2019: Umwelt & Naturschutz - Umweltpolitischer Jahresrückblick


2019: Umwelt & Naturschutz - Umweltpolitischer Jahresrückblick


Hier geht´s zum umweltpolitischen Rückblick auf das Jahr 2018 (Südbaden, Elsass, Oberrhein & Rest der Welt)

Auf dieser Internetseite entsteht im Jahr 2019 der umweltpolitischen Rückblick auf das Jahr. Noch ist diese Seite eine einfache fehlerhafte Textbaustelle und Gedankenstütze.



Warum gibt es große Medienberichte, wenn der CDU-landwirtschaftsminister Hauk in Bauernläden einkauft und Regionalität preist, während fast gleichzeitig CDU und CSU voller Begeisterung mit dem südamerikanische Staatenbund Mercosur die größte Freihandelszone der Welt schaffen? Für die Bauern bedeutet das großindustrielle Konkurrenz statt bäuerlicher Landwirtschaft, da Umweltschutzfragen, gesicherte Qualitätslebensmittel in diesem Freihandelsabkommen keine bedeutende Rolle spielen.


Der Historiker Werner Schönleber hat im Jahr 2019 Dokumente entdeckt und veröffentlicht, die zeigen, dass in der Zeit des Kalten Krieges in Lahr Atombomben "gelagert" wurden. In den Reihen der Friedensbewegung galt dies in den 1980er-Jahren als offenes Geheimnis, obwohl die Existenz der Atombomben lange Zeit dementiert wurde. Der Vorgang ist ein dreifacher Skandal:


Im Mai 2019 sind im Naturschutzgebiet Taubergießen rund 3.000 Hummel- und Spinnenragwurz-Orchideen verschwunden und es tobte ein großer Streit ob Wildschweine oder Diebe die Ursche waren. Doch dieser Streit lenkt vom Hauptproblem ab.

Der große Orchideen-Bestand im Taubergießen ist ein kleines europäisches Naturwunder. Der Verlust so vieler Orchideen ist eine kleine Katastrophe für die Artenvielfalt. Die große Katastrophe ist die Tatsache, dass es europaweit nur noch so wenig Orchideen gibt. Unsere Naturschutzgebiete sind sind zwischenzeitlich (ähnlich wie in Afrika) Restnatur und Naturmuseen und der Verlust gefährdet winzige Restbestände. Egal ob Diebe oder Wildschweine die Ursache waren. Wir brauchen mehr Natur.



Hunger in Zeiten globaler Verschwendung

Zwei Milliarden Menschen von den insgesamt 7,6 Milliarden, die auf der Welt leben, leiden Hunger, sind unterernährt oder müssen ohne gesicherten Zugang zu regelmässigem und nahrhaftem Essen auskommen. Nachdem Hunger ein Jahrzehnt lang ein schwindendes Menschheitsproblem zu sein schien, breitet sich seit 2015 diese Geissel wieder aus. In jenem Jahr galten 785 Millionen Menschen als ernsthaft an Hunger Leidende, 2018 waren es 830 Millionen. Auch die Grade von Unterernährung kennzeichnen wieder das Leben von mehr Menschen, elf Prozent der Weltbevölkerung waren es vergangenes Jahr.


Das vergangenen Jahr 2018 war das wärmste Jahr in Baden Württemberg seit Beginn der Wetteraufzeichnung
Mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 10,4 Grad Celsius war 2018 das wärmste Jahr in BW seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Nach 2014 (mit 10,1 Grad Celsius) lag der Wert außerdem zum zweiten Mal überhaupt über der 10-Grad-Marke. 15 der 20 wärmsten Jahre lagen in diesem Millennium. Besonders beängstigend ist, dass sich allein seit 1989 die durchschnittliche Temperatur im Land bereits um ein Grad Celsius erhöht hat.


Eine von Fachwissenschaftlern stark kritisierte Studie des DLR aus dem Jahr 2018 besagt, dass pro Jahr möglicherweise ca. 1.200 Tonnen Insektenbiomasse in Deutschland an Windrotoren verloren gehen. "Die aufgrund stark vereinfachter Annahmen hochgerechnete Zahl einer maximalen Masse von 1.200 Tonnen getöteter Insekten erscheint auf den ersten Blick sehr hoch" kritisiert das Bundesamt für Naturschutz. Dennoch haben viele Medien, aber auch Kohle-, Atom- und Agrarchemielobbyisten die Studie begierig aufgegriffen. Die inhaltlich umstrittene Studie ist lesenswert. Sie beschreibt gemessen an den Hauptursachen des Insektensterbens, allerdings nur ein kleines Rand- und Nischenthema. Allein in deutschen Wäldern fressen Vögel ca. 400.000 Tonnen Insektenbiomasse im Jahr!
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Ein "Projektentwickler" möchte zwischen Wasserpark und Autobahn ein weiteres, gigantisches Ferienresort mit Hotels, Bungalows und Seenlandschaft bauen. Das etwa 27 Hektar große Areal (zukünftig 100 Hektar!) ist nach Auskunft van Hoogdalems (noch) im Besitz der millionenschweren chinesischen Geschäftsfrau Ma Wei mit Wohnsitz in Oberärgi in der Schweiz. In Zeiten in der die erlebte Realität am Oberrhein immer scheußlicher & zugebauter wird, braucht es neben ablenkenden TV-Programmen auch das Wuchern der großen Illusionsmaschine Europapark und deren Umfeld. Es wird mehr, es muss mehr werden, es muss wuchern... Das sind die Grundregeln der großen Illusionsmaschine und einer zutiefst selbstzerstörerischen Fun-Gesellschaft in Zeiten des Klimawandels, des Artensterbens und der absehbaren Endlichkeit der Ressourcen.

Beginn einer neuen atomaren Aufrüstung in Europa?


Am 2. Februar läuft die 60-Tage-Frist zum INF-Vertrag aus, die US-Präsident Trump gesetzt hat. Wenn der INF-Vertrag zur Kontrolle nuklearer Mittelstreckensysteme endet und sich USA und Russland nicht aktiv um eine Verlängerung des START-Vertrages über 2021 hinaus bemühen, droht eine atomare Aufrüstung in Europa. Die USA werfen Russland wegen der Entwicklung des SSC-8-Marschflugkörpers Vertragsbruch vor. Russland gibt die Entwicklung der neuen Waffe zu, macht aber geltend, dass der SSC-8 nicht gegen den INF-Vertrag verstoße. Andersherum wirft Russland den USA vor, durch das in Rumänien stationierte Aegis-Raketenabwehrsystem ebenfalls den INF-Vertrag zu verletzen.
Wir leben in Zeiten, in denen sich die Anzeichen organisierter Dummheit mehren, wo Autokraten auf präsidentgewordene Rüstungslobbyisten treffen und wir sollten dieser Dummheit & Gefahr endlich, endlich "Bewegung" entgegen setzen.
Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer, Kreisrat & Vizepräsident Atomschutzverband TRAS

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"Fridays for Future": SchülerInnen-Streik für Klimaschutz: BUND bedankt sich


Am Freitag den 18.1.19 versammelten sich in Freiburg, Offenburg und an vielen anderen Orten Schülerinnen und Schüler um gegen den Klimawandel zu demonstrieren. Da sie während der Schulzeit streikten, mussten sie mit einem Eintrag ins Klassenbuch rechnen. BUND-Geschäftsführer Axel Mayer bedankte sich bei diesen mutigen Menschen: „Ihr und die jungen BesetzerInnen im Hambacher Forst seid ein kleines Zeichen der Hoffnung in trump-düsteren Zeiten des Klimawandels, denn Ihr habt die richtige Entscheidung getroffen. Was ist wichtiger? Ein Eintrag ins Klassenbuch oder der Klimawandel? Wir brauchen mehr junge selbst-denkende Menschen, die sich gegen den Klimawandel und für Umweltbelange, zukunftsfähige Energien und Gerechtigkeit einsetzen.“

Windräder belasten die Umwelt am wenigsten
Erneuerbare Energien sind gut für Klima und Natur, Kohlekraftwerke dagegen schlecht, klar. Aber wie stark sind die Unterschiede wirklich? Das Umweltbundesamt hat nachgerechnet und 2019 eine Studie veröffentlicht: Braunkohle ist demnach 74 Mal schädlicher für die Umwelt als Windräder.
Windenergie und Wasserkraft verursachen mit 0,28 bzw. 0,3 Cent pro Kilowattstunde die geringsten Umweltkosten. Mit Abstand folgen die anderen Erneuerbaren Energieformen Photovoltaik (1,64 Cent) und Biomasse (7,71 Cent). Von den fossilen Energien kann einzig Erdgas mit Umweltkosten von 8,59 Cent pro Kilowattstunde den einstelligen Bereich halten, Steinkohle und besonders Braunkohle sind mit 18,79 und 20,81 Cent pro Kilowattstunde am schädlichsten für Klima, Natur und Gesundheit.

Am 24. Februar 2019 findet in Freiburg der Bürgerentscheid zum Thema Dietenbach statt. Der massive Flächenverbrauch in und um Freiburg ist eines der vielen Themen des BUND. Gerade das Problem der zunehmenden Zersiedelung ist im Umland Freiburgs noch viel ausgeprägter als in der Stadt selbst. Wie bei vielen aktuellen Themen stehen wir im Spannungsfeld zwischen dem notwendigen Schutz der Natur in Zeiten des Artensterbens und sozialer Mitverantwortung. Was die Befürworter des neuen Stadtteils gerne verschweigen: Ohne diese Abstimmung hätte all die jetzt zurecht gepriesenen ökologischen und sozialen Fortschritte nicht gegeben.
Egal wie die Abstimmung ausgeht - Das Ergebnis sollte akzeptiert werden.


Am Freitag, 29. März 2019 könnte der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union vollzogen werden. Was im Zusammenhang mit dem Brexit eigentlich fast nie öffentlich diskutiert wird, sind die Interessen von Herrn Trump und den reichen amerikanischen Strippenziehern hinter dem Brexit und die gut organisierten Kampagnen. Es sind die gleichen Milliardäre, die auch Herrn Trump an die Macht gebracht haben und die unsere deutschen Klimawandelleugner und Energiewendegegner finanzieren. Mehr Infos: Hier. Guter Journalismus würde der Spur des Geldes folgen. Gerade auch der BUND und die Umweltbewegung am Oberrhein stehen zu einem friedlichen(!) Europa der Menschen, der Umwelt und der Nachhaltigkeit.

Trump & Friedensnobelpreis


Der Milliardär, Umweltzerstörer, Klimawandelleugner, Kohlelobbyist, Rüstungslobbyist und Windenergiegegner, der sich Folter durchaus vorstellen kann, wurde am 20. Januar 2017 als US-Präsident vereidigt. Seine Wahl in der Millionärsdemokratie USA drückt unglaublich perfekt den herrschenden Zeitgeist und den höchsten der westlichen Werte, die GIER, aus. Auf einer Pressekonferenz 2019 erklärte Trump, Japan habe ihn für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Grund dafür soll jedoch laut japanischem Medienbericht eine Bitte der US-Regierung gewesen sein. Er scheint jetzt endgültig durchgeknallt zu sein.


Quelle:dpa, afp




Deutsche Umwelthilfe DUH, Attac, Gemeinnützigkeit & Angriffe auf die Umweltbewegung und die sozialen Bewegungen





Noch mehr "abfallende" Fassadenteile an der Freiburger UB
In der Abrissphase der alten Freiburger UB hatte der BUND Kritik an der extrem kurzen, teuren Nutzungsdauer des alten Gebäudes geübt. In der Planungs- und Bauphase der neuen Uni-Bibliothek hatten wir immer wieder einen nachhaltigen, langlebigen Neubau gefordert. "Aspekte der Nachhaltigkeit, Langlebigkeit und der Folgekosten haben bei vielen öffentlichen Bauten der letzten Jahrzehnte keine große Rolle gespielt und weil es keine Debatte dazu gab und gibt, ist dies auch heute teilweise noch so. Der Staat hat nicht genug Geld um kurzlebige Bauten zu erstellen." (Zitat aus einer der damaligen Presseerklärungen). Unsere Kritik und Vorschläge waren allerdings leider kein Thema für die UB-begeisterten lokalen Freiburger Medien.
Schon nach wenigen Jahren UB-Betrieb sehen wir die zunehmenden Probleme des Gebäudes und sehen uns in unserer frühen Kritik leider bestätigt.
Mehr Infos:hier


Deutsche Umwelthilfe DUH, Attac, Gemeinnützigkeit & Angriffe auf die Umweltbewegung und die sozialen Bewegungen







Insektensterben wesentlich schlimmer als befürchtet


"Eine aktuelle Übersichtsstudie, bestätigt auch Aussagen südbadischer Naturschützer: Den Forschern zufolge zeigen 40 Prozent der Insektenarten weltweit einen Rückgang, ein Drittel der Arten sei vom Aussterben bedroht. Als größten Treiber des Insektensterbens identifizierten sie den Verlust von Lebensraum durch intensive Landwirtschaft sowie die zunehmende Urbanisierung. Wenn die Insektenmasse weiterhin jährlich um 2,5 Prozent abnehme, könnte die artenreichste Klasse der Tiere in einem Jahrhundert verschwunden sein, warnen Experten."