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Neue AKW / Neue Atomkraftwerke: Bessere Propaganda - Atomlobby will neue Gefahren - Thorium-Reaktoren - kleine "klimafreundliche" AKW


Neue AKW / Neue Atomkraftwerke: Bessere Propaganda - Atomlobby will neue Gefahren - Thorium-Reaktoren - kleine "klimafreundliche" AKW



Die internationale Atomlobby war nach den vielen Opfern der "zivilen" Nutzung der Atomkraft, nach Fukushima und Tschernobyl für kurze Zeit ein wenig in Deckung gegangen. Aufgegeben hat sie nicht. Das globale atomare Dorf, die alten mächtigen Seilschaften aus Konzernen, Lobbyisten und Atomparteien funktionieren noch. Es werden zwar viel mehr alte AKW stillgelegt, doch in Diktaturen, Halbdiktaturen und in Ländern in denen der Markt nicht funktioniert werden immer noch AKW gebaut.


Thorium-Reaktoren, kleine "klimafreundliche" AKW die nordkoreanische Atombombe


Weltweit laufen derzeit die Kampagnen für neue, kleine AKW, für die Thorium-Flüssigsalz-Reaktoren. Diese Kampagnen klammern einen Aspekt gezielt aus. Die zunehmende Gefahr der Weiterverbreitung von Atomwaffen durch den Export von neuen, kleinen, "grünen" AKW in Spannungsgebiete und durch die Entwicklung und Verbreitung neuer, kleiner Reaktoren ist der große blinde Fleck der aktuellen Berichterstattung.
Nordkoreas einzige Anlage zur Produktion von Plutonium für sein Atomwaffenprogramm ist der "kleine" Reaktor in Yŏngbyŏn mit gerade einmal 2 Megawatt Leistung. Der Alptraum der nordkoreanischen Atombewaffnung (und der Atombewaffnung anderer Länder) würde durch den weltweiten Export von "schönen, kleinen Thoriumreaktoren" in´s Unendliche vergrößert.



In Hinkley Point wird sich die Atomlobby zu Tode siegen


Die britische Regierung gab am 15.9.2016 ihre Zustimmung für das neue AKW-Projekt Hinkley Point. Das Vorhaben solle umgesetzt werden, erklärte Energieminister Greg Clark. Das Projekt mit zwei Reaktoren vom Typ EPR (Europäischer Druckwasserreaktor) an der Westküste Englands soll nach früheren Angaben rund 21,5 Milliarden Euro kosten, rund ein Drittel soll der chinesische Partner China Nuclear Power Corporation (CGN) finanzieren.

Sonne, Wind & Wasserkraft: Energiealternativen sind kostengünstiger als das britische AKW Hinkley Point

Die Photovoltaik wird schon in wenigen Jahren an vielen Standorten auf der Erde den preisgünstigsten Strom erzeugen können. Das ist das Ergebnis einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) im Auftrag von Agora Energiewende aus dem Jahr 2015. Demnach werden sich die Erzeugungskosten in Mittel- und Südeuropa bis zum Jahr 2025 auf vier bis sechs Cent pro Kilowattstunde verringern, bis 2050 auf zwei bis vier Cent. Seit den 80er-Jahren sind die Preise für Photovoltaiksysteme auf ein Zehntel ihres einstigen Wertes gefallen. Durch technische Fortschritte und steigende Produktionsmengen dürfte die Entwicklung anhalten, wenngleich sich der Preisrückgang naturgemäß verlangsamt.

Im März 2016 hatte EdF-Finanzvorstand Thomas Piquemal seinen Job hingeworfen, weil er das Projekt für größenwahnsinnig und gefährlich für den Bestand des Konzerns hielt. "Wer wettet 60 bis 70 Prozent seines Vermögens auf eine Technik, von der man immer noch nicht weiß, ob sie funktioniert, obwohl man seit zehn Jahren versucht, sie zu bauen?", echauffierte sich Piquemal.
Quelle: Süddeutsche Zeitung


Das geplante britische Atomkraftwerk Hinkley Point soll eine skandalöse Vergütung von bis zu elf Cent pro Kilowattstunde erhalten – und dies für 35 Jahre garantiert mit zusätzlichem Inflationsausgleich. Ansonsten könnte es nicht rentabel betrieben werden. Das wird ein riskanter, teurer Spaß für die Energiekunden in England. Bisher waren "nur" die Umwelt-Argumente auf der Seite von uns Atomkraft-Gegnern. Jetzt ist es auch die Ökonomie.
In Hinkley Point wird sich die Atomlobby zu Tode siegen.

Gefährliche Klein-AKW, Mini-Atomkraftwerke, Mini-Reaktoren & Thorium-Reaktoren


sollen zukünftig überall auf der Welt gebaut werden und die Forschung wird mit EU-Geldern gefördert. Aus dem alten, großen Druck- und Siedewasser-Reaktor würden unzählige Klein- und Kleinstreaktoren... Ein zentrales Risiko der vielen, neuen Kleinreaktoren wird in den aktuellen PR-Kampagnen ausgeklammert. In jedem dieser Mini-Reaktoren entsteht die Radioaktivität vieler Hiroshima-Bomben. Ein Unfall oder ein Anschlag auf ein Kleinst-AKW könnte eine Stadt unbewohnbar machen. Viele kleine Reaktoren sind viele kleine, zwangsläufig schlecht gesicherte, potentielle Anschlagsziele. Wenn heute in Syrien und im Irak diese neuen AKW stünden, dann könnte der IS schmutzige Bomben bauen. Auch für die heutigen und zukünftigen Diktatoren der Welt brächte die Möglichkeit, "schmutzige Bomben" zu bauen einen "nordkoreanischen Machtzuwachs".

Die Idee viele neue Atomkraftwerke / Kernkraftwerke auf der Welt zu bauen ist ein globales Selbstmordprogramm und ein atomarer Alptraum, passt allerdings auch gut ins zerstörerische Zeitalter des Anthropozän..



Für Atom - Terrorismus gibt es vier denkbare Wege:
  • 1. Aus spaltbarem Material (Plutonium-239, hochangereichertem Uran-235, aber auch aus Thorium...) könnte ein nuklearer Sprengkörper einfachster Technologie gebaut werden.
  • 2. Verwendung einer (gestohlenen) Atombombe aus Beständen regulärer Armeen.
  • 3. Radioaktives Material kann mit Hilfe einer geeigneten technischen Vorrichtung in der Umwelt verbreitet werden, um eine radioaktive Verseuchung zu schaffen. (Schmutzige Bombe)
  • 4. Direkter Angriff auf ein Atomkraftwerk, einen Thorium Reaktor, einen EPR, einen Castortransport, eine Wiederaufarbeitungsanlage oder auf eine sonstige Atomanlage

Zehntausende Flüssigsalzreaktoren wären insbesondere angesichts der Punkte 1, 3 und 4 eine unglaubliche Gefahr.


Aktueller Einschub:





10 Jahre nach dem Atomunfall in Fukushima


Vor 10 Jahren, am 11. März 2011 begann mit dem Tōhoku-Erdbeben die Atomkatastrophe von Fukushima. In vier der sechs Reaktorblöcke gab es extrem schwere Unfallabläufe, teilweise mit Kernschmelzen und ein massives Entweichen von Radioaktivität. Es war einer dieser typischen schweren Atomunfälle, ein Katastrophenablauf mit dem die Betreiber im Vorfeld nicht gerechnet hatten. Glück im Unglück war ein gnädiger Wind, der in den Anfangstagen die Radioaktivität aufs Meer hinaustrug und nicht in die nahe Metropolregion Tokio mit ihren 37 Millionen Menschen.
Wenige Monate nach den Kernschmelzen in den Atomanlagen Fukushima Daiichi traf der Betreiber Tepco, und die japanische Regierung die Vereinbarung den geschmolzenen Kernbrennstoff binnen eines Jahrzehnts aus den zerstörten Meilern zu bergen, doch wie so viele Versprechungen des japanischen atomaren Dorfes ist dies nicht geschehen. Erfolgreich war allerdings die Nach-Unfall-Propaganda, die heute Krisenkommunikation genannt wird. In Deutschland versucht insbesondere die Tarnorganisation
(Nuklearia...) Atom-PR zu betreiben.
Hier geht´s zum vollständigen Fukushima Text




Umfassende Infos zu gefährlichen, neuen Klein-AKW, Mini-Atomkraftwerken & Thorium-Reaktoren finden Sie hier. Mehr Informationen zu den nordkoreanischen Atomwaffen finden Sie hier.



Klein-AKW, Mini-Atomkraftwerk, Mini-Reaktor, Thorium-Reaktor: Risiken & Gefahren & Terrorismus







Neue AKW? Atomlobby will neue, gefährliche Atomkraftwerke / Klein-AKW, Mini-Atomkraftwerk, Mini-Reaktor, Thorium-Reaktor: Risiken & Gefahren & Terrorismus









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Dieser Artikel wurde 4407 mal gelesen und am 3.12.2019 zuletzt geändert.