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Stellungnahmen - Vernehmlassung & Muster - Einspruch: Atommülllager Schweiz (Stand 18.2.2018)

18.02.2018

Stellungnahmen - Vernehmlassung & Muster - Einspruch: Atommülllager Schweiz (Stand 18.2.2018)


Musterstellungnahme unten auf dieser Seite!!!

In der Schweiz soll ein atomares Endlager realisiert werden, das "Sicherheit für eine Million Jahre(!)" gewährleisten sollte. Aufgrund der besonders schlechten geologischen Gegebenheiten der Schweiz kommen dafür nur sehr dünne Opalinustonschichten in Frage.

Bis zum 09.03.2018 können und sollten Stellungnahmen zum geplanten, grenznahen atomaren Endlager abgegeben werden.

Die bisherige "Beteiligung" von Menschen, Gruppen und Verbänden an der Schweizer Endlagersuche war stets die perfekte Erzeugung von Illusion einer Beteiligung. Gerade in der Schweiz gilt: "Je direkter die Demokratie, desto besser die Durchsetzungsstrategien." Dennoch braucht es kluge, differenzierte Stellungnahmen von uns, die auch die größeren Zusammenhänge bedenken, denn die Menschheit ist zu schlecht um Atommüll dauerhaft oberirdisch zu lagern.

Wir bitten Sie, uns Ihre Texte & Stellungnahmen, insbesondere Links dazu, schnell & frühzeitig zuzusenden. bund.freiburgbund.net

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer

Offizielle Dokumente aus den laufenden Vernehmlassungen der Schweiz zur Endlagersuche:


  • Eine kurze Beschreibung des Atommüll-Problems Schweiz aus Sicht des BUND-RV finden Sie hier
  • 2007 gab´s auch ne Postkartenaktion. Mal schauen ob wir so etwas wieder hinbekommen. Alte, nicht aktuelle Postkarte als PDF Datei



Erste Stellungnahmen...


Unten auf dieser Seite finden Sie einen "Textrohling" für Ihre eigene Stellungnahme

Die Stellungnahmen bis zum 09.03.2018 mit Anschrift und Unterschrift an das Bundesamt senden:

Bundesamt für Energie
Sektion Entsorgung radioaktiver Abfälle
3003 Bern
Schweiz
Oder an die folgende E-Mail-Adresse:
sachplanbfe.admin.ch



Hier könnte Ihre Stellungnahme verlinkt sein


...
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Muster-Stellungnahme & "Textrohling" für Ihre eigene Stellungnahme


Sie können den Text (der sich hier noch weiter entwickeln wird) schon jetzt in Ihren Briefkopf einfügen, inhaltlich und mit Datum ergänzen und abschicken... Dies geht als Brief oder einfacher per Mail an die folgende E-Mail-Adresse: sachplanbfe.admin.ch
Es wäre gut und wichtig diesen Mustereinspruch über Ihre (un-)Sozialen Netzwerke weiter zu verbreiten...
Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer, Vizepräsident Atomschutzverband TRAS




Bundesamt für Energie
Sektion Entsorgung radioaktiver Abfälle
3003 Bern
Schweiz

(Datum)

Stellungnahme zur Etappe 2 des Schweizer Sachplanverfahren Atommülllager (Geologische Tiefenlager)


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte hiermit eine kurze Stellungnahme zur Etappe 2 des Schweizer „Sachplanverfahren Atommülllager“ abgeben. Mit meinen kurzen Äußerungen möchte ich die kritischen Stellungnahmen von Einzelpersonen, Gemeinden und Umweltverbänden ergänzen und unterstützen.

"Der Weg hin zu einem geologischen Endlager ist geprägt von Überraschungen, neuen Einsichten und der Erkenntnis, dass selbst für die bestuntersuchten Orte Unsicherheiten darüber bleiben, wie sicher diese Anlagen langfristig sind", konstatierte das Komitee der US National Academy of Sciences.

Die bisherige "Beteiligung" von Menschen, Gruppen und Verbänden an der Schweizer Endlagersuche war stets die perfekte Erzeugung von Illusion einer Beteiligung. Gerade in der Schweiz gilt: "Je direkter die Demokratie, desto besser die Durchsetzungsstrategien für ein atomares Endlager." Die Etappe 2 im Schweizer Sachplanverfahren Atommülllager hat psychologisch die Funktion, die verbliebenen, grenznahen Standort gegeneinander auszuspielen.

  • Auch wenn uns das aktuelle "Sachplanverfahren Atommülllager" etwas anderes suggeriert: Weltweit haben gerade viele atomare Endlagerprojekte massive Probleme und sind vom Scheitern bedroht. Angesichts dieser Realität ist es ein Skandal die alten, gefährlichen Schweizer AKW weiter zu betreiben und Risiken und Atommüll produzieren zu lassen.

  • Die jetzt vorgesehenen Standorte für die "Oberflächenanlagen" befinden sich in unmittelbare Grenznähe zu Deutschland. Dies steht im Widerspruch zu der völkerrechtlichen „no-harm rule“, nach der die Schweiz verpflichtet ist, die durch den Bau und Betrieb der Oberflächenanlagen verursachten Lasten und Risiken primär auf ihrem eigenem Staatsgebiet zu tragen.

  • Die aktuell diskutierten Standorte und "Oberflächenanlagen" liegen alle im Einzugsbereich des Rheins und seiner Zuflüsse. Ein undichtes Endlager wäre eine massive Gefahr für die Trinkwasserversorgung entlang des Rheins bis zur Mündung. Standorte in nächster Nähe zum Rhein oder seiner Zuflüsse oder in der Nähe von Grundwasserströmen kommen nicht für ein Endlager in Frage.

  • Der Geologe Marcos Buser zweifelt an der Sicherheit der "neuen" Standorte" und ich schließe mich seiner Kritik an:
    "Die von der Nagra favorisierten Tiefenlager-Standorte Zürcher Weinland und Bözberg zu denen nachträglich auch noch Nördlich Lägeren gekommen ist, sind laut Buser alles andere als sicher: „Alle drei liegen am Rande oder teilweise oder ganz über dem Permokarbon-Trog. Dieser Trog wurde nie umfassend untersucht auf Tiefe, Spannungen, Inhalt.“ Die Antwort auf diese Fragen sei aber unabdingbar für die Sicherheit eines Tiefenlagers. Auf diesem Permokarbontrog, vereinfacht gesagt einem Riss oder einer Senke in dem kristallinen Gestein der oberen Erdkruste, liegen die später entstandenen Sedimentgesteine, darunter auch der für ein Tiefenlager ausgesuchte Opalinuston. Von der Beschaffenheit des Troges und seinem Inhalt hängt die Stabilität dieser Sedimente ab. Weitere Spannungen im kristallinen Grundgebirge, wie sie zur Trogbildung geführt haben, könnten die darüberliegenden Sedimentschichten ebenso in Bewegung bringen, wie die spätere Ausbeutung seines Inhalts, Erdgas oder Kohle zum Beispiel, oder die Nutzung für Geothermie.“ Quelle Südkurier

  • Ich habe auf Grund der mir bisher vorliegenden Informationen starke Zweifel, dass sich in der Schweiz geologische Formationen finden, die in der Lage sind, hochradioaktiven, langstrahlenden Atommüll eine Million Jahre sicher aufzubewahren.

  • Die von der NAGRA, nach dem Scheitern der Granit-Option, ins Gespräch gebrachten Schichten Opalinuston sind im internationalen Vergleich extrem dünn.

  • Die jetzigen Planungen sind durchsetzungstechnisch perfekt und geben die Leitplanken des staatlich gewünschten Denkens und der Einsprachen vor. Die geologischen Gegebenheiten sind leider schlecht. Wir fordern Sie auf, die "Endlagerfähigkeit" dieser geologischen Formation noch einmal gründlich zu untersuchen.


Wir brauchen tatsächlich ein Endlager, das Sicherheit für eine Million Jahre bietet. Die aktuellen Planungen und Überlegungen lassen diese Sicherheit nicht erwarten.

Mit freundlichen Grüßen




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Info: AKW Schweiz


Kernkraftwerk Beznau 1 und 2
Gösgen
Leibstadt
Mühleberg


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Dieser Artikel wurde 3917 mal gelesen und am 18.2.2018 zuletzt geändert.