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Viren & Trojaner & Internetbetrug: Bei Polizei & Staatsanwaltschaft anzeigen

10.01.2016

Viren & Trojaner & Internetbetrug: Bei Polizei anzeigen



Auch beim BUND am Südlichen Oberrhein häufen sich die verseuchten Mails. Viren, Trojaner, Würmer... kommen fast an jedem Tag.

Wenn uns jemand die Spendenkasse klaut, dann wird diese Tat selbstverständlich von der Polizei verfolgt. Die zunehmende Computerkriminalität müsste nach unserer Ansicht ebenso verfolgt werden, auch wenn dies zugegeben nicht einfach ist. Damit es zu einer Strafverfolgung kommt, muss der Druck der potentiellen Opfer zunehmen.

Aus diesem Grund zeigen wir jetzt Angriffe konsequent bei der Polizei an und wir fordern Sie auf das gleiche bei Ihrer Polizei zu tun!

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer


Ein Beispiel für eine formlose Anzeige:



Polizeipräsidium Freiburg
Heinrich-von-Stephan-Str. 4
79100 Freiburg im Breisgau


6.Juni 2014
Anzeige

Sehr geehrte Damen und Herren bei der Freiburger Polizei,

heute erhielten wir unter unserer BUND-Mailadresse "Post" von einem Absender der sich als "FinanzGruppe Volksbanken" ausgab.

Ein Anruf bei der Volksbank ergab, dass diese Mail vermutlich mit Viren oder Trojanern verseucht ist und selbstverständlich nicht von der Voba kommt.

Wir möchten den Mailangriff bei Ihnen anzeigen.

Hinter dieser Anzeige steckt auch der Wunsch, dass sich die Strafverfolgungsbehörden stärker mit dieser neuen Form von Delikten auseinandersetzen. Wenn uns jemand die Spendenkasse klaut, dann wird diese Tat selbstverständlich von der Polizei verfolgt. Die zunehmende Computerkriminalität müsste nach unserer Ansicht ebenso verfolgt werden, auch wenn dies zugegeben nicht einfach ist.

Wir bitte um die Bestätigung des Eingangs dieser Anzeige

Mit freundlichen Grüßen
Axel Mayer, Geschäftsführer


Angezeigte Mail:


-------- Original-Nachricht --------
Betreff:
Transfer Confirmation (REFERENCE_403V83)
Datum:
Fri, 06 Jun 2014 09:13:56 +0200
Von:
Volksbank Online
An:
bund-8728013versanet.de

FinanzGruppe Volksbanken
Der Auftrag wurde entgegengenommen.
06. Juni 2014 um 07:57:31 Uhr
Verwendete TAN: 163348

Überweisung - Standard
Begünstigter (Name oder Firma): LUKAS ANTONIUK UV
IBAN oder Konto: GB31 BARC 1655 4453 4614 67
BIC oder BLZ: BARCGB2556B
bei Kreditinstitut: TSB BANK (FORMERLY LLOYDS TSB)
Betrag: 2043,51 EUR
Verwendungszweck: RECHNUNG NR92_1861
Auftraggeber (Kontoinhaber): Breitscheid-Str. 5




Eine Reaktion der Staatsanwaltschaft Niedersachsen


Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen Erpressung, Computersabotage u.a.
Aktenzeichen der Staatsanwaltschaft Verden: 802 UJs 19056/12

Sehr geehrte(r) Betroffene(r),

Sie hatten bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle Strafanzeige wegen einer Email erstattet, mit der Sie eine unberechtigte Zahlungsaufforderung erhalten hatten. Sicherlich hat die Polizei Sie darüber unterrichtet, dass Ziel dieser Email nicht die Durchsetzung der Forderung selbst, sondern die Infektion Ihres Computers mit dem sogenannten Windows-Verschlüsselungs-Trojaner war.

Ihre Strafanzeige ist nunmehr ordnungsgemäß bei der Staatsanwaltschaft Verden eingegangen. Sie wird von der Zentralstelle zur Bekämpfung der IuK-Kriminalität in einem bundesweiten Sammelverfahren mit mutmaßlich mehreren tausend Geschädigten bearbeitet. Aufgrund des außergewöhnlich hohen Schadensumfangs und der komplexen technischen Zusammenhänge dürften die Ermittlungen noch geraume Zeit in Anspruch nehmen.

Sofern sich konkrete Ansätze zur Aufklärung des Sachverhalts ergeben, wird ihnen selbstverständlich nachgegangen. Unabhängig davon, ob solche Ansätze auch in Ihrem Fall gegeben sind und ob wegen der zu Ihren Lasten ausgeübten Straftat eine spätere Anklage möglich und sinnvoll ist, danke ich schon jetzt dafür, dass Sie die Arbeit der Staatsanwaltschaft durch Ihre engagierte Mithilfe unterstützen.

Sollten Sie ergänzende Hinweise geben können, wenden Sie sich bitte an die Polizeidienststelle, die bereits die erste Anzeige aufgenommen hat. Hinweise per Email können leider nicht entgegen genommen werden.

Über den aktuellen Stand des Sammelverfahrens können Sie sich in regelmäßigen Abständen unter der Internetadresse www.strafverfolgung-nds.de informieren. Eine darüber hinausgehende schriftliche Mitteilung erhalten Sie aus nachvollziehbaren organisatorischen Gründen nicht. Dafür bitte ich um Verständnis.


Mit freundlichen Grüßen
Lange
Oberstaatsanwalt
Leiter der IuK-Zentralstelle

www.staatsanwaltschaften.niedersachsen.de








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Dieser Artikel wurde 4856 mal gelesen und am 1.2.2016 zuletzt geändert.