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Neue Propagandastrategie für das AKW Fessenheim

27.04.2010

Neue Propagandastrategie für das AKW Fessenheim



Das alternde und marode AKW Fessenheim (F)
hat (nicht nur) ein Imageproblem. Nach den fehlgeschlagenen Versuchen mit einem verlogenen Umweltzertifikat (ISO 14001) und dem industriegelenkten Umweltdachverband „Au fil du rhin“ das AKW grünzuwaschen, werden jetzt neue Strategien zur „Akzeptanzbeschaffung“ diskutiert. 3500 EDF MitarbeiterInnen sollen für die unfallträchtigen Reaktoren werben. Auch wenn EDF und EnBW über ungeheure Summen verfügen um PR zu betreiben, fällt es doch immer schwerer, die gefährliche AKW-Mumie jung- und schön zu schminken.

hier mehr Infos zu den bisherigen Greenwashkampagnen

Wir senden Ihnen als Hintergrundinformation einen kurzen Bericht von der PIME2010, die vom 14.-17. Februar in Budapest stattfand. Die PIME (Public Information Materials Exchange – Öffentlicher Informationsmaterial Austausch) ist ein jährliches Treffen von Kommunikatoren (communicators) vulgo Propagandisten aus der Atomindustrie.
PIME2010-Webseite: hier

Axel Mayer, BUND Geschäftsführer




Der wesentliche Absatz lautet (eigene Übersetzung):
Christelle Mutschler, Leiterin der Kommunikation beim Kernkraftwerk Fessenheim
in Frankreich, teilte ihre eigenen Erfahrungen mit PIME-Teilnehmern. Fessenheim
ist das älteste Kernkraftwerk in Frankreich und im vergangenen Jahr bei seiner
dritten Zehnjahresinspektion (Inspektionen entscheiden darüber, ob die Anlage
weitere zehn Jahre betrieben werden darf), musste sich die Anlage einem
starken Widerstand von Kernkraftgegnern stellen. Sie erklärte, wie eine
umfangreiche interne Kommunikationskampagne das Bild der Anlage in der
gesamten Region verbesserte. Die Mitarbeiter haben eine zentrale Rolle bei der
externen Kommunikation zu spielen. Die Mitarbeiter werden als glaubwürdige
Informationsquellen von ihrer Familie und Freunden wahrgenommen (80% der
Befragten sagten dies aus). Sie sind daher effiziente Vermittler von
Informationen und müssen über die Ansichten des Unternehmens auf dem Laufenden
gehalten werden, um die richtigen Botschaften zu vermitteln. Fessenheim hat
einen Stab von 800 Mitarbeitern, aber alles in allem gibt es 3500 Menschen, die
für die EDF in der Region Elsass arbeiten, sind sind alle potenziell gute
Fürsprecher für die Industrie.

Original:
Christelle Mutschler, Head of Communications at the Fessenheim Nuclear Power
Plant in France shared her own experience with PIME participants. Fessenheim
is the oldest nuclear power plant in France and last year during its third ten
year outage (inspections had to decide whether the plant could be granted
another ten years of operation), the plant had to face strong opposition from
nuclear opponents. She explained how an extensive internal communications
campaign improve the image of the plant in the whole area. The employees have
a key role to play in external communications. Employees are perceived as
credible sources of information by their family and friends (80% of people
interviewed said so). They are therefore efficient relays of information and
must be kept informed of the company’s views to convey the right messages.
Fessenheim has a staff of 800 employees but all in all there are 3500 people
working for EDF in the Alsace region that are all potentially good
spokespersons for the industry.


hier mehr Infos zum EDF / EnBW AKW Fessenheim


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Dieser Artikel wurde 3025 mal gelesen und am 18.12.2018 zuletzt geändert.