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Reiche Schweiz-Uralte AKW – Gefahrzeitverlängerung auf 60 Jahre

10.12.2014

Reiche Schweiz-Uralte AKW – Gefahrzeitverlängerung auf 60 Jahre

Der Schweizer Nationalrat hat im Dezember 2014 eine zutiefst unverantwortliche und unmoralische Entscheidung getroffen und die mächtige und mitregierernde Atomlobby hat ihre Interessen durchgesetzt. „Der Betrieb der Schweizer Atomkraftwerke soll nicht eingeschränkt werden. Nur für die ältesten unter ihnen – Beznau I und II – ist nach 60 Jahren Schluss. Beznau I geht also 2029 vom Netz, Beznau II zwei Jahre später. Das dritte Kraftwerk der ersten Generation, jenes in Mühleberg, wird ohnehin 2019 abgeschaltet. Die Atomkraftwerke Gösgen und Leibstadt hingegen sollen so lange betrieben werden, wie sie sicher sind." berichten Schweizer Medien.

Das älteste AKW der Welt, der 45 Jahre alte Reaktor Oldbury im Westen Englands wurde im Februar 2012 vom Netz genommen. Schon jetzt hat das grenznahe AKW Beznau die zweifelhafte Ehre, das älteste und damit eines der gefährlichsten AKW der Welt zu sein und es soll insgesamt 60 Jahre strahlen.

Es ist unglaublich: Die Schweiz, eines der schönsten und reichsten Länder, gefährdet sich mit uralten Atomkraftwerken selber. Es ist nicht erklärbar, warum ein modernes Land wie die Schweiz in Beznau und Mühleberg die ältesten und unsichersten Atomkraftwerke der Welt betreibt und so die Existenz des eigenen Landes und der Menschen auch in den Nachbarländern so unverantwortlich auf´s Spiel setzt. Mit zunehmendem Alter wächst auch die Gefahr atomarer Unfälle. All dies hat der Schweizer Nationalrat bei seiner Entscheidung außer Acht gelassen.

Geld & Gier ist wichtiger als Sicherheit.


Es hat sich für die Schweizer Atomlobby ausgezahlt, dass mit Burson Marsteller, eine der weltgrößten PR- Desinformations-Agenturen, für das Schweizer Nuklearforum arbeitet.

Die Risikoentscheidung wurde insbesondere von den Atomlobbyisten der "konservativen" Parteien getragen. Der Begriff konservativ kommt von lateinisch conservare „erhalten, bewahren“ oder auch „etwas in seinem Zusammenhang erhalten“. Gerade die SVP ist nicht bewahrend konservativ, sondern eine Hochrisikopartei. Sie ist die einzige große Partei der Schweiz, die keinerlei Lehren aus den Atomunfällen in Tschernobyl und Fukushima gezogen hat. Stur und unbeirrbar steht sie für die Gefährdung der Menschen durch den Weiterbetrieb der ältesten AKW der Welt. Die zukunftsfähigen alternativen Energien werden von ihr massiv bekämpft.

Bei einem schweren Atomunfall in Deutschland würden sich, ähnlich wie in Japan, zumindest noch Gebiete finden, wohin die Menschen evakuiert werden könnten. Bei einem Atomunfall in einem kleinen Land wie der Schweiz kämen als Fluchtorte, je nach Schwere des Unfalls und je nach Windrichtung am Katastrophentag, nur die ebenfalls betroffenen Nachbarländer in Frage.

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer, Vizepräsident Atomschutzverband TRAS
(Selbstverständlich wurde diese Presseerklärung von den großen Medien (nicht nur) in der Schweiz nicht aufgegriffen)


Reiche Schweiz-Uralte AKW – Gefahrzeitverlängerung auf 60 Jahre












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