkplatzes der Gaststätte führt eine ansteigende Forststraße Richtung Osten, an deren Wegrand vom Institut für Bodenkunde verschiedene Bodenprofile ausgehoben worden sind, welche unterschiedliche Entwicklungsstadien zwischen den Bodentypen Rendzina und Terra fusca zeigen.


KLIMA: Höhe der Exkursionsroute etwa 350 – 400 m NN (Schönberg-Gipfel 644 m NN), immer noch Weinbauklima, relativ warm, Jahresmitteltemperatur etwas weniger als Fr, etwa 9°C. Niederschlag ist relativ hoch, hier schon im Rückstaugebiet des Schwarzwaldes, etwa 850 – 900 mm, somit relativ gute Wasserversorgung, prinzpiell erstmal kein Wasserstress. Unser Exkursionsgebiet ist allerdings Südwest-exponiert, zusammen mit dem Kalk-Untergrund ist es doch eher trocken, zumal unter dem Zeichen der Klimaerwärmung.


ARTENLISTE:



Juglans regia, Walnuss (Juglandaceae, Walnussgewächse)
Fagus sylvatica, Rotbuche (Fagaceae, Buchengewächse)
Sambucus nigra, Schwarzer Hollunder (Adoxaceae, Moschuskrautgewächse). Weißes Mark.
Sambuscus racemosa, Roter Hollunder. Rotes Mark.
Taxus baccata, Eibe (Taxaceae, Eibengewächse). Nadeln als grüne Leisten am Zweige herablaufend (siehe Bestimmungsschlüssel für Koniferen auf
http://www.forstbotanik.uni-freiburg.de/Lehre ).
Ilex spec., Stechpalme, (Aquifoliaceae, Stechpalmengewächse). In der Siedlung Zuchtform mit einer
Dorne an der Spitze (Foto 08). Steinfrucht kugelig, rot, giftig (20 - 30 Beeren sind tödlich!)
Ilex aquifolium, Europäische Stechpalme (Foto 62). Mehrere bedornte Blattlappen.
Pinus mugo, Berg-Kiefer, Latsche (Pinaceae, Kieferngewächse). 2-nadelige Kiefer, Nadeln kurz.
Weitere wichtige Kiefern-Arten [siehe auch Forstbotanik-Bestimmungschlüssel Pinus]:

Betula pendula, Hänge-Birke (Betulaceae, Birkengewächse)
Coryllus avellana `Contorta´, Korkenzieher-Hasel (Betulaceae, Birkengewächse)
Hedera helix, Gemeiner Efeu (Araliaceae, Araliengewächse)
Picea abies, Gemeine Fichte (Pinaceae, Kieferngewächse). Gattung Picea: Nadeln sitzen auf kleinen braunen Stielchen dem Zweige auf (fallen die Nadeln ab, bleiben die braunen Stielchen als „Raspel“. Gattung Abies, Tanne: Nadeln sitzen auf kleinen grünen Scheibchen dem Zweige auf.
Paulownia tomentosa, Blauglockenbaum (Paulowniaceae).
Vinca minor, Kleines Immergrün (Apocynaceae, Hundsgiftgewächse)
Acer pseudoplatanus, Berg-Ahorn (Sapindaceae, Seifenbaumgewächse). Acer, Fraxinus
+ Aesculus (!) (im Gegensatz zur Aussage auf der Exkursion) sind im Forstbotanik-Schlüssel die einzigen Baumgattungen, die gegenständig sind.
Acer campestre, Feld-Ahorn (Sapindaceae, Seifenbaumgewächse)
Buxus sempervirens, Gewöhnlicher Buchsbaum (Buxaceae, Buchsbaumgewächse). Gegenständig.
Früchte grün. Abgrenzung zu Cotoneaster integerrimus, Gewöhnliche Zwergmispel („Cotoneasterwüste“ in Wohngebieten): letzterer gehört zur Familie Rosaceae, wechselständig, Früchte rot.
Ligustrum vulgare, Gewöhnlicher Liguster (Oleaceae, Ölbaumgewächse). Gegenständig.
Rubus fructicosus agg., (Rosaceae, Rosengewächse)
Cornus sanguinea, Roter Hartriegel (Cornaceae, Hartriegelgewächse). Rote Jahrestriebe.
Euonymus europaeus, Gewöhnlicher Spindelstrauch, Europäisches Pfaffenhütchen (Celastraceae, Spindelstrauchgewächse). Grüne Jahrestriebe.
Clematis vitalba, Gewöhnliche Waldrebe (Ranunculaceae, Hahnenfußgewächse). Liane, im Bild „Kurve“ bzw. ganze „Vorhänge“ bildend. Im Naturschutz u.U. unerwünscht, kann verdämmende Wirkung haben, heißt: wächst nichts mehr drunter.
Rosa spec. (Tja, kaum zu glauben, aber so sieht´s aus: Rosaceae, Rosengewächse :-)
Ulmus minor, Feldulme (Ulmaceae, Ulmengewächse)
Prunus spinosa, Schlehdorn (Rosaceae, Rosengewächse)
Viburnum lantana, Wolliger Schneeball (Adoxaceae, Moschuskrautgewächse)
Crataegus laevigata (VERMUTUNG), Zweigriffeliger Weißdorn (Rosaceae, Rosengewächse). Zwei Griffel, zwei Steinfrüchte, Blätter meist nicht tief geteilt (weniger als 1/3).
Crataegus monogyna, Eingriffeliger Weißdorn. Ein Griffel, eine Streinfrucht, Blätter tief geteilt.
Tilia cordata (VERMUTUNG), Winter-Linde (Malvaceae, Malvengewächse)
Quercus robur (VERMUTUNG), Stiel-Eiche (Fagaceae, Buchengewächse). Fruchtstiele lang, Blattstiele kurz.
Quercus petrea, Trauben-Eiche. Fruchtstiele kurz, Blattstiele lang.
Carpinus betulus, Hainbuche (Betulacea, Birkengewächse)
Sorbus torminalis, Elsbeere (Rosaceae, Rosengewächse)
Lonicera xylosteum, Rote Heckenkirsche (Caprifoliaceae, Geißblattgewächse). Silbriges Holz, gegenständig.
Prunus avium, Vogel-Kirsche, Süß-Kirsche (Rosaceae, Rosengewächse). Am Blattstiel unterhalb des Blattes zwei rote Drüsen.
Prunus spec., Steinobst. Auch als „Süßkirsche“ angesprochen.
Fraxinus excelsior, Gemeine Esche (Oleaceae, Ölbaumgewächse). Neben Acer und Aesculus einzige gegenständige Baumgattung im Forstbotanik-Schlüssel.
Galium odoratum, Waldmeister (Rubiaceae, Rötegewächse)
Salix caprea (VERMUTUNG), Sal-Weide (Salicaceae, Weidengewächse). Einzige Weide, die trocken steht. Passt hier vom Standort, aber nicht in Bezug auf Knospen und Kätzchen
[vgl. baumkunde.de]
Aesculus hippocastanum, Roßkastanie (Sapindaceae, Seifenbaumgewächse). Neben Acer und Fraxinus einzige gegenständige Baumgattung im Forstbotanik-Schlüssel.





Protokoll der Exkursion vom 28.9.18: Am Hauptfriedhof Freiburg


Protokoll der AK-Botanik-Exkursion am 28.9.18: Am Hauptfriedhof FR

Der Friedhof selbst ist „leider“ sehr gepflegt – hier wurden wir nur am Grunde eines ausgetrockneten Teiches fündig.
Vorher ging es am Straßenrand entlang über den Spielplatz und entlang des Radweges an der südlichen Friedhofsmauer – von der Südwestecke durch den Friedhof wieder zum Haupteingang.




Protokoll der Exkursion vom 21.09.18 am Mundenhof


Protokoll der AK-Botanik-Exkursion am 21.9.18: Bienengarten im Mundenhof

Trotz Wind und aufziehendem Regenwetter fanden sich 8 Interessierte am Mundenhof ein, um dort die Wiese im Bienengarten artenmäßig zu erkunden: Leider war von dem nach der Mahd im Juli erwarteten „2. Flor“ nicht viel zu sehen, und so waren wir im wesentlichen auf vegetative Merkmale angewiesen. Auch Dank der fachkundigen Unterstützung durch Winfried Meier von der Forstbotanik kamen doch einige Arten zusammen:





Protokoll der Exkursion vom 14.09.18 in Buchholz


AK Botanik-Exkursion am 14.09.18: Kartieren in Buchholz (Prot. Lena Purmann)

Zu dritt haben wir uns mit der Kartierarbeit in Buchholz beschäftigt und dabei viele Pflanzen der Pflasterfugen und Rinnsteine der letzten Exkursion wiederholt. Da es bei der Kartierung um die vollständige Aufnahme aller sicher bestimmbaren Pflanzen geht, werden auch diese im Protokoll noch einmal aufgeführt.
Route: Bahnhofsvorplatz, Eisenbahnstr., Schloßstr. und Torackerstr.

1) Digitaria sanguinalis subsp. sanguinalis (Blut-Fingerhirse): Bei Digitaria-Arten haben die fingerartigen Ähren keinen gemeinsamen Ursprung (vgl. Cynodon), die Ährchen stehen paarweise auf einer Seite der Ährenachse; D. sanguinalis: Ährchen lanzettlich spitz, obere Hüllspelze nur halb so lang wie Deckspelze; obere Blattscheiden immer behaart;
2) Eragrostis minor (Kleines Liebesgras): Ligula in Haare aufgelöst, Blattscheiden behaart, runde, walzlich- lange Ährchen (vgl. Poa annua m. kurzen, flachgedrückten Ährchen); Warzen bzw. „Drüsen“ am Blattrand (E. pilosa ohne diese)
3) Lotus corniculatus (Gewöhnlicher Hornklee)
4) Pilosella officinarum (Gewöhnliches Mausohr-Habichtskraut)
5) Cornus sanguinea subsp. australis (Blutroter Hartriegel): Blattunterseite nur anliegend behaart; bei der Nominat-Unterart (C. sang. ssp. sanguinea) einfache, abstehende Haare, nur am Rand anliegende!
6) Verbena officinalis (Eisenkraut)
7) Taraxacum sect. Ruderalia
8) Erigeron annuus subsp. annuus (Einjähriger Feinstrahl, einjähr. Berufkraut): Neophyt aus N-Amerika, Stängelblätter grob gezähnt
9) Setaria viridis (Grüne Borstenhirse): Deckspelze glatt, Borsten grün, später gelbrot
10) Setaria pumila (Fuchsrote Borstenhirse): Deckspelze stark querrunzelig, Borsten gelb, später fuchsrot, Bl. lang bewimpert
11) Polygonum arenastrum subsp. arenastrum (Gewöhnlicher Vogel-Knöterich; gehört zur Artengruppen Polygonum aviculare): dreieckige Früchte mit konvexen Seiten; Blüten zu wenigen in den Blattachseln
12) Portulaca oleracea subsp. oleracea (Gemüse-Portulak): Stg. rot, fleischig; Blätter fleischig; Blüten gelb; meist niederliegend und sternförmig wachsend
13) Potentilla reptans (Kriechendes Fingerkraut): alle Stängel ausläuferartig niederliegend, an den Knoten wurzelnd
14) Plantago major (Breitwegerich): klassische Trittrasenpflanze; Blätter gestielt, Blattgrund herzförmig, Blattadern vereinigen sich vor der Spitze; vgl. P. uliginosa (Kleiner Wegerich): Blattrand weit gezähnt;
15) Plantago lanceolata (Spitzwegerich)
16) Lepidium virginicum (Virginische Kresse): Kronblätter länger als der Kelch (Neophyt), Blätter gesägt mit Seitennerven, Grundbl. fiederteilig
17) Conyza canadensis = Erigeron canadensis (Kanadisches Berufkraut): Blattränder zerstreut abstehend lang behaart; kann bis zu einem Meter hoch werden
18) Lapsana communis (Rainkohl): bildet eine Rosette, Blätter unterseits auf den Adern behaart, Blätter fiederteilig: blattstielwärts zwei typisch nach hinten gerichtete Fiederteile
19) Hypochaeris radicata (Gewöhnliches Ferkelkraut): Köpfchenboden mit Spreublättern; Blätter weit gezähnt, ober- und unterseits mit borstigen Haaren besetzt
20) Hedera helix (Efeu): Giftig!
21) Oxalis corniculata (Gehörnter Sauerklee): Blüte gelb, Blätter oft dunkelrot (viel Anthocyan), Neophyt
22) Oxalis stricta: Blüte gelb, Kapseln +- kahl (bei O. corniculata Kps. weichhaarig)
23) Poa annua: kurze flachgedrückte Ährchen
24) Chenopodium polyspermum: oft rotstielig
25) Trifolium pratense (Wiesen-Klee): unterirdische Ausläufer
26) Glechoma hederacea (Gundelrebe)
27) Cerastium holosteoides (Gewöhnliches Hornkraut); ausdauernd, wintergrün, Stg. U. Bl. stets behaart, Kronbl. 3-7 mm, kaum länger als Kelchbl; Kapsel kürzer als 12 mm;
28) Ranunculus acris (Scharfer Hahnenfuß); Obere Bl. geteilt, KBl. nicht zurückgeschlagen, B.stiele nicht gefurcht, Pfl. anliegend behaart, B.boden immer kahl
29) Ranunculus repens (Kriechender Hahnenfuß); B.stiele gefurcht, B.boden behaart, lg. Kriechende Ausl., Bl. 3-zählig
30) Calystegia sepium (Gewöhnliche Zaunwinde): Blätter pfeilförmig; Stängel windend
31) Potentilla sterilis (Erdbeer-Fingerkraut): Blätter wie bei der Erdbeere, aber am Rande feiner, silbriger Haarsaum; unterirdische Ausläufer; weiße Kronblätter breit getrennt, nicht wie bei Erdbeere überlappend
32) Sedum sexangulare (Milder Mauerpfeffer): ohne scharfen Geschmack
33) Achillea millefolium (Wiesen-Schafgarbe; Gruppe von Kleinarten)
34) Sambucus nigra (Schwarzer Holunder): weißes Mark
35) Rumex obtusifolius (Stumpfblättriger Ampfer): Blätter lang gestielt mit abgerundetem bis herzförmigem Grund und stumpfer Spitze
36) Alliaria petiolata (Lauchhederich, Knoblauchsrauke): essbar; Blätter nach Knoblauch riechend; Stängel schwach kantig, am Grund abstehend behaart
37) Daucus carota: Möhrengeschmack, abgeblühte Blütenstände bilden “Nester”
38) Sagina apetala (Kronloses Mastkraut): Kelchblätter liegen der Frucht an, sind unterschiedlich, äußere stachelspitzig; Blätter lang stachelspitzig; (≠ S. procumbens: Kelchblätter sternförmig abstehend, alle gleich, stumpf; Bl. kurz stachelspitzig)
39) Geum urbanum (Gewöhnliche Nelkenwurz): Blätter gefiedert, Fiedern zum Ende hin größer werdend
40) Solanum nigrum (Schwarzer Nachtschatten): Giftig! Blätter beidseitig behaart; Beeren meist schwarz
41) Festuca rubra (Rot-Schwingel): Blätter der nicht blühenden Triebe borstig, Stängelblätter breiter; bildet lange unterirdische Ausläufer
42) Festuca arundinacea (Rohr-Schwingel): auch die grundständigen Blätter flach, kahnförmig, Öhrchen am Rand bewimpert; Blattscheiden offen (≠ Bromus spec.: Blattscheiden geschlossen); abgerundete Spelzen (≠ Poa spec.: gekielte Spelzen)
43) Trifolium repens (Weiß-Klee): Nebenblätter trockenhäutig, zu Tute verwachsen; Blüten weiß bis hellrosa, später stark zurückgebogen; Sprossachse kriechend m. oberird. Ausl.; Blätter gezackt
44) Prunella vulgaris (Kleine Braunelle); Krone 7-15 mm, höchstens doppelt so lang wie Kelch; oberstes Laubblattpaar direkt unter B.std. (P. grandiflora: K>20mm, 2-3x Kelchlge., Abstand Laubbl.-B.std.)
45) Senecio vulgaris (Gemeines Greiskraut): fiederspaltige Blätter, blüht gelb ohne Zungenblüten, oberer Teil d. Hülle schwarzbraun
46) Geranium robertianum (Stinkender Storchschnabel, Ruprechtskraut)
47) Chenopodium album (Weißer Gänsefuß)
48) Aquilegia vulgaris agg. (Artengruppe Gewöhnliche Akelei): Giftig! B m. 5 hakenförmigen Spornen
49) Echium vulgare (Gewöhnlicher Natternkopf): Griffel zweispaltig; bildet Rosetten
50) Herniaria glabra (Kahles Bruchkraut): typisch an sandigen, betretenen Ruderalstellen wie Pflasterfugen; frischgrün, höchstens schwach bewimpert, Frucht länger als Hülle
51) Persicaria lapathifolia (Ampfer-Knöterich); B.stds.achsen m. sitzenden Drüsen, Ochrea kahl
52) Chelidonium majus (Schöllkraut): Giftig! Pflanze mit orangefarbenem Milchsaft, der äußerlich gegen Warzen angewendet wird; Blätter gefiedert, Fieder ungleich doppelt gekerbt oder gelappt; Blüten gelb
53) Robinia pseudoacacia (Robinie): Jungpflanze; Nebenblattdornen!
54) Echinochloa crus-galli (Echte Hühnerhirse)
55) Aegopodium podagraria (Giersch)
56) Galium album (Weißes Labkraut): Blüte weiß
57) Juncus tenuis (Zarte Binse); typ. Trittrasenart, Neophyt! s. Protokoll Hirzberg
58) Linaria vulgaris (Gewöhnliches Leinkraut): Blüte gelb
59) Cichorium intybus (Gewöhnliche Wegwarte)
60) Arrhenatherum elatius (Glatthafer) Spelzen ohne Kiel, untere DSp fast am Grund lg. begrannt
61) Acer campestre (Feldahorn): Jungpflanze; bildet Korkleisten




Protokoll der Exkursion vom 07.09.18 im Vauban


AK Botanik-Exkursion am 07.9.18: Pflasterfugenflora im Vauban

Nach langer Sommerpause fanden sich erfreulicherweise 10 (!) Interessierte zusammen, um sich mit der weithin unbekannten Pflanzenwelt der Pflasterfugen, Rinnsteine und Asphaltränder zu beschäftigen.
Vorab konnten wir noch eine Kuppel aus Weidenstecklingen besichtigen, die schon etliche Jahre besteht,
aber in einer anderen Technik gebaut ist (Weidenrutenbüschel; Methode M.Kalberer) als die Weiden-pavillons im Bot. Garten FR (zusammengewachsene Stämme; Methode Prof. Speck).









Protokoll der Exkursion vom 20.07.2018 in Ebringen


AK Botanik-Exkursion am 20.7.18 in Ebringen (auf den Spuren vom 16.3.)
Zu der Liste aus dem Frühjahr kamen einige wenige Arten dazu:


Krautige Pflanzen:


In den Gärten fiel uns unter anderem auf:


Protokoll der Exkursion vom 13.07.2018 in Ihringen


AK Botanik-Exkursion am 13.7.18: Rebland/Böschungen in Ihringen („Schlichten“)
Es war wieder heiß, aber vom Bahnhof zum Einstieg beim Friedhof musste niemand laufen. Die Motivation der 6 Teilnehmer wurde durch die Aussicht auf die abschließende Einkehr in der Eisdiele hochgehalten … Allerdings wurde es 20 Uhr, bis wir dort ankamen – es gab viel zu sehen!



Protokoll der Exkursion vom 06.07.2018 beim Güterbahnhof Freiburg


AK Botanik-Exkursion am 06.7.18 auf dem Gelände des ehem. Güterbahnhofs FR
Bei unbeständigem Sommerwetter mit kurzem Schauer konnten sich sieben Interessierte davon überzeugen, dass Bahnhofsgelände hotspots der Artenvielfalt sind (Gbf FR: ca. 380 Arten / 40 ha). Trotz bereits umfangreicher Bebauung bekamen wir einen Eindruck davon, wie sich hier ganz besondere Arten zusammenfinden: Ruderalflora! Viele Neophyten und „Eisenbahnwanderer“, z.B.



Protokoll der Exkursion vom 29.06.2018 in Littenweiler


AK Botanik-Exkursion am 29.6.18: Waldvegetation bei St.Barbara, Littenweiler
Es war heiß und weit oben und der Bahnübergang in Littenweiler war zu: So waren wir nur zu dritt, aber botanisch hat es sich voll gelohnt! Viele typische Waldarten, viel Neues, viel Bestimmungsarbeit. Auf dem Rückweg wäre es noch viel mehr geworden, wenn es nicht schon so spät gewesen wäre…
Zunächst noch ein Nachtrag vom Rieselfeld von Jan Debusmann:


Protokoll der Exkursion vom 22.06.2018 im NSG Rieselfeld


AK Botanik-Exkursion am 22.6.18: NSG Rieselfeld am Mundenhof
Bei angenehm kühlem Wind fanden 8 Interessierte auf einem kurzen Weg eine bemerkenswerte Fülle an z.T. recht raren Arten. Auf dem Rückweg lernten wir noch die Mundenhof-Chefin kennen, die uns ihren Bienengarten (als zukünftiges Betätigungsfeld für uns!) gezeigt hat. Jan wird sich mit ihr in Verbindung setzen. Gleich gegenüber vom Parkplatz fanden wir am Rande eines großen Dinkelackers:



Im feuchten Bereich an einem Graben:


Protokoll der Exkursion vom 08.06.2018 am Hirzberg


AK Botanik-Exkursion am 08.6.18: Halbtrockenrasen am Hirzberg
Am Rande einer großen Gewitterzelle, die am Kandel hing, hatten die erfreulichen 8 TeilnehmerInnen neben kurzen Regenintervallen auch Sonnenschein auf der allerdings nassen Hirzbergwiese. Bestimmungsbedarf stand bereits an der Böschung neben dem Weg, der an den Waldrand hochführt …
Dank an Sophia Anslinger für die Vorbereitung des Protokolls!

Artenliste:


Protokoll der Exkursion vom 18.05.2018 im Liliental


AK-Botanik-Exkursion am 18.05.2018 im Liliental bei Ihringen/Kaiserstuhl
Die Exkursion vor Pfingsten zur Orchideenblüte im Liliental wurde von Siegfried Mattausch organisiert und geführt. Vier weitere Botanik-Interessierte nahmen teil und ließen sich die große Artenvielfalt und die geologischen und ökologischen Besonderheiten des Lilientals erklären.
Protokoll: Gudrun Seiffert und Siegfried Mattausch

Geologie und Klima:
Lössboden mit hohem Kalkgehalt; wärmebegünstigte Lage am Oberrhein (Ihringen gilt als wärmster Ort Deutschlands)

Wegbeschreibung:
Einstieg ca. 300 m nördlich des Restaurants „Zur Lilie“, kurzer steiler Pfad in die Wiese (1),
kleiner Bogen nach W über die Wiese;
wieder nach N bergauf zu Wald-/Gehölzrand (2);
nach NO weiter bergauf am Rand einer Terrasse (3);
wieder nach N, zw. Birkenwäldchen im W und Waldrand im O (4);
Rückweg direkt (5) (oberhalb Punkt 1).

I. Artenliste
Orchideenarten sind fettgedruckt
1: Wiese an steilem Hang, mit jungen Bäumen; anfangs nitratreich


2: unter Sträuchern / am Waldrand


3: wieder offener; Halbtrockenrasen


4: Waldsaum, schattiger als vorherige Stellen


5: wieder offener, sonniger (Halbtrockenrasen)


II. Theorie / Hintergrund:
Orchideen:
Orchideen sind phylogenetisch jung, deshalb ist die Artbildung noch nicht abgeschlossen, dadurch bilden sich viele Hybriden.
Die Samen der Orchideen sind sehr klein und können gut durch den Wind verbreitet werden. Sie enthalten jedoch kein Nährgewebe zur Versorgung der Jungpflanze. Diese ist bei der Keimung und in ganz jungem Stadium auf die Nährstoffzufuhr durch Mykorrhizapilze angewiesen.
Trick bei der Bestäubung: Ragwurzen imitieren das Aussehen und den Geruch von Insekten (Pheromone), locken dadurch diese Insekten zur Bestäubung an.
Bestimmungshilfe: Das Heft „Orchideen im Kaiserstuhl“, herausgegeben vom Naturzentrum Kaiserstuhl, gibt es in Freiburger (und Umgebungs-?) Buchhandlungen oder beim Naturzentrum selbst zu kaufen.

Vegetation in Mitteleuropa, Entwicklung:
Die Artenvielfalt in Mitteleuropa ist sehr viel kleiner als z.B. in Amerika. Grund: Während der Eiszeiten wurden wärmebedürftige Arten verdrängt. In Amerika konnten sie nach Süden ausweichen (Hauptgebirge wie die Rocky Mountains verlaufen in Nord-Südrichtung, bilden also keine Barriere), in Europa wurde die Abwanderung nach Süden von den Alpen blockiert, viele Pflanzen starben (nördlich der Alpen) aus.
In Amerika konnten viele Arten nach den Eiszeiten wieder nach Norden zurückwandern.
Die Barriere der Alpen könnte auch im Klimawandel verhindern, dass wärmeliebende Arten zu uns einwandern.
Nach SW-Deutschland könnte Zuwanderung noch über die Burgundische Pforte erfolgen; Bayern wäre viel stärker abgeschnitten.

Beweidung und Trockenrasen / Magerrasen:
Schafe und Ziegen halten Gelände offen, verhindern Verbuschung. Damit ein Gebiet mager bleibt, müssen sie aber abends in ein anderes Gelände getrieben werden, damit sie durch ihren Kot nicht zu viele Nährstoffe in den Magerrasen eintragen.


Protokoll der Exkursion vom 11.05.2018 an der Wonnhalde


AK Botanik-Exkursion am 11.5.18: Wonnhalde zwischen Haltestelle und FVA
Bei sonnigem Frühlingswetter trafen sich 8 Interessierte an der Straßenbahnhaltestelle Wonnhalde. Auf einem niedrigen Hochwasserdamm (Ost-West verlaufend) mit nördlich anschließendem kleinem Bach hatten wir mit Bestimmen gut zu tun, abschließend ging es noch in eine feuchte Senke innerhalb des „Rückhaltebeckens“.

Wonnhalde, Foto: Margot Pauli

Folgende Arten waren uns neu (teilweise mit mitgenommenem Material nachbestimmt):



In einer feuchten Senke:



Nachtrag zur Pulmonaria im Protokoll „Sängerruh“ vor 14 Tagen: Wir hatten die Pflanze ohne weiteres als Pulmonaria officinalis vermerkt („die kennt man ja“). Von Georg Schepers kam der Hinweis, dass wir da in Zukunft genauer hinschauen sollten, denn wahrscheinlich war es eher P. obscura!


Protokoll der Exkursion vom 27.04.2018 am Schönberg


AK Botanik-Exkursion am 27.4.18: Schönberg oberhalb St.Georgen („Sängerruh“)
Bei sonnigem Frühlingswetter trafen sich 7 Interessierte an der Straßenbahn-Wendeschleife Vauban. Auf einem NW-exponierten Waldrand-Weg mit Fettwiese gegenüber gingen wir wenige 100 m bergauf bis zu einem Gelände, wo es magerer und artenreicher wurde.
Ohne Anspruch auf 100%ige Vollständigkeit kam die folgende Artenliste zusammen (dazu viele der Arten, die wir auf unseren letzten Exkursionen gesehen hatten):



Im magereren Wiesenbereich:



Protokoll der Exkursion vom 13.04.2018 im Mooswald mit Artenliste


AK Botanik-Exkursion am 13.4.18 im Mooswald bei Landwasser
Bei kurzfristig sonnigem Frühlingswetter (vormittags Regen, abends noch ein heftiger Schauer) trafen sich ganze 6 Interessierte an der S-Bahn-Haltestelle Landwasser („FR-West“). Zwischen Bahngleis und Weg sowie am Waldmantel auf der anderen Seite des Weges gab es reichlich krautige Pflanzen, aber auch Gehölze mit soeben aufgehenden Blattknospen bzw. bereits blühend.
Ohne Anspruch auf 100%ige Vollständigkeit kam die folgende Artenliste zusammen (dazu die meisten der Arten, die wir letztes Mal am Lehener Bergle gesehen hatten):



In vegetativem Zustand konnten wir identifizieren:



Protokoll der Exkursion vom 06.04.2018 am Lehener Bergle mit Artenliste


AK Botanik-Exkursion am 06.4.18 auf dem Lehener Bergle

Bei schönem und warmem Frühlingswetter waren ca. 15 Interessierte auf dem Lehener Bergle oberhalb des Blumencafés unterwegs, um unter fachkundiger Anleitung von Georg Schepers die noch wenigen blühenden Pflanzen entlang des Wegrandes kennenzulernen und z.T. auch nach dem Rothmaler-Schlüssel ganz klassisch zu bestimmen. Dazu kamen etliche Arten, die wir (mit Georgs Anleitung) auch vegetativ anzusprechen lernten.
Ohne Anspruch auf 100%ige Vollständigkeit kam die folgende Artenliste zusammen:



In vegetativem Zustand konnten wir identifizieren:



Kleiner Ausflug in die Veilchen-Bestimmung:
Auf die folgenden Merkmale muss man achten:
1) Seitl. Blütenblätter aufwärtsgerichtet („Stiefmütterchen“), Blü.bl. teilw. gelb / Blütenbl ohne Gelb, nicht aufw. gerichtet („Veilchen“)
2) Grundständige Blattrosette oder nicht, 3) Blätter und Blüten tragende Stängel / nur blattachselständige Blüten aus der grundständigen Blattrosette
Weitere wichtige Merkmale sind Länge und Farbe des Blütensporns sowie die Beschaffenheit
der Nebenblätter und das Vorhandensein von Ausläufern.


Protokoll der Exkursion vom 16.03.2018 in Ebringen mit Artenliste


AK Botanik-Exkursion am 16.3.18 auf dem Nat-ur-waldpfad in Ebringen

Bei unerwartet schönem und warmem Frühlingswetter waren wir zu elft unter Führung von Siegfried Mattausch auf einem kurzen Teilstück des Pfades unterwegs (am Samstag bei wesentlich unwirtlicheren Wetterverhältnissen waren’s dann nur noch fünf), um Bäume und Sträucher anhand von Knospen-, Rinden- und Wuchsform-Merkmalen unterscheiden zu lernen. Untypischerweise ohne Bestimmungshilfen, denn Siggi konnte uns ja alles erklären.
Ohne Anspruch auf 100%ige Vollständigkeit kam die folgende Artenliste zusammen: