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Atomschutzverband TRAS: Fessenheim, Beznau, Mühleberg - Mangelhafte Sicherheit nach 30 Jahren Betrieb bestätig

29.06.2007
Trinationaler Atomschutzverband, TRAS

Murbacherstr. 34 Ch-4056 Basel, Tel. +41 (079) 450 52 16


www.atomschutzverband.ch

An die Medien,

Fessenheim, Beznau, Mühleberg:
Mangelhafte Sicherheit nach 30 Jahren Betrieb bestätigt


29.Juni 2007
Nachdem ein Brand im AKW Krümmel und ein Störfall im AKW Brunsbüttel wieder einmal die „Sicherheit“ deutscher Atomanlagen aufgezeigt hat, machen auch die altersschwachen Französischen und Schweizer Atomkraftwerke Fessenheim, Mühleberg und Beznau wieder von sich reden.

· Bei aktuellen Untersuchungen wurden im zentralen Sicherheitsbereich des AKW Fessenheim gravierende Mängel festgestellt. Die Aufhängung des für die AKW Sicherheit absolut wichtigen Kühlkreislaufes muss dringend repariert und abgeändert werden, denn sie garantiert nicht in allen Fällen die Kühlung und Sicherheit des Reaktors.

· Gemäss einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung gibt die Schweizer Aufsichtsbehörde zu, dass die Atomkraftwerke Mühleberg (bei Bern) und Beznau (nahe der deutschen Grenze) die Erfordernisse betreffend Erdbebensicherheit nicht erfüllen.

Diese Mängel, die seit der Inbetriebnahme dieser Atomkraftwerke bestehen, also seit über 30 Jahren, wurden jetzt erst offengelegt. Damit erweisen sich die grossspurigen Erklärungen der Betreiber, der Aufsichtsbehörden und der verantwortlichen Regierungen, man habe die Sicherheit ab und zu „gründlich“ kontrolliert, als Täuschung.

Wie gründlich die vergangenen Untersuchungen waren, zeigen die aktuellen Befunde. Bei einem Erdbeben (Fessenheim liegt im seismisch aktiven Oberrheingraben) könnten die jetzt bekannt gewordenen Mängel zu einem verheerenden Unfall führen.

Das gleiche gilt für die Schweizer Atomkraftwerke. Die Untersuchungen, die in den Jahren 2000 bis 2004 stattgefunden haben, wurden erst jetzt der Öffentlichkeit „geschickt“ kommuniziert, und dies in einer Art und Weise, die keine Gelegenheit für Rückfragen bietet und wichtige Fragen offen lässt.

Die "Definitionsmacht" über technische Probleme und Unfälle haben also immer die Betreiber.

Wir müssen davon ausgehen, dass alle Störfallmeldungen durch die Werbeabteilung der französischen EDF gehen oder von der schweizer HSK "glattgebügelt" werden. Es gibt ein massives ökonomisches und politisches Interesse der Atomkonzerne und Behörden, solche Probleme herunterzuspielen. Was wir erfahren und dann bewerten müssen ist vermutlich immer nur die „Spitze des Eisberges“.

Die Vizepräsidenten:
Axel Mayer und Rudolf Rechsteiner
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hier: Mehr Infos zum Atomschutzverband TRAS
hier: Mehr Infos Fessenheim, Beznau, Mühleberg



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Dieser Artikel wurde 3477 mal gelesen und am 22.8.2007 zuletzt geändert.