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Weltklimagipfel in Durban, Wirtschaftskrise und CO2-Werte am Schauinsland

01.12.2011

Weltklimagipfel in Durban, Wirtschaftskrise und CO2-Werte am Schauinsland

Im südafrikanischen Durban hat der Weltklimagipfel begonnen. In Deutschland endet eine extrem lange Trockenheit und 2011 wird das zehntwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1850. In 13 der vergangenen 15 Jahren wurden die höchsten Temperaturen in der modernen Klimageschichte gemessen. Die Veränderung des Klimas und die Zunahme von CO2 wird auch in Freiburg am Schauinsland gemessen.

Das Problem des Klimawandels lässt sich nicht durch das Drehen an einzelnen Stellschrauben des Systems lösen. Das Grundproblem (nicht nur) des Klimawandels ist ein zerstörerisches globales Raubbausystem, das nur funktioniert wenn es dauerhaft wächst. Unbegrenztes Wachstum aber zerstört begrenzte Systeme. "In einem Jahr verbrauchen wir gerade weltweit so viele fossile Rohstoffe, wie die Erde innerhalb einer Million Jahre herausgebildet hat." Quelle: Zukunftsfähiges Deutschland 2008.

Dies wird auch deutlich bei der aktuellen globale Krise. Es wird gesagt, die Griechen, Italiener und der Rest der Welt sollten so arbeiten und produzieren wie wir Deutschen, und die Weltprobleme wären gelöst. Doch trotz Wirtschaftswachstum und hoher Produktivität wuchs in Deutschland der gigantische staatliche Schuldenberg auch im Jahr 2011 weiter an. Nicht einmal Deutschland ist in der Lage "in guten Zeiten" den Schuldenberg abzutragen. Wenn "der Rest der Welt" so leben würde wie die Deutschen, (China probiert´s gerade) dann explodiert der CO2 Ausstoß und die globalen Rohstoffreserven wären in wenigen Jahren erschöpft. Wer sollte dann die ganzen Produkte eigentlich kaufen und konsumieren? Das Versprechen vom unbegrenzten Wachstum, in dem die Gier immer schneller wächst als die Menge der produzierten Produkte, ist eine Illusion und einer der nicht diskutierten Gründe für die global wachsende Krise und das CO2 Problem.

Eine weltweite Energiewende, eine massive Verringerung des Energie-und Rohstoffverbrauchs und mehr globale Gerechtigkeit wären die einzigen möglichen Problemlösungsansätze, doch dies würde Vernunft in Zeiten der gut organisierten Habgier voraussetzen.

Axel Mayer / BUND-Geschäftsführer


Info Klimawandelleugner hier:

Fortschritt & Klimawandel









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Dieser Artikel wurde 2688 mal gelesen und am 1.12.2011 zuletzt geändert.